OhrCast 16 – Februar 2013 – Sprecher, Texte und mehr

Rückblick über die Hörspielneuerscheinungen Januar 2013

Die drei !!! (23) Undercover im Netz (Europa)Die drei !!! (23) Undercover im Netz (Europa)

An Kims und Franzis Schule treibt seit neuestem eine Mädchen-Clique ihr Unwesen, die auf ihrer Website über Mitschüler lästert, Coolness-Votings macht und dazu auffordert, diese Schüler fertig zu machen. Als die drei !!! eine Mitschülerin beim Klauen erwischen und diese prompt von den „Uncoolen“ in die „coole“ Clique aufsteigt, keimt in den drei !!! der Verdacht, dass die Clique ihre Mobbing-Opfer zwingt, für sie zu klauen. Marie schleicht sich wagemutig in die Clique ein und stellt schnell fest, dass diese brandgefährlich ist … Neben der spannenden Detektivarbeit müssen Kim, Franziska und Marie auch immer wieder das Abenteuer „Freundschaft“ bestehen. Es ist nämlich gar nicht so leicht, drei völlig verschiedene Meinungen unter einen Hut zu bringen. Mutig und clever stellen sich „Die drei !!!“ der Herausforderung und sind gemeinsam ein unschlagbares Team!

Mit Merete Brettschneider, Sonaj Stein, Mia Diekow, Tobias Diakow, Stephanie Kirchberger u. a.

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Die drei ??? (159) Nacht der Tiger (Europa)Die drei ??? (159) Nacht der Tiger (Europa)

Wer ist der unbekannte Auftraggeber im neuen Fall der drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach? Wie von Geisterhand erscheinen verschlüsselte Botschaften auf dem Computerbildschirm in der Zentrale. Justus‘ Ehrgeiz ist geweckt und die drei ??? beginnen zu ermitteln. Sie lösen die komplizierten Rätsel des Unbekannten und folgen seiner Spur. Dabei werden die drei Jungen immer tiefer in dubiose Machenschaften verstrickt. Als sich herausstellt, dass ein guter Freund von ihnen als Täter infrage kommt, stehen Justus, Peter und Bob vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie ihren Freund ausliefern oder der Polizei die Wahrheit verschweigen? Justus fasst einen Plan – und die drei ??? entdecken das Unvorstellbare in der ‚Nacht der Tiger’…

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Tante Mathilda: Karin Lieneweg
Onkel Titus: Hans Meinhardt
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Caroline Cotta: Michaela Mahlich
Morton: Andreas von der Meden
Sergeant Donatelli: Peter Weis
1. Mann: Robin Brosch
2. Mann: Gerhart Hinze

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Ritter Rost - Das Hörspiel zum Film (Europa)Ritter Rost – Das Hörspiel zum Film (Europa)

Ritter Rost ist das Unglaubliche gelungen: Unerwartet hat er das große Ritterturnier ewonnen, ausgerechnet im Duell gegen Prinz Protz, den eigentlich unschlagbaren Favoriten. Der erweist sich als schlechter Verlierer und beschuldigt Ritter Rost des Diebstahls und Betrugs. König Bleifuß entzieht Rost daraufhin seine Ritterlizenz und lässt seine Eiserne Burg schließen. Es kommt noch schlimmer: Sogar Burgfräulein Bö, sonst verlässliche Retterin in der Not, wendet sich von ihm ab. Nur auf die Freundschaft von Drache Koks und Pferd Feuerstuhl kann sich Ritter Rost verlassen: Gemeinsam wollen sie die Ehre des Ritters wieder herstellen und das Herz der holden Bö zurückerobern. Dabei erleben sie das größte Abenteuer ihres Lebens.

Mit Rick Kavanian, Christoph Maria Herbst, Carolin Kebekus, Dustin Semmelrogge, Tom Gerhardt, Detlev Redinger

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Grusel-Serie (2) Die Plantage (Studio Hörsturz)Grusel-Serie (2) Die Plantage (Studio Hörsturz)

Eigentlich hatte es für die kleine Reisegruppe ein entspannter Kurzurlaub auf einer alten zu einem Hotel umfunktionierten Plantage werden sollen. Doch bereits bei ihrer Ankunft häufen sich die Anzeichen, dass mit dem Hotel etwas nicht zu stimmen scheint. Weder scheint es Personal zu geben noch ist der Verwalter, ein zwielichtiger älterer Herr namens Brock bereit, ihnen über die seltsamen Vorgänge auf der Plantage Rede und Antwort zu stehen. Als dann auch noch ein Mitglied der Reisegruppe unter merkwürigen Umständen spurlos verschwindet, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Kurz darauf belagert eine Horde Untoter das alte Plantagen-Hotel und den Touristen bleibt kaum noch Zeit, wenn sie dieser Falle lebend entkommen wollen…

Mit Ernst Meincke, Tayfun Bademsoy, Uve Teschner, Judith Brandt, Lutz Riedel, Joachim Tennstedt, Peter Gröger und Oliver Rohrbeck

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John Sinclair (79) Stellas Rattenkeller (Lübbe Audio)John Sinclair (79) Stellas Rattenkeller (Lübbe Audio)

Charlotte Whitehead hatte sich von ihren Eltern losgesagt um ein neues Leben zu beginnen, doch kaum steht sie auf eigenen Beinen, stirbt die junge Frau unter tragischen Umständen. Bei ihrer Beerdigung bricht plötzlich eine Rattenplage aus, der auch ihre Eltern zum Opfer fallen! Steckt Charlottes irrer Bruder Roy dahinter, der sich selbst als »Rattenkönig« bezeichnet? Wie konnte er überhaupt aus der Anstalt fliehen? Ganz offensichtlich sind dämonische Kräfte am Werk…

Mit Frank Glaubrecht, Alexandra Lange, Martin May u. v. a.

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Mord in Serie (7) Das Netzwerk (Contendo Media)Mord in Serie (7) Das Netzwerk (Contendo Media)

Eine brutale Mordserie an Jugendlichen hält die Berliner Polizei in Atem! Ihre Ermittlungen führen Hauptkommissar Krüger und Kriminalpsychologin Diana Braun dabei auch in die digitale Welt der sozialen Netzwerke des Internets. Immer mehr der minderjährigen User fallen einem Serienkiller zum Opfer. Ein unfassbar grausamer Fall, der Krüger und Braun alles abverlangt. Die Zeit drängt, denn das nächste Opfer steht bereits fest.<

Paul Krüger: Lutz Mackensy
Diana Braun: Anke Reitzenstein
Mirko Krüger: Max von der Groeben
Larissa Graf: Luisa Wietzorek
Boris Graf: Bernd Vollbrecht
Norbert Lemke: Tilo Schmitz
Darius Baumann: Patrick Mölleken
Gordon Fischer: Jan Panczak
Wiebke Fischer: Theresa Schulte
Sören Schumacher: Johannes Berenz
Kriminaltechniker: Johannes Raspe
Bedienung: Martina Treger
Nachrichtensprecherin: Annina Braunmiller
Alter Mann: Dirk Hardegen
Teenager: Daniel Käser, Lea Kiernan
Abspann: Martin Sabel

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Mark Brandis (23) Triton Passage (Folgenreich)Mark Brandis (23) Triton Passage (Folgenreich)

2133: Mark Brandis ist seit 240 Tagen als Gastpilot auf einem neuen Schiff unter dem Kommando von Cmdr. Elmar Busch. Statt eines Testfluges verharrt die EXPLORATOR jedoch regungslos im Weltraum, um den möglicherweise bevorstehenden Ausbruch des Sterns Eta Carinae in eine Hypernova zu beobachten. Eine ereignislose Schicht löst die andere ab. Als Mark Brandis durch VEGA-Direktor John Harris von einem gestrandeten Republikenschiff im Orbit des Planeten Neptun erfährt, gerät er in ein moralisches Dilemma – denn der offizielle Befehl ist unmissverständlich: um keinen Preis darf das Schiff die Beobachtungsposition verlassen!

Nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky
Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Bordsystem CORA: Mira Christine Mühlenhof
Cmdr. Elmar Busch: Roman Kretschmer
Dr. Rebecca Levy: Claudia Urbschat-Mingues
John Harris: Gerhart Hinze
Cpt. Chen: Nao Tokuhashi
Prolog: Wolf Frass
Lt. Catalina Minulescu: Anastasia Conze
Lt. Roland Wagner: Urs Remond
Tuva Eidsvag: Bettina Zech
Magnus Sauerlein: Stefan Peters
Wang Yao: Hongyu Zhu
Ruth O’Hara: Dorothea Anna Hagena
Dr. Egon Mildrich: Rüdiger Evers
sowie Hartmut Breuer, Anne Elsen, Isabel Grünewald, Henning Schäfer

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Sturmhöhe (hörverlag)Sturmhöhe (hörverlag)

»Wuthering Heights«, ein abgelegener Gutshof auf dem windumtosten Hochmoor von Yorkshire, ist der Schauplatz einer leidenschaftlichen und verhängnisvollen Liebesgeschichte zwischen Catherine und Heathcliff. Der alte Earnshaw, Besitzer des Anwesens, hatte den Jungen im Alter von sechs Jahren als Findelkind aufgenommen und zusammen mit seinen eigenen Kindern Hindley und Catherine aufgezogen. Hindley hasst seinen Adoptivbruder, quält und misshandelt ihn, während Catherine und der einzelgängerische, leidenschaftliche Heathcliff unzertrennlich sind. Doch als Catherine um des gesellschaftlichen Aufstiegs willen Linton heiratet, den Sohn des benachbarten reichen Gutsbesitzers, verfolgt Heathcliff sie und ihre Familien mit seinem zerstörerischen Hass bis in den Tod. Auch Catherine fällt seiner Rache zum Opfer. Doch nach ihrem Tod verfolgt ihn »der Geist von Catherine«, deren Schicksal er am Ende teilen muss.

Der 1847 unter dem männlichen Pseudonym »Ellis Bell« veröffentlichte, raffiniert erzählte Roman von Emily Brontë hatte die viktorianische Leserschaft des 19. Jahrhunderts wegen seiner vermeintlichen Unmoralität nachhaltig verstört. Erst im 20. Jahrhundert erkannte man die ungeheure Modernität des Romans, der inzwischen ein Klassiker der englischen Literatur ist. Er wurde in über 30 Sprachen übersetzt, über ein Dutzend Mal verfilmt. Er diente als Vorlage und Inspiration für Theaterstücke, Musicals, Opern und Pop-Musik. Nicht zuletzt hat die Verfilmung der »Twilight Saga« in den USA weltweit einen wahren »Brontë Boom« ausgelöst.

Mit Catherine. Franziska Wulf
Heathcliff: Andreas Fehling
Cathy: Jule Böwe
Nelly: Bibiana Beglau
Lockwood: Sebastian Blomberg u. a.

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MindNapping (12) - Die letzte Wahrheit (Audionarchie)MindNapping (12) – Die letzte Wahrheit (Audionarchie)

Ein Anruf verändert das Leben des südafrikanischen Journalisten Mabou Dlanga: „Haben Sie jemals etwas vom Ort der letzten Wahrheit gehört?“
Ein Gerücht wird Realität. Dlanga erhält Zugang zum bestgehüteten Geheimnis des untergegangenen Apartheid-Regimes: Ein quadratisches Labyrinth aus Stahlbeton am Ende der Welt. Angefüllt mit einem Archiv des Todes.
Warum wird der Journalist von einem Theologen und einer Seherin begleitet?
Für die merkwürdigen Geräusche und plötzlich auftretenden Kältezonen scheint es zunächst keine Erklärung zu geben.
Dann wechselt die Anlage in den Nachtmodus …

Buch: Raimon Weber

Erzähler: Gordon Piedesack
Mabou Dlanga: Peter Flechtner
Robert Cale: Stefan Fredrich
Jacob van Wyk: Helmut Krauss
Melissa Taylor: Nana Spier
Heather Berisha: Katja Brügger
Charly Malema: Jaron Löwenberg
Hendrik Alders: Till Hagen
Manaka: Oliver Böttcher
Krog: Peter Weis
Doktor: Wolfgang Bahro
Gefangener: Patrick Holtheuer

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Peer Meter - Die Verhöre der Gesche Gottfried (as-theaterundfilm)Peer Meter – Die Verhöre der Gesche Gottfried (as-theaterundfilm)

Das Theaterstück „Die Verhöre der Gesche Gottfried“ besteht fast ausschliesslich aus dem Arrangement der unzensierten Original-Verhörprotokolle und Zeugenaussagen. Lediglich die Rolle des Senator Droste wurde vom Autor Peer Meter hinzugefügt. Das Hörspiel beruht auf der ungekürzten Fassung des Theaterstücks. Jedes Wort ist kostbar und muss gnadenlos ausgesprochen werden aus diesem unglaublichen Pfuhl von Unwissenheit, Sich-Schönreden, Wahnsinn, Angst, Gewalt, Klüngel und Nebel. Es wechseln Szenen „Stimmen aus dem Volk“ mit Verhören der Gesche durch den fassungslosen Senator, den janus-gesichtigen Doktor Voget, einem äußerst klerikalen Pastor Rotermund und einem fast exorzistisch anmutenden Prediger. Am Schluss steht ein intensiver, fast unerträglicher Monolog der Gesche, der ihren offensichtlichen Wahnsinn und ihre Hilflosigkeit noch einmal zusammenfasst.

Gesche Gottfried: Ariane Seeger
Senator Droste: David Nathan
Doktor Voget: Thomas Wingrich
Pastor Rotermund: Roland Hemmo
Prediger: Michael Hanemann
Regie: Markus Hahn
Autor: Peer Meter
Musik: Thomas König
Tonstudio: Das Hörspielstudio Xberg
Produktion: A. S. Theater & Film Ltd.
Bremer Bürgerinnen und Bürger: Ulrike Lau, Svantje Wascher, Jens Wesemann, Helmut Krauss, Luise Lunow, Debora Weigert, Reinhard Kuhnert, Annika Kleinke, Oliver Rohrbeck, Felix Isenbügel, Jochen Schröder, Barbara Adolph, Elmar Gutmann, Helmut Gauß, Detlef Bierstedt, Laurine Betz, Thomas Hailer, Gisela Fritsch, Jan Andres, Antonia Seeger

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Hans Gruhl - Das vierte Skapell (pidax)Hans Gruhl – Das vierte Skapell (pidax)

Dr. Johannes Thomsen ist aus Hamburg angereist, um eine Stelle als Röntgenarzt in Köln anzutreten und macht sich daher auf die Suche nach einer Wohnung. Ein Inserat führt ihn zu dem Medizinstudenten Klaus Wildbold. Bei der Ankunft des Doktors ist dieser allerdings tot erstochen mit einem Skalpell! Wer könnte Interesse daran gehabt haben, den jungen Mann zu ermorden? Und wer ist die hübsche junge Frau auf dem Foto, das auf dem Schreibtisch des Opfers steht? Thomsen soll es bald erfahren, denn die Dame arbeitet im selben Krankenhaus, in dem er soeben seine Arbeit aufgenommen hat. Ausgerechnet dort geschieht ein weiterer Mord: Klinikchef Prof. Stickhahn hat ebenfalls ein Skalpell im Rücken. Als sich schließlich herausstellt, dass die Tatwaffen aus dem Klinik-OP stammen und dort ingesamt vier Skalpelle verschwunden sind, wird klar, dass es nicht bei zwei Toten bleiben wird. In alten Operationsprotokollen stößt Thomsen auf eine heiße Spur…

Martin Hirthe, Arnold Marquis, Gert Haucke, Enzi Fuchs, Günther Tabor, Elisabeth Hitzenberger, Käte Jöken-König, Paul Wagner, Heinz Welzel, Sigrid Pein u.v.a.

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Cornelia Funke - Gespensterjäger (Box) (Jumbo)Cornelia Funke – Gespensterjäger (Box) (Jumbo)

Sie sind das unschlagbare Gespensterjäger-Team: Tom Tomsky, Hedwig Kümmelsaft und Gespenst Hugo. Ob die Gruselexperten eine eisige Spur verfolgen, bedrohliche Feuergeister jagen, eine Gruselburg erkunden oder im Moor gefährlichen Gespenstern begegnen – die drei sind immer bereit, dem Spuk ein Ende zu machen. Doch einfach ist das nicht. Die Geister halten für das Team immer wieder schreckliche Überraschungen bereit.

Die Box enthält die Hörspiele: Gespensterjäger auf eisiger Spur • Gespensterjäger im Feuerspuk • Gespensterjäger in der Gruselburg • Gespensterjäger in großer Gefahr

Mit Katja Danowski, Leon Alexander Rathje, Katja Brügger, Ernst H. Hilbich, Nina Kreß, Birte Kretschmer, Max Hopp, Monty Arnold, Gisela Trowe, Monique Schwitter, Hans Peter Korff, Joachim Bliese, Horst Arenthold, Klaus Dittmann, Holger Postler, Ingeborg Kallweit, Jörgpeter von Clarenau (vormals Ahlers), Gudo Mattiat, Axel König, Johannes Schäfer, Sieglinde Gerloff-Flügge, Pia Werfel, Anna-Maria Kuricová, Jürgen Uter, Stephan Schad, Susanne Schrader, Marion Breckwoldt, Till Huster, Peter Jordan, Gunnar Frietsch, Konstantin Graudus, Frank Grupe, Douglas Welbat, Tobias Persiel, Brigitte Böhme

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John Stephens - Emerald (DAV)John Stephens – Emerald (DAV)

Die drei Geschwister Kate, Michael und Emma, die als Kleinkinder von ihren Eltern getrennt wurden, landen auf dem Weg in ein neues Waisenhaus in dem abgelegenen Herrenhaus des geheimnisvollen Dr. Pym. Umgeben von allerlei Zauber ahnen sie nicht im Geringsten, wohin sie diese Reise führen wird. Denn ohne ihr Wissen sind die besonnene Kate, der kluge Michael und die tollkühne kleine Emma in den Kampf um ein magisches Buch voll unermesslicher Macht verstrickt. Sie müssen aber erfahren, was ihre Aufgabe ist, wollen sie ihre Eltern je wiedersehen. Unterwegs treten sie gegen finstere Gegner an, finden unerwartete, liebenswerte Verbündete, meistern scheinbar unüberwindbare Schwierigkeiten, entwickeln ihre magischen Talente, entdecken unvorstellbare Wesen und beginnen das Geheimnis ihrer Familie zu lüften.

Mit Lucie Erdmann, Nastassja Hahn, Kathrin Angerer, Anton Kurth, Tomi Piper, Joachim Kaps u. a.

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Benjamin Blümchen (122) als Polizist (Kiddinx)Benjamin Blümchen (122) als Polizist (Kiddinx)

Wachtmeister Krause ist so überarbeitet, er hätte gerne mal einen Tag frei. Kein Problem! Benjamin, Otto und Stella springen für ihn ein. Sie bekommen alles, was ein Polizist so braucht und finden ganz neue Wege, um Falschparker und Raser zur Vernunft zu bringen! Ob sie auch einen lange gesuchten Gemüsedieb überführen können?

Bibi und Tina (73) verloren im Schnee (Kiddinx)Bibi und Tina (73) verloren im Schnee (Kiddinx)

Es ist Winter in Falkenstein, überall liegt Schnee. Als Mikosch zu Besuch kommt, bringt er zur Überraschung aller Skier mit. Er zeigt Bibi, Tina und Alexander, wie man sich darauf von Pferden ziehen lässt. Das „Skijöring“ macht allen riesengroßen Spaß. Doch dann bricht plötzlich eine Schneekatastrophe über Falkenstein herein!

Die drei ??? Kids (31) Rückkehr der Saurier (Europa)Die drei ??? Kids (31) Rückkehr der Saurier (Europa)

Der gewaltige Saurier schob sich wie ein riesiger Schatten über die drei ??? Kids. „Just, pass auf!“, schrie Bob. „Er kommt genau auf dich zu.“ Doch die Warnung kam zu spät. Die Nachricht von der Entdeckung eines Saurierfriedhofs versetzt ganz Rocky Beach in helle Aufregung. Nur die drei ??? Kids behalten einen kühlen Kopf

Geister-Schocker (35) Untot (Romantruhe Audio)Geister-Schocker (35) Untot (Romantruhe Audio)

Herrin des Sees, ich rufe dich. Entsteige den Fluten und reiche mir deine Hand zur Versöhnung. Die Augen des am Boden knienden Ritters waren geschlossen. Er meditierte, versuchte geistigen Kontakt herzustellen. Doch die Herrin des Sees meldete sich nicht. Sie hielt sich zurück. Sir Galahad presste die Lippen fest zusammen. Innerlich schwand allmählich seine Hoffnung dahin. Den langen Weg, die ganzen Strapazen hatte der Ritter hinter sich gebracht, um diesen Ort zu erreichen. Nur Artus, sein Herr, wusste davon. Die anderen Mitglieder der Tafelrunde ahnten nichts von seinem Vorhaben. Davon ging er zumindest aus. Vor drei Jahren war Galahad von Camelot aus aufgebrochen, um den Sitz der Herrin des Sees ausfindig zu machen. Was sich dann in der Vergangenheit ereignete, hatte gewaltige Auswirkungen auf mein Leben, denn die Hölle öffnete ihre Tore. Mein Name ist Alan Demore – Ritter des Lichts!

Mit Jens Wendland, Till Hagen, Kristin Hesse u.v.a.

Geronimo Stilton - Camping in Mausikistan (Jumbo)Geronimo Stilton – Camping in Mausikistan (Jumbo)

Mein Großvater Wilhelm Grimmig war zurück bei den „Neuen Nager-Nachrichten“ und hatte sich offenbar vorgenommen, mir den letzten Nerv zu rauben. Er wollte einen Reiseführer über Mausikistan veröffentlichen, den kältesten, dunkelsten und einsamsten Ort auf der ganzen Mäuseinsel. Und ICH sollte ihn schreiben! Also packte er seinen käsegelben Campingwagen voll, und schon waren wir auf dem Weg. Und wie ihr wisst, liebe Leser, HASSE ICH REISEN!

Mit Robert Missler, Oliver Böttcher, Tanja Dohse, Dagmar Dreke, Stephanie Kirchberger, Christine Pappert

Jack Slaughter (18) Das Scheusal aus dem Meer (Folgenreich)Jack Slaughter (18) Das Scheusal aus dem Meer (Folgenreich)

Um Jack richtig schön auszutricksen, erschafft der Teufel ein furchtbares Kiemen-Monster, das ganz Jacksonville in Angst und Schrecken versetzt. Silverfish soll zusammen mit Professor Doom Jacks Lebenszeit verkürzen. Doch Silverfish steht mehr auf Frauen als auf die maskuline Tochter des Lichts. Als Jack und seine Freunde auf Fischfang gehen, haben sie keine Chance. Das Monster ist einfach zu mächtig und bringt Kim in seine Gewalt. Jack und Tony müssen sich etwas einfallen lassen. Die Uhr tickt!

Erzähler: Till Hagen
Rick Silver: Dennis Schmidt-Foss
Devon: Lars Peter Lueg
Lucy Lucifer: Lutz Mackensy
Grandma Abigail: Gisela Fritsch
Barbara Slaughter: Katharina Lopinski
John Slaughter: Engelbert von Nordhausen
Professor Doom: K.Dieter Klebsch
Flopper: Delphin Mitzi
Tony Bishop: David Nathan
Basil Creeper: Rainer Fritzsche
Jack Slaughter: Simon Jäger
Rose Parker: Marie Bierstedt
Bob: Andy Matern
Dr. Kim Novak: Arianne Borbach
Mr. Ming: Fang Yu

Jörg Juretzka - Das Schwein kam mit der Post (SWR 2007 / Sauerländer Audio 2013)Jörg Juretzka – Das Schwein kam mit der Post (SWR 2007 / Sauerländer Audio 2013)

Leo hat den letzten Schultag hinter sich. Zwei Wochen Ferien! Das heißt: Grundsätzlich bis mittags pennen, ungesundes Zeug essen, keinerlei körperliche Betätigung, mindestens drei Stunden täglich vor der Glotze. Aber eine Kiste macht Leo einen Strich durch die Rechnung. Sie steht im Flur und ist so groß wie eine Waschmaschine. Aus der Kiste riecht es. Wie bei einem Ausflug aufs Land, wenn man die Autoscheiben nicht schnell genug hochdreht. Und dann hört Leo ein schweinisches Grunzen. Das tibetanische Kleinschwein Agathe ist eine Leihgabe von Lieblingsonkel Ernst, der auf Weltreise ist. Aber was denkt der sich eigentlich? Leo stehen turbulente Tage bevor: Im Haus ist Tierhaltung streng verboten! In dieser Situation zeigt sich, was echte Freundschaft ist.

Mit Max Felder, Paul Faßnacht, Johanna Gastdorf u. v. a.

Lady Bedfort (60) und die 11 Geschworenen (Hörplanet)Lady Bedfort (60) und die 11 Geschworenen (Hörplanet)

Lady Bedfort ist völlig aus dem Häuschen, als sie der Crown Court in Exeter zur Geschworenen beruft. Andrew Clarkson soll den Spirituosenladen der Singhs überfallen und die Inhaberin kaltblütig ermordet haben. Die Faktenlage scheint eindeutig, nur Lady Bedfort hat noch Zweifel an der Schuld des jungen Mannes. Als es ihr nicht gelingt, die anderen Geschworenen auf ihre Seite zu ziehen, wendet sie sich trotz aller Verbote an Inspektor Miller. Er soll auf eigene Faust ermitteln und verhindern, dass ein Unschuldiger für viele Jahre hinter Gitter muss…

Mit Margot Rothweiler, Bert Franzke, Santiago Ziesmer u. v. a.

Lady Bedfort (61) und die dunklen Gewässer Teil 1 (Hörplanet)Lady Bedfort (61) und die dunklen Gewässer Teil 1 (Hörplanet)

Aruba, Panama, Barbados… Das sind nur einige Ziele der Schiffsreise, die Lady Bedfort und Tim in einem Kreuzworträtselwettbewerb gewonnen haben. Mitten in der Karibik ist es jedoch mit der Urlaubsstimmung vorbei, als plötzlich der alte Mister Fairbanks über Bord geht. Allem Anschein nach freiwillig, doch es verdichten sich die Hinweise, dass jemand nachgeholfen haben könnte. Vielleicht der Juwelendieb, dem Lady Bedfort auf der Spur ist und mit dem sie eine gefährliche Begegnung auf dem Unterdeck hat? Und noch eine weitere Begegnung steht der alten Dame bevor – und nach der wird nichts mehr so sein wie zuvor…

Als ganz besonderen Bonus enthält die Erstauflage der Folge 61 das gesamte Hörspiel -Nach Dem Frost- aus der Schmiede des Hörplanet kostenlos!

Mit Margot Rothweiler, Bert Franzke, Santiago Ziesmer u. v. a.

Larry Brent (6) Der Sarg des Vampirs (R&B Company)Larry Brent (6) Der Sarg des Vampirs (R&B Company)

Mein Name ist Larry Brent, ich bin Agent der PSA, der psychoanalytischen Spezial-Abteilung.
Ich befand mich in Spanien auf dem Anwesen des Herzogs de Avilla. Dieser hatte um Schutz gebeten.
X-RAY- 1 setzte daraufhin seinen besten Agenten auf den Fall an… Mich!
Sarkom, der Vampir war wieder zurückgekehrt und es hatte schon Opfer gegeben. Sollte es mir gelingen diesen Fall um die Legende des Sarkom zu lösen oder würde der Blutsauger die gesamte Familie des Herzogs auslöschen?

Larry Brent: Jaron Löwenberg
Iwan Kunaritschew: David Nathan
Morna Ulbrandson: Karen Schulz-Vobach
Chronist: Michael Harck
David Gallun: Jo Jung
Herzog de Avilla: Michael von Rospatt
Janina: Susan Zeller
Sanchos: Martin Sabel
Sarkom: Oliver Stritzel
Francesca: Denise Sibeneichler
Irene: Mareile Metzner
Señor Perez: Reent Reins
Fathos: David Russel
Wirt: Wolfgang Rositzka
Erzähler: Jo Jung

Pollution Police (5) Giftiges Spiel (Pollution Police e. V.)Pollution Police (5) Giftiges Spiel (Pollution Police e. V.)

Die drei Freunde Niklas, Linus und Melissa – Mitglieder der Pfadfindergruppe „Pollution Police“ – machen während einer Schnitzeljagd im Fürstenwald eine schreckliche Entdeckung: Hunderte Fische sind in einem See aus unerklärlichen Gründen einfach verendet. Als sich Waschbär Einstein, das treue Maskottchen der Clique, nach dem Verzehr eines Fisches plötzlich vor Schmerzen krümmt, bitten die Kids eine Tierärztin um Hilfe. Gemeinsam kommen sie einem Umweltskandal auf die Spur, in den ein großer Pharmakonzern verwickelt zu sein scheint. Bei ihren weiteren Nachforschungen geraten die kleinen Pfadfinder in tödliche Gefahr und sollen schließlich mitsamt einer Ladung Giftmüll im Wald „entsorgt“ werden.

Daniel Käser, Patrick Bartsch, Julia Fölster, Nina Vorbrodt, Daniel Buder, René Steinke, Lutz Mackensy, Thomas Friebe u.v.a.

Robert Louis Stevenson - Die Schatzinsel (NDR 1962 / Sauerländer Audio 2013)Robert Louis Stevenson – Die Schatzinsel (NDR 1962 / Sauerländer Audio 2013)

Der Junge Jim Hawkins, Sohn eines Gastwirts, gerät durch Zufall in den Besitz einer Schatzkarte des berühmten Piratenkapitäns Flint. Um seiner Armut zu entkommen, heuert er auf dem Schiff Hispaniola an und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise in die Südsee. Er ahnt jedoch nicht, dass nicht nur er auf der suche nach dem sagenhaften Gold ist!

Erzähler, Dr. Livesey: Georg Eilert
Jim Hawkins: Andreas von der Meden
Jims Vater: Reinhold Nietschmann
Jims Mutter: Anne-Mary Braun
Squire Trelawney: Erwin Linder
Billy Bones: Robert Meyn
John Silver: Joseph Offenbach
Pew, der Blinde: Herbert Steinmetz
Morgan: Uwe Friedrichsen
Kapitän Smollet: Herbert A. E. Böhme
Israel Hands: Benno Gellenbeck
Ben Gunn: Josef Dahmen
Matrosen: Harald Eggers, Erwin Laurenz, Vadim Glowna, Peter Wienecke, Werner Schumacher
u.a.

Nachträge Hörspielneuerscheinungen November und Dezember 2012

Blauer Planet (4) Aufbruch (Hanseklang)Blauer Planet (4) Aufbruch (Hanseklang)

„Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Von einem Mann aus dem Meer. Der kam, um eine Welt zu retten, dabei seine Kette verlor. Jeden Morgen, wenn die Dämmerung herauf zieht, schaue ich zum Horizont, wo die See am schönsten ist. Und warte.“

Khartum.
„Paikea Simon trat aus dem Zelt des Commanders und spürte den Dünenwind im Gesicht. Die Militäreinheit hatte das Camp innerhalb von 24 Stunden errichtet, nachdem die Nachricht über alle Kanäle der Welt gegangen war. Seit Wochen sah sich der Norden Afrikas einer Klimakatastrophe bisher unbekannten Ausmaßes ausgeliefert, als Schneestürme über die Sahara herein brachen und vom Atlantik bis zum Roten Meer den Sand unter ihrer weißen Decke erstickten. Doch dies war nicht der Grund, warum Spezialeinheiten der AESCU Allianz Stellung bezogen hatten. Paikea schaute nach Osten und sah den Schatten des gigantischen Waldes. Wo einst die Stadt Khartum gestanden hatte, ragten nun Eichen bis zu einer Höhe von fünfzig Metern in den Himmel, empor wuchernd aus einem undurchdringlichen Dickicht von Eiskristallen. Dort, im Herzen dieses Waldes, lag ihr Ziel.“

Hamburg.
„Hamburg. Sieben Uhr dreiundzwanzig am Morgen. Das Schanzenviertel glich einem Szenario der Apokalypse. Der Sturm hatte Schindeln von den Dächern gerissen, und die Regenwasser, die die Straßen fluteten, trugen eine Krone aus schmutzigem Schaum. Das Fenster des Tätowierstudios, vor dem sich Konstantin Hansen und Bene Eichdorn trafen, erstrahlte in Motiven märchenhafter Anderswelten, die das Ende aller Ordnung in orakelhafter Präzision zu bebildern schienen.“

Der Mahlstrom hat den Blauen Planeten erreicht.

Die Menschheit bricht auf.

Mit Anneke Kim Sarnau, Stephan Böhme, Katja Hoffmann, Sven Matthias, Ann-Cathrin Sudhoff, Marc Schülert, Simona Pahl, Ole Fischer, Fabian Harloff, Arne Peters, Christoph Stroink, René Spiegelberger, Gunter Kerber, Jule Katrin Burghardt, Wolfgang Berger, Markus Dentler, Lana Poppe, Aaron Lüß, Stefan Weißenburger, Heikedine Körting

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Juniordetektei Jammerthal (16) Der Heulende Höllenhund (JJ)Juniordetektei Jammerthal (16) Der Heulende Höllenhund (JJ)

Bei einem Preisausschreiben gewinnt Jost eine Reise auf eine griechische Insel für sich und seine Kollegen. Als Bernd unterwegs den mürrischen Milliardär Sarantakos vor dem Ertrinken rettet, ist es schon bald mit der Erholung vorbei und die Detektive müssen wieder einige harte Nüsse knacken. Denn wie kommt ein feuerspeiender, dreiköpfiger Hund an den Strand? Haben die sorglosen Pfälzer Gerd und Hannes etwas damit zu tun? Und wie ist Chester Goldsmith, der amerikanische Filmstar, in den Fall verwickelt? Rauschgift, eine Ferienromanze und ein Kindheitstrauma erschweren die Ermittlungen und nur einer unserer Helden bewahrt einen klaren Kopf.

Begleitet die Juniordetektei in ihrem Kampf gegen Dämonen und Betrüger!

Jost (10 Jahre zuvor): Oscar Hahn
Bernd (10 Jahre zuvor): Mika Hecking
Andy (10 Jahre zuvor): Cedric Kull
Albert Hitschler: Till Geiger
Jost Jammerthal: Tobias Graf-Carl
Andy Schockemöhle: Dominik M.
Bernd Drews: Marcus Müller
Trudel Jammerthal: Caroline Segebrecht
Gert: Niels Bencken
Hannes: Gerd Kornmann
Helene: Dana Friedrich
Makis Sarantakos: Aart Veeder
Chester Goldsmith: Hennes Bender
Mondenkind: Diana Amoroso
Reporterin: Patrizia Arnecke
Reporter 1: Dennis Jaworski
Reporter 2: Jan Hoffmann
Aufgeregter Italiener: Fabio Baboro

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Geister-Schocker (34) Der Fluch von Alcatraz (Romantruhe Audio)Geister-Schocker (34) Der Fluch von Alcatraz (Romantruhe Audio)

Als Glen Dearing, Phil Taylor und Jaden Collister der ungewöhnlichen Einladung der Firma Alcatraz Cruises zur Besichtigung der ausrangierten Gefängnisanlage „Alcatraz“ in San Francisco folgen, ahnen sie nicht, in welches teuflische Spiel sie geraten. Schon seit geraumer Zeit existieren Gerüchte über mysteriöse Vorgänge im stillgelegten Zellenblock D-14, der ehrfürchtig nur „The Hole“ genannt wird. Immer wieder soll es zu solchen Phänomenen gekommen sein. Doch was hat es damit auf sich, und warum erhielten diese drei Männer eine Einladung?

Mit Karen Schulz-Vobach, Marius Claren, Helmut Gauss, Thomas Petruo, Armin Jung, Nils Weyland

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Neue Hörspiele im Februar 2013

Astrid Lindgren - Die schönsten Abenteuer (Mio, mein Mio / Ronja Räubertochter / Brüder Löwenherz) (Oetinger Media)Astrid Lindgren – Die schönsten Abenteuer (Mio, mein Mio / Ronja Räubertochter / Brüder Löwenherz) (Oetinger Media)

Hier treffen drei der wundervollsten Lindgren-Geschichten aufeinander: Im „Land der Ferne“ wird Waisenjunge Bo zu Prinz Mio und führt im Kampf gegen das Böse endlich ein erfülltes Leben. Ronja trifft im Wald neben allerlei runzeligen Rumpelwichten auch auf den Nachbarsjungen Borka. Und Jonathan Löwenherz sieht in einer wundersamen Welt seinen geliebten Bruder wieder. Astrid Lindgrens Geschichten für „Große“ ab sieben Jahren gehören einfach in jedes Kinderzimmer.

Mit Markus von Bock, Katharina von Bock, Volker Lechtenbrink, Santiago Ziesmer, Andreas Faulstich, Regine Mahler, Tobias Pagel, Uwe Paulsen, Rolf Becker

Astrid Lindgren - Wir Kinder aus Bullerbü (Oetinger Media)Astrid Lindgren – Wir Kinder aus Bullerbü (Oetinger Media)

Nur drei Höfe gibt es in Bullerbü. Dort wohnen Lisa, Bosse, Lasse, Inga, Britta und Ole. Im Sommer fangen die Kinder Krebse und belauschen den Wassergeist. Und im Winter bauen sie Schneeburgen und fahren Schlitten um die Wette. Es ist eben nirgendwo so schön wie im geliebten kleinen Bullerbü! Das Hörspiel setzt die Buchvorlage liebevoll um: athmosphärisch, authentisch und warmherzig.

Mit Carla Sachse, Florentine Stein, Selina Böttcher, Lucas Ascacibar, Leon Seibel, Franz von Otting

Daphne du Maurier - Wenn die Gondeln Trauer tragen (Rerelease) (DAV)Daphne du Maurier – Wenn die Gondeln Trauer tragen (Rerelease) (DAV)

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer kleinen Tochter fahren John Baxter und seine Frau Laura nach Venedig, um Abstand zu gewinnen. Kaum angelangt, deuten jedoch mysteriöse Vorfälle und Zeichen darauf hin, dass der Albtraum noch lange nicht zu Ende ist: Ein ältliches schottisches Schwesternpaar behauptet, mit der Seele ihrer toten Tochter in Verbindung zu stehen. Sie prophezeien John ein schreckliches Unglück. In den verwinkelten Gassen der Stadt wird die Atmosphäre immer bedrückender, eine irrationale Bedrohung liegt in der Luft und als Laura abreist, nimmt die Katastrophe ihren Lauf.

Vorstellung auf hoerspieltipps.net:

Wer die Vorlage oder den gleichnamigen Film kennt, wird sich sicher zuerst fragen, wie es funktionieren soll, diese Geschichte in ein Hörspiel zu packen. Gerade dann noch, wenn man dies auch noch in einer Radiostunde erzählen will?!

Regina Ahrem hat sich dem Problem gestellt und man kann getrost sagen, dass sie dies sehr zufriedenstellend gelöst hat. Sie packt soviel in die recht kurze Spielzeit, dass man kaum den Eindruck hat, das hier Wesentliches auf der Strecke geblieben ist. Zugleich schafft sie es die düstere und getragene Atmosphäre zu schaffen, die dieses Werk so einzigartig macht.

Das gelingt, obwohl man die musikalische Untermalung nur recht spärlich einsetzt. Vielleicht hätte man den Kompositionen mehr Raum geben sollen, denn dort wo sie eingesetzt wurden, passen sie perfekt – ein Mehreinsatz hätte sicherlich das Hörspiel nicht überfrachtet, sondern vielleicht noch besser gemacht.

Bei den Sprechern lässt man wie zu erwarten nichts anbrennen. Hier setzt man auf viele bewährte Radiostimmen, die perfekt ihre Rollen transportieren.

Die Umsetzung des RBB fängt das Flair der Vorlage perfekt ein und schafft es, die Geschichte ohne große Verluste in eine Radiostunde zu packen. Meines Erachtens eines der besten Radiohörspiele des Jahres 2007 – eine erstklassige Inszenierung des RBB!

Mit Matthias Scherwenikas, Stefan Kurt, Sascha Icks, Christine Oesterlein, Carmen-Maja Antoni u.a.

Vorstellung im OhrCast (YouTube)

Die Olchis auf Geburtstagsreise - Gib mir 5! (Oetinger Media)Die Olchis auf Geburtstagsreise – Gib mir 5! (Oetinger Media)

Krötig guter Hörspaß! Die Olchis sind auf dem Weg quer durch Europa, denn Olchi-Papa hat Geburtstag. Unterwegs richtigen sie natürlich wieder jede Menge Chaos an. Starke Sonderausgabe zum Superpreis.

Mit Peter Kirchberger, Rainer Schmitt, Robert Missler, Eva Michaelis, Stephanie Kirchberger, Maritna Mank

Faust jr. ermittelt - Der erste Mensch (Igel Genius)Faust jr. ermittelt – Der erste Mensch (Igel Genius)

Wer war der erste Mensch? Was unterschied ihn vom Affen? Frank Faust interessiert sich brennend für diese existentiellen Fragen. Vor allem, als er ein Foto seines unbekannten Vaters findet. Wer ist sein direkter Vorfahr? Weiß sein Vater überhaupt, dass er sein Sohn ist? Fausts achter Fall wird zu einer Reise zu den eigenen Wurzeln und den Anfängen der Menschheit.

Mit Ingo Naujoks, Bodo Primus, Jochen Malmsheimer, Marie-Luise Marjan

Neue Punkte für das Sams - Gib mir 5! (Oetinger Media)Neue Punkte für das Sams – Gib mir 5! (Oetinger Media)

Ein Sams ohne Punkte? Ein bisschen bereut es Herr Taschenbier, dass er sich gewünscht hat, dass das Sams für immer bei ihm bleibt. Herr Taschenbier hat sich nämlich verliebt und das Sams bringt ihn mal wieder in verrückte Situationen. Auf einmal kommt alles durcheinander, mit den Punkten und mit den Wünschen. Doch das Sams wäre nicht das Sams, wenn es nicht versuchen würde, alles wieder in Ordnung zu bringen! Das lustige Sams-Abenteuer als preisgünstige Sonderausgabe.

Mit Regine Mahler, Klaus Jepsen, Peter Schiff, Uwe Paulsen

Pippi im Taka-Tuka-Land - Gib mir 5! (Oetinger Media)Pippi im Taka-Tuka-Land – Gib mir 5! (Oetinger Media)

Pippi kann es kaum erwarten! Kapitän Langstrumpf kommt mit der „Hoppetosse“, um seine Tochter mit auf die Taka-Tuka-Insel zu nehmen. Und weil Tommy und Annika etwas Luftveränderung gut gebrauchen können, erlaubt ihre Mama ihnen, Pippi zu begleiten. Damit beginnt für die drei ein aufregendes Abenteuer, bei dem sie auf fiese Piraten und echte Haie treffen! Fröhlich gestaltete Sonderausgabe zu einem tollen Preis.

Mit Peter Schiff, Michael Nowka, Richard Handwerk, Margarethe Schön, Peter Larsen

Pünktchen und Anton  - Gib mir 5! (Oetinger Media)Pünktchen und Anton – Gib mir 5! (Oetinger Media)

Pünktchen, eigentlich Luise, verkauft jeden Abend auf einer Brücke mitten in Berlin Streichhölzer. Natürlich ohne Wissen ihrer Eltern, Herrn und Frau Direktor Pogge, die mal wieder etwas anderes zu tun haben. Pünktchens Kindermädchen nimmt ihr alle Einnahmen ab, dabei würde das Mädchen mit dem Geld viel lieber ihrem Freund Anton und seiner Mutter helfen. Doch damit nicht genug: Bald geraten die Kinder in einen Kriminalfall, in dem das gemeine Kindermädchen eine größere Rolle zu spielen scheint. Der beliebte Klassiker als Sonderausgabe zum attraktiven Preis.

Mit Rudolf Siege, Karin Hardt, Antje Hagen

Star Wars - Erben des Imperiums (4) Die Schlacht um Sluis Van (Imaga)Star Wars – Erben des Imperiums (4) Die Schlacht um Sluis Van (Imaga)

Der teuflische Plan von Großadmiral Thrawn steht kurz vor seiner Vollendung. Noch während das Imperium die letzten Vorbereitungen für den Großangriff auf die Raumwerften von Sluis Van abschließt, müssen Han, Luke und Lando auf dem Planeten Myrkr gegen drei Schwadronen Sturmtruppen kämpfen. Es ist ein Rennen gegen die Zeit, das in einer dramatischen Schlacht zwischen Gut und Böse gipfeln wird.

Mit Hans-Georg Panczak, Wolfgang Pampel, Susanna Bonasewicz, Frank Glaubrecht, Hubertus Bengsch, Marion von Stengel, Thomas Nero Wolff, Erich Ludwig, Bernd Vollbrecht, Gerrit Schmidt-Foß, Oliver Strietzel, Martin May, Joachim Tennstedt, Joachim Kerzel

Starke Stücke - Bedrich Smetana - Die Moldau (Igel Genius)Starke Stücke – Bedrich Smetana – Die Moldau (Igel Genius)

Ein Fluss ist immer da und verändert sich doch ständig. Welche Erinnerungen führen seine Fluten mit sich? Dieses Hörspiel erzählt, wie der Komponist Bedrich Smetana Märchen seiner Heimat in einem berühmten Orchesterwerk zum Klingen bringt. Mit dabei: der Barde Lumir, der verfressene Tanzbär Tanec, gefährliche Rabenmänner, verliebte Nymphen und der lustige Bürgermeister Powidl.

Mit Stefan Wilkening, Hans Jürgern Stockerl u. a.

Starke Stücke - Johann Sebastian Bach - Das Wohltemperierte Klavier (Igel Genius)Starke Stücke – Johann Sebastian Bach – Das Wohltemperierte Klavier (Igel Genius)

Johann Sebastian Bach lässt sich aus dem Dienst der Kirchenmusik befreien, denn er ist unglücklich mit sich und seinem Leben. Eine musikalische Herausforderung ist das Nest Arnstadt, in dem er hockt, wahrlich nicht. So macht er sich auf den weiten Weg zu dem berühmten Klavier-Meister Buxtehude, hoch in den Norden und es beginnt ein spannendes Abenteuer.

Mit Stefan Wilkening u. a.

Sven Nordqvist - Findus zieht um (Oetinger Audio)Sven Nordqvist – Findus zieht um (Oetinger Audio)

Wenn Findus aufwacht, muss er einfach auf seinem Bett hüpfen. Um vier Uhr morgens findet Pettersson das aber irgendwie gar nicht lustig. Und so zieht Findus einfach in das alte Plumpsklo. Doch nachts ist es im Garten viel unheimlicher, als er dachte. Vielleicht ist es bei Pettersson doch schöner? Typisch Pettersson und Findus: Anrührend, charmant und urkomisch.

Mit Laura Maire, Jens Wawrczeck und Fred Maire

Team Undercover (6) Der unheimliche Clown (Contendo Media)Team Undercover (6) Der unheimliche Clown (Contendo Media)

Kinder berichten von einem unheimlichen Clown mit drei Augen, der nachts durch die Straßen von Rheinburg streifen soll. Doch niemand glaubt ihnen. Als Bens kleine Schwester Sarah überfallen wird, steckt das TEAM UNDERCOVER schon mitten in ihrem neuesten Fall! Aber wie geht man gegen etwas vor, das aus einem Albtraum zu kommen scheint?

Mit Patrick Mölleken, Max von der Groeben, Theresa Schulte, Lea Kiernan, Christoph Piasecki, Tatjana Auster, Hanno Friedrich, Oliver Böttcher, Sabine Schmidt-Kirchner, Klaus Dittmann, Julia Fölster, Luisa Wietzorek, Santiago Ziesmer, Nana Spier

Ein Fall für die Rosen (4) Das Geheimnis unter dem Eiffelturm (Winterzeit)Ein Fall für die Rosen (4) Das Geheimnis unter dem Eiffelturm (Winterzeit)

Der Tour Eiffel. Wahrzeichen der Metropole Paris. Touristenmagnet. Entworfen und erdacht von Gustave Eiffel zur Weltausstellung 1889. Oder doch nicht? Hat er die monumentale Stahlkonstruktion am Ende gar nicht selbst entworfen und geplant? Ein Konkurrent um die damalige Ausschreibung stirbt und hinterlässt ein merkwürdiges Testament in Form eines Rätseltextes. Eine wilde Jagd beginnt – ganz Paris ist auf den Beinen und trachtet danach, das Geheimnis zu lüften. Auch ein Prominenter aus London mischt mit – und versetzt Sophie in helle Aufruhr.

David Weyl, Bernd Vollbrecht, Bert Stevens, Melanie Hinze, Jennipher Antoni, Lukas Schust, Johannes Berenz, Till Hagen, Tom Jacobs, Petra Mott, Jens Wendland und Wolfgang Rositzka.

Geister-Schocker (36) Der Botschafter des Todes (Romantruhe Audio)Geister-Schocker (36) Der Botschafter des Todes (Romantruhe Audio)

Geister-Schocker-Hörspiel nach einem Roman von Bob Collins. Thomas Anterberry fühlt seinen Tod herannahen. Ihm bleibt gerade noch Zeit, seinen teuflischen Plan zu verwirklichen, bevor er seinen letzten Atemzug tut. Und dann beginnt eine Kette von unerklärlichen Ereignissen. Ein Mord geschieht – und der Mörder weiß nichts von seiner schrecklichen Tat. Kurz darauf findet man wieder einen Toten. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Allerdings haben die Kriminalbeamten einen Verdacht, an den sie selbst nicht so recht glauben wollen – Thomas Anterberry lebt, zumindest sein Geist scheint noch umzugehen

Mit Helmut Krauss, Wolfgang Bahro, Patrick Bach, Uve Teschner, Kirstin Schumann, Rene Dawn Claude, Tanja Fornaro, Dennis Schuster, Osina Jung, Wolfgang Jürgen

Geister-Schocker (37) - Der verfluchte Schatz (1/2) (Romantruhe Audio)Geister-Schocker (37) – Der verfluchte Schatz (1/2) (Romantruhe Audio)

Mit einem schmetternden Krachen schlug der waagerecht durch die Luft treibende Ast gegen die Windschutzscheibe des Kleinwagens. Der Sturm packte den Wagen, rüttelte ihn durch. Gleichzeitig rammte Bud Singleton den Fuß auf das Bremspedal, als er die Frau erblickte. Sie geriet für Sekunden in die Scheinwerferkegel, den Mund zu einem unhörbaren Schrei des Grauens aufgerissen, die Augen starr und riesengroß in dem bleichen Gesicht. Im nächsten Moment war sie in der Finsternis wieder verschwunden. So hatte er sich seine Ankunft auf Sherbrook Manor, dem verrufenen schottischen Geisterschloss, nicht vorgestellt. Doch dies sollte erst der Anfang einer Reihe von unerklärlichen Vorfällen sein, denn die Hölle hatte ihren Schlund geöffnet…

Mit Martin Sabel, Wolfgang Bahro, Osina Jung, Tanja Fornaro, Gordon Piedesack, Kirstin Schumann, Helmut Krauss, Karen Schulz Vobach

Star Wars - Erben des Imperiums (1-4) (Imaga)Star Wars – Erben des Imperiums (1-4) (Imaga)

Die komplette Thran-Quadrologie in einer Box

Mit Hans-Georg Panczak, Wolfgang Pampel, Susanna Bonasewicz, Frank Glaubrecht, Hubertus Bengsch, Marion von Stengel, Thomas Nero Wolff, Erich Ludwig, Bernd Vollbrecht, Gerrit Schmidt-Foß, Oliver Strietzel, Martin May, Joachim Tennstedt, Joachim Kerzel u. a.

Angelina Ballerina (3) Angelina und die Sprache der Musik (Europa)Angelina Ballerina (3) Angelina und die Sprache der Musik (Europa)

Angelina und ihre Freunde wollen das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ aufführen. In dem Stück erhält jede Figur ein spezielles Instrument als ‚Stimme‘. Als dann Fräulein Mimi wegen einer Kehlkopfentzündung leider nicht sprechen kann, nutzt sie diese tolle Idee und lässt die verschiedene Instrumente für sich sprechen…
…und drei weitere fantastische Tanz-Geschichten: Bühne frei für Alice und Angelina / Angelina hat eine Riesen-Idee / Angelina und das Team

Bob der Baumeister (38) Kratzer braucht Hilfe (Europa)Bob der Baumeister (38) Kratzer braucht Hilfe (Europa)

Zwei neue Hörspielgeschichten mit Bob und seinem lustigen Team der Baumaschinen:

An Ronnys Surf-Schule wird gebaut. Kratzer ist beeindruckt von Ronnys coolen Sprüchen. So cool wäre er auch gern. Als Ronny feststellt, dass er seine Ananas und das Muschelhorn bei Herrn Brauer vergessen hat, will Kratzer die Sachen schnell abholen. Bob schärft ihm ein, nach dem Weg zu fragen, falls er sich verfahren sollte – aber Kratzer findet das uncool…

Ein Sturm hat in Bauheim so gewütet, dass die Premiere von Olli Olivers Stück in Gefahr ist. Bob und sein Team fahren zum Theater, um die nötigen Reparaturen bis zum Abend zu erledigen. Knolle und Sprinti probieren das Pult aus, von dem aus man verschiedene Dekorationsteile in Bewegung bringen und auch Nebel zaubern kann…

Die Playmos (33) Piratenschlacht auf hoher See (Lübbe Audio)Die Playmos (33) Piratenschlacht auf hoher See (Lübbe Audio)

Emil, Liv, Sam und Captain Tolle landen auf dem Piratenschiff von Captain Barbarossa. Bei der Schlacht gegen Captain Piranha und seine Mannschaft bleibt den Playmos nichts anderes übrig, als sich mit Barbarossa zu verbünden. Mit Hilfe der Playmos kann der bärtige Pirat ein altes Rätsel lösen, welches zu einem der größten versunkenen Schätze führen soll. Als sie schließlich auf den Kanonensegler der Marine treffen, fliegen erneut die Enterhaken, rasseln erneut die Säbel…

Die Playmos (34) Prinzessinnen-Schloss (Lübbe Audio)Die Playmos (34) Prinzessinnen-Schloss (Lübbe Audio)

Liv ist begeistert: Die Playmos hat es ins Prinzessinnen-Schloss verschlagen! Dort steht der große Sommerball an, doch das Schloss ist ein einziges Chaos und Königin Feadora völlig verzweifelt. Die Freunde müssen gleichzeitig den großen Saal auf Vordermann bringen und der wilden Prinzessin Gwinnefer helfen, den netten Herzog Julip für sich zu gewinnen.Wenn nur nicht Gwinnefers gemeine Schwester Clandora ständig dazwischen funken würde …

Fünf Freunde (100) und das Gorillakind in Gefahr (Europa)Fünf Freunde (100) und das Gorillakind in Gefahr (Europa)

Bei einem Besuch in New Haven machen die Fünf Freunde eine ungewöhnliche Entdeckung: In einem Schiffscontainer sitzt ein junger Gorilla, und im Hafen weiß niemand, wo er hingehört. Kurz entschlossen nehmen die Fünf Freunde das Tier in ihre Obhut. Doch damit geraten sie selbst in Gefahr und schon bald in ein aufregendes Abenteuer.

Anlässlich des großen Jubiläums haben die Fünf Freunde eine bundesweite Schulaktion mit dem Titel ‚Stark für Gorillas‘ ins Leben gerufen: Schüler werden aufgerufen, alte Handys zu sammeln, denn so kann der beinhaltete Stoff Coltan recycelt und Gorillas indirekt geschützt werden. Die Aktion wird unterstützt von Hannes Jaenicke, der auch im Hörspiel mitspricht, und der Tierschutzorganisation Pro Wildlife.

Hanni und Nanni (40) helfen in Not (Europa)Hanni und Nanni (40) helfen in Not (Europa)

„Babysitten – wir? – Klar doch!“ Ohne mit der Wimper zu zucken, nehmen Hanni und Nanni die Herausforderung an, in Lindenhof auf die vierjährige Martha aufzupassen. Doch die anfängliche Euphorie wird schnell gebremst, als die Kleine ausgerechnet unter der Aufsicht der Zwillinge plötzlich spurlos verschwunden ist! Eines ist sicher: Den Schülerinnen stehen mal wieder aufregende Zeiten bevor!

In dieser Folge wird das Abenteuer der Zwillinge erstmals mit dem neuen Hanni und Nanni Titelsong eingeleitet. Gesungen wird der Song von Mara Kim Bäumlein und Katja Friedenberg (bekannt aus „The Voice of Germany“ Staffel 1).

Hexe Lilli (24) im Wunderland (Europa)Hexe Lilli (24) im Wunderland (Europa)

„Zawusch!“ – diesmal hat Lilli eine besonders „coole“ Idee, wohin ihr Hexensprung gehen soll. Sie schnappt sich eine Schneeflocke und zaubert sich zusammen mit ihrem frechen Flugdrachen Hektor in die eisigen Winterberge, wo der dunkle Fürst Pückler den armen Frühlingskönig gefangen hält. Wird es Hektor mit seinem Feueratem und Lilli mit ihrer Herzenswärme gelingen, die eisige Seele des kalten Herrschers zu erwärmen und den Frühling zu retten?

Hui Buh (18) Der Fluch der Geisterinsel (Europa)Hui Buh (18) Der Fluch der Geisterinsel (Europa)

Ein geheimnisvolles Gemälde, das König Julius auf dem Dachboden von Schloss Burgeck findet, verspukt die königliche Familie mitten in eine Seeschlacht. Sie geraten in die Gefangenschaft von Piraten und müssen sich gegen den gefährlichen Seeräuberkapitän Flint wehren. Gelingt es Hui Buh und seinen Freunden, den Fluch der Geisterinsel zu brechen? Eine Reise voller gespenstischer Abenteuer beginnt.

John Sinclair Classics (14) Dämonos (Lübbe Audio)John Sinclair Classics (14) Dämonos (Lübbe Audio)

Johns Kreuz ist verschwunden. Gestohlen! Von einem Mann namens Garry Santer. Auf der Jagd nach dem mächtigen Talisman stößt John Sinclair auf den Namen „Dämonos“. Ein Mensch? Ein Dämon? Nur eines ist gewiss: Dämonos sammelt Augen, als Teil eines mörderischen Rituals. Aber mit welchem Ziel? John Sinclair ermittelt – doch der einzige Informant, der ihm weiterhelfen könnte, treibt entsetzlich verstümmelt die Themse hinunter …

Mit Dietmar Wunder, Alexandra Lange u. a.

Kati und Azuro (4) Rätsel um Serafina (Europa)Kati und Azuro (4) Rätsel um Serafina (Europa)

Ein Spitzenspringpferd auf den Fasanenhof! Kati und Cleo sind begeistert von der Stute, die bei der Europameisterschaft starten soll. Doch dann geht bei den Qualifikationsturnieren plötzlich alles schief. Serafina macht Fehler im Parcour, wirkt auf einmal schwach und müde. Ist die Stute krank oder gestresst? Was steckt hinter dem mysteriösen Leistungseinbruch? Alle auf dem Fasanenhof zermartern sich die Köpfe, die Stimmung ist gereizt. Erst als Kati ihr Augenmerk wieder auf Azuro richtet, kommt ihr ein Verdacht. Ist Azuros Verhalten der Schlüssel zu dem Rätsel um Serafina?

Ritter Rost (15) Das Phantom (Europa)Ritter Rost (15) Das Phantom (Europa)

Ein dunkles Phantom geht um und macht Schrottland unsicher. Sogar die Räuber können nicht mehr in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen! Darum beauftragen sie den Ritter Rost, den Übeltäter zu jagen. Leider hat der Ritter aber selbst die größte Angst vor Phantomen, und so ist es ein großes Glück, dass Phantomjäger Jean-Jaques LeNoire auftaucht. Der ist so berühmt, dass ihn sogar König Bleifuß mit dem Schutz seiner Schatzkammer beauftragt – ob das gut geht?

Team Undercover (7) Doppeltes Spiel (Contendo Media)Team Undercover (7) Doppeltes Spiel (Contendo Media)

Beim Geocaching werden Eddie und Hannah Zeugen eines Autounfalls. Eine Katastrophe können sie zwar verhindern. Doch ihre Neugier droht den Freunden zum Verhängnis zu werden. Auch Ben und Sarah geraten ins Visier eines gefährlichen Gegners. Tief in den verschneiten Wäldern kommt es zu einer gnadenlosen Hetzjagd.

Mit Patrick Mölleken, Max von der Groeben, Theresa Schulte, Lea Kiernan, Claudia Urbschat-Mingues, Detlef Bierstedt, Eckart Dux u. v. a.

Teufelskicker (41) Rettet Blau-Gelb! (Europa)Teufelskicker (41) Rettet Blau-Gelb! (Europa)

Der Blau-Gelb-Sportplatz ist in Gefahr! Nach dem Willen des frisch gewählten Bürgermeisters soll der geliebte Rasen einem neuen Einkaufszentrum weichen. Die Teufelskicker werden sich künftig das VfB-Stadion mit Mark und seinen Mitspielern teilen müssen, wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Ist dies das Ende für den SV Blau-Gelb?

Thomas und seine Freunde (20) Das große BlumendurcheinanderThomas und seine Freunde (20) Das große Blumendurcheinander

Der Bahnhof von Knapford wird renoviert und alle Loks erledigen gutgelaunt ihre Aufträge. Nur Mavis macht auf Emily einen niedergeschlagenen Eindruck. Emily, die die Blumen für den renovierten Bahnhof von Knapford befördern soll, überlegt sich, wie sie Mavis aufheitern kann. Sie beschließt, ihr ein paar der Blumen in den Steinbruch zu bringen…

…und eine weitere Geschichte von der Insel Sodor: Tobys neue Pfeife

TKKG (181) Der vertauschte Koffer (Europa)TKKG (181) Der vertauschte Koffer (Europa)

Wenn jemand freiwillig auf eine Viertelmillion Euro verzichtet – dann muss er entweder verrückt sein, oder er hat etwas zu verbergen. Welche der beiden Möglichkeiten trifft auf die reizende, ältere Dame zu, die Klößchen im Zug kennengelernt hat? Warum will sie nicht zugeben, dass der Koffer mit dem Riesenbatzen Geld ihr gehört? Und was hat ihr Sohn mit der Sache zu tun? Tim, Karl, Klößchen und Gaby forschen nach – und begeben sich dabei in große Gefahr …

Geronimo Stilton - Pfoten weg, du Käsegesicht (Jumbo)Geronimo Stilton – Pfoten weg, du Käsegesicht (Jumbo)

Heiliger Käsekuchen, das war doch sonderbar! Ständig sollte ich Dinge gesagt oder getan haben, an die ich mich gar nicht erinnern konnte. Wurde ich langsam verrückt? Schon bald fand ich die Wahrheit heraus: Ein DOPPELGÄNGER trieb sein Unwesen und gab vor, ich zu sein! Und was noch schlimmer war: Er wollte die Neuen-Nager-Nachrichten in seine Pfoten kriegen! Ich musste dringend etwas unternehmen – aber was?

AMADEUS - Partitur 4 - Faustus (Hörplanet)AMADEUS – Partitur 4 – Faustus (Hörplanet)

Es waren die ersten Tage des Jahres 1782. Ich hatte eine Anstellung bei dem bekannten Anatomen Johann Marschall gefunden, dem ich bei chirurgischen Eingriffen zur Hand gehen sollte. Und ich hatte ein Auge auf seine liebreizende Tochter Franziska geworfen. Umso größer war mein Entsetzen, als Amadeus und ich den Doktor auf dessen eigenem Seziertisch auffanden. Tot – grausam ermordet und enthauptet… Während mich die Polizei als Verdächtigen in die Mangel nahm, stellte Amadeus auf eigene Faust Ermittlungen an. Dabei bekam er es nicht nur mit dem zwielichtigen Feuerfresser und seinem Marionettentheater zu tun, sondern auch mit einer Gruppe mit Sicheln bewaffneter Mönche, die sich an seine Fersen hefteten. Und um den Mörder zu fangen, ließ er sich schließlich auf einen teuflischen Pakt ein…

Mit Jürgen Kluckert, Tim Nauer, Kim Hasper, Michael Pan, Jürgen Thormann u. a.

Larry Brent (7) Der Wolfsmensch im Blutrausch (R&B Company)Larry Brent (7) Der Wolfsmensch im Blutrausch (R&B Company)

Eine mysteriöse Mordeserie führte uns nach Schweden, in die die Kleinstadt Fallun. Drei grausame Mordfälle mussten aufgeklärt werden. Sollte es sich wirklich um einen Wolfsmenschen handeln, hatten wir nur noch zwei Nächte Zeit, um den Fall aufzuklären. Es musste schnell gehen!
Morna Ulbrandson und ich versuchten dem Mörder eine Falle zu stellen. Der Plan scheiterte und X-GIRL-C geriet in Lebensgefahr!
Konnte ich meine Kollegin noch retten und den Blutrausch der Bestie stoppen?

Mit Jaron Löwenberg, Karen Schulz-Vobach, Helge Sidow, Nils Weyland, Denny Weller, Jo Jung, Michael Harck, Susan Zeller, Mareile Metzner, Uschi Hugo, Denise Siebeneichler, David Russel, Michael von Rospatt, Detlef Tams, Kaspar Eichel, Jo Jung, Wolfgang Rositzka

Point Whitmark (37) Das Moor der Vergangenen (Decision)Point Whitmark (37) Das Moor der Vergangenen (Decision)

Wer kann sagen, wie viele Menschen im Laufe der Jahrhunderte draußen in den Sümpfen versunken sind? Auf einem Ausflug in die Dead Man´s Marsh entkommt Derek nur mit Glück der kalten Umarmung des Morastes. Er schwört Stein und Bein, eine leibhaftige Moorleiche habe ihn mit sich in die Tiefe zerren wollen. Vor Einbruch der Nacht finden die Jungen Zuflucht in Minghella Hall, deren Besucher sich mysteriösen Behandlungen unterziehen. Besitzt die uralte Erde des Moores gar die Macht, den Tod zu überwinden? Erneut erscheint das namenlose Mädchen … und lockt Jay, Tom und Derek an den Ort, wo die längst Vergangenen auf ihre Rückkehr warten.

Offenbarung 23 (45) Rheingold (highscoremusic)Offenbarung 23 (45) Rheingold (highscoremusic)

Mit Hochgeschwindigkeit rast der historische TEE-Zug Rheingold am Ufer des deutschen Schicksalsflusses entlang. An Bord der Berliner Student Georg Brand. Doch zu spät erkennt dieser das düstere Geheimnis der alten Erste-Klasse-Waggons. Und schon ist er mittendrin in der turbulenten Jagd nach dem wahren Hort der Nibelungen, den einst der legendäre Erzschurke Hagen von Tronje in den Fluten von Gevatter Rhein versenkt haben soll!

Mit Xavier Naidoo, Helmut Krauss, Alexander Turrek, Marie Bierstedt, Peter Flechtner, Jaron Löwenberg, Till Hagen, Arianne Borbach, Jens Riewa, Eckart Dux, Jürgen Kluckert, Stefan Fredrich

Privatdetektiv Franz Musil - Schnee aus Kloten (CMV)Privatdetektiv Franz Musil – Schnee aus Kloten (CMV)

Franz Musil, frisch gebackener Privatdetektiv und Alleininhaber der Einmann-Detektei Musil & Musil in Zürich, kennt nichts, wenn ein Fall ihn ruft: Mit grenzenlosem Draufgängertum stürzt er sich in die Storys, selbst wenn es sich dabei nur um eingeschlagene Fensterscheiben handelt. Klar, dass bei derartigem Übereifer Dinge passieren, die besser nicht passieren würden, und die den bedauernswerten Musil alias Ueli Jäggi immer tiefer in den Sumpf reiten.

Mit Ueli Jäggi, Yves Raeber, Paul Lohr, Katharina Schneebeli, Andrea Gloggner u.a.

Das Hörspielprogramm im Radio im Februar 2013

(sh. unten)

Neues aus der freien Szene

Zombies in der Silvesternacht (hörspielprojekt)Zombies in der Silvesternacht (hörspielprojekt)

Die 80er Jahre. Die Zeit der Punks und der Popper, der Dauerwelle und der Föhnfrisur, der Leggins und der Jeans-Hemden war angebrochen. Aber es war auch die Zeit, als Zombies noch durch dunkle Gänge schlichen, langsam und behäbig und sich ihr Wortschatz auf das Grunzen und Gehirn beschränkte.

Eine Gruppe amerikanischer Teenager bricht am Silvesterabend übermütig in das medizinische Institut des Ortes ein und macht eine grauenhafte Entdeckung. Im Namen des Militärs wurden Experimente durchgeführt, die niemand je für möglich gehalten hätte.

Erzähler: Marc Schülert
Sophia Cilenti: Christiane Marx
Deedee: Jamie Leaves
Chris Cilenti: Paul Conrad
Melody: Dagmar Bittner
Herb: Andreas Hegewald
Dr. van Weyden: Christian Michalak
Tony Videira: David Riedel
Danny Sheridan: Falko Diekmann
Mr. Alexander: Tim Gössler
Minister Clawford: Markus Haacke
Miss Durden: Jessica von Haeseler
Police-Officer: Dennis Trust
Joe: Ronald Martin Beyer
Soldat: Sascha Kiss
Christopher: Jens Wenzel
Credits: Werner Wilkening

Vorstellung im OhrCast (YouTube)

Mukashi (1) Yaya, Neko-san und die Kranichfrau (Soundtales Productions)Mukashi (1) Yaya, Neko-san und die Kranichfrau (Soundtales Productions)

“Sprechene Katzen gibt es nicht!”
Das dachte Yaya, bevor sie eines Morgens von einem Kater namens Neko-san geweckt wird. Er behauptet, aus dem Märchenland ‚Mukashi Mukashi‘ zu kommen und ab sofort muss Yaya ihm helfen, in das richtige Märchen zurück zu finden.
Dieses Mal lernen Yaya und Neko-san den gutherzigen Wakashu und die geheimnisvolle Kranichfrau kennen.
Was hat sie wohl zu verbergen?

Lucia Sophie Frank, Robert Frank, Kerstin Raphahn, Philipp Gorges, Tabitha Neubauer, Karsten Kollmann, Stefan Naas

Vorstellung im OhrCast (YouTube)

Nightmares (2) In ewiger Finsternis (hörspielprojekt)Nightmares (2) In ewiger Finsternis (hörspielprojekt)

Vorstellung im OhrCast (YouTube)

Hastings & Grey - Zwischenfall 2 - Ein neues Leben (Soundtales Productions)Hastings & Grey – Zwischenfall 2 – Ein neues Leben (Soundtales Productions)

Hastings & Grey verabschieden das Jahr 2012 mit dem zweiten Zwischenfall: „Ein neues Leben“, einer Folge mit Schnee, Skiern und leckerem Fondue

Thomas Grey: Hirad Akbary
Ben Hastings: Maximilian Weigl
Derek: Philipp Gorges

Vorstellung im OhrCast (YouTube)


Das komplette Hörspiel-Radioprogramm im Februar 2013

890RTL
Freitag, 1. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


WDR 5
Freitag, 1. Februar 2013, 14:05

Märchentherapie
Teil 1

von Max Urlacher

Regie: Angeli Backhausen
Musik: Rainer Quade
WDR 2013
ca. 55 mIn.

Mit:
Marie-Luise Marjan, Yannick Reinhard, Kathrin Angerer, Daniel Wiemer, Arved Birnbaum, Jens Wawrczeck u. a.

Marie-Luise Marjan, Yannick Reinhard, Kathrin Angerer, Daniel Wiemer, Arved Birnbaum, Jens Wawrczeck; Bild: WDR / S. Anneck
Marie-Luise Marjan, Yannick Reinhard, Kathrin Angerer, Daniel Wiemer, Arved Birnbaum, Jens Wawrczeck; Bild: WDR / Sibylle Anneck

Im Therapiezentrum für sozial unverträgliche Märchenfiguren geht es zu, fast wie im richtigen Leben. Bei entsprechendem Therapieerfolg und guter Führung werden die geläuterten Hexen, Kinderfresser und Übeltäter auf Bewährung in die Menschenwelt geschickt. Das Rumpelstilzchen, den bösen Wolf und Schneewittchens böse Stiefmutter, die dunkle Königin, verschlägt es nach Köln – und das ausgerechnet zur Karnevalszeit. Gemeinsam mit Taxifahrer Micha und seinem Sohn Linus erleben sie hier ihr ganz eigenes Märchen.

Max Urlacher, geboren 1972, ist Schauspieler und Autor. Zuletzt erschien von ihm „Die Putzi Diaries“, die Geschichte einer Reise gemeinsam mit seiner Putzfrau entlang der Romantischen Straße. „Märchentherapie“ ist nach „Willy und das Meermädchen“ (wdr 2011) sein zweites Kinderhörspiel.


rbb-kulturradio
Freitag, 1. Februar 2013, 14:10

Fünf Versuche
Fünfter Versuch: Currywurst

von Cartin Lüb

rbb 2013
ca. 5 Min.

sh. 28. Januar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


nordwestradio
Freitag, 1. Februar 2013, 19:05

Abendstunde im Spätherbst
von Friedrich Dürrenmatt

Regie: Ernst Schönwiese
Musik: Otto Walter
ORF 1957
42 Min.

Prix Italia 1958

Mit:
Autor: Hanns Ernst Jäger
Besucher: Kurt Sowinetz
Sekretär: Fritz Holzer
Hoteldirektor: Willi Schumann

Bei dem mit dem Nobelpreis ausgezeichneten berühmten Schriftsteller Korbes erscheint ein Mann, der ihm nachweist, dass alle in Korbes‘ Büchern begangenen Morde von diesem selbst verübt worden seien; Korbes lehnt den Versuch einer Erpressung ab und weist darauf hin, dass die Leser in Ermangelung aller eigenen Abenteuer diese eben in der Literatur erleben wollen. Der Erpresser wird ein weiteres Opfer des Schriftstellers, der daraufhin ein neues Hörspiel, das eben gesendete, schreibt.

Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), Sohn eines protestantischen Pfarrers, studierte in Bern und Zürich Literatur, Philosophie und Naturwissenschaft. Den Wunsch, Zeichner und Maler zu werden, gab er zugunsten des Schreibens auf. Er arbeitete zunächst als Theaterkritiker, Kriminalautor, verfasste Sketche für das Kabarett und hatte dann erste größere Erfolge mit Theaterstücken und Hörspielen, die ihm zahlreiche Preise einbrachten.

Wer eine gute Geschichte erzählen kann, der braucht für deren Umsetzung nicht viel. Hier sind es (fast) nur zwei ordentliche Schauspieler, die die bekannte Geschichte um den Literaten Korbes hörbar machen.

Viel mehr ist auch nicht – Geräusche? Minimal. Musik? Keine – Trotzdem wird man in dieser dreiviertel Stunde gut unterhalten.

Wer es eher mal ruhig angehen lassen und dennoch gut unterhalten werden möchte, ist bei dieser hintersinnigen Geschichte genau richtig.


SRF 1
Freitag, 1. Februar 2013, 20:00

Der Bericht des Polizisten
von Georges Simenon

Bearbeitung: Uwe Schareck
Regie: Uwe Schareck
Musik: Tim Allhoff
WDR 2012
54 Min.

Mit:
Daniel Schüßler, Rudolf Kowalski, Ulrike Krumbiegel u. a.

Daniel Schüßler und Rudolf Kowalski; Bild: WDR/Sibylle Anneck
Daniel Schüßler und Rudolf Kowalski; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Nach einer stürmischen Nacht liegt ein Unbekannter bewusstlos und verletzt auf der Straße vor dem Hof der reichen Bauernfamilie Roy. Er scheint vom Fahrrad gestürzt zu sein. Vielleicht wurde er auch angefahren. Aber war es tatsächlich ein Unfall? In der Tasche des Verletzten findet sich ein Zettel mit der Adresse der Roys. Bäuerin Joséphine hat nichts Eiligeres zu tun, als ihn heimlich verschwinden zu lassen. Doch dabei wird sie von ihrem eifersüchtigen Ehemann und Wachtmeister Liberge ertappt. Liberge, der mit dem Fall beauftragt wurde, beginnt Joséphines Vergangenheit zu durchforsten und stößt in der hermetisch abgeschlossenen bäuerlichen Welt auf eine dunkle Familiengeschichte.

Georges Simenon (1903-1989) schrieb ein umfangreiches Werk von über 500 Titeln. Weltberühmt machte ihn sein „Kommissar Maigret“. Aber auch seine Non-Maigret- Romane wurden aufgrund ihrer feinen psychologischen Skizzen weltweit geschätzt.


SWR 2
Freitag, 1. Februar 2013, 22:03

Handgeschnitzte Särge
Teil 2

von Truman Capote

Bearbeitung: Horst H. Vollmer
Regie: Horst H. Vollmer
SDR 1982
53 Min.

Mit:
Peter Lieck, Herbert Fleischmann, Witta Pohl, Elisabeth Wiedemann, Friedrich Schutter, Ingeborg Engelmann, Hans-Helmut Dickow, Nina Danzeisen u.a.

Es gibt bislang sieben Opfer. Sie hatten nichts miteinander zu tun, und doch werden sie auf die gleiche kaltblütige Weise umgebracht. Allen gemeinsam ist, dass ihnen kleine, handgeschnitzte Särge zugeschickt wurden. Jake Pepper, der mit der Aufklärung dieser Fälle betraut ist, kann den Täter nicht aufhalten. Ein Besessener muss am Werk sein, und schon bald sind neue handgeschnitzte Särge unterwegs … Es ist eine gleichermaßen irrationale wie fesselnde Geschichte, die Truman Capote in der für ihn charakteristischen Mischung aus Tatsachenbericht und Fiktion erzählt.


rbb-kulturradio
Freitag, 1. Februar 2013, 22:04

Zwei Menschen endlich
von Marianne Zückler

Regie: Claudia Johanna Leist
WDR 2012
54 Min.

Radiotipp der Hörspielfreunde

Mit:
Johanna Gastdorf, Bernhard Schütz, Leyla Jafarian, Susanne Pätzold, Markus Scheumann u. a.

Bernhard Schütz und Johann Gastdorf; Bild: WDR / Sibylle Anneck

Bernhard Schütz und Johann Gastdorf; Bild: WDR / Sibylle Anneck

Jutta ist Journalistin, Anfang 50, erfolgreich und lebenslustig. An das leidige Thema „Älterwerden“ verschwendet sie kaum Gedanken. Bis sie eine Reportage darüber schreiben soll. Bei ihren Interviews stößt sie auf Sebastian, der unheilbar krank ist. Beide erkennen sich sofort wieder: Als junge Menschen in den 1980er-Jahren teilten sie gemeinsame Ideale und hatten viel mit ihrem Leben vor. Jutta beschließt spontan, ihre Reportage auf Sebastians Umgang mit dem nahen Tod und dem „Nicht mehr Älterwerden können“ zu fokussieren. Aber ihr Interesse ist nicht nur professionell. Ist es Liebe? Zwei Menschen haben sich gefunden – endlich. Auch Sebastian lebt wieder auf. Doch wie viel Zeit bleibt ihnen noch? Wie viel Zeit miteinander haben sie in der Vergangenheit verpasst? Und kann ihre gemeinsame Gegenwart diesen Fragen standhalten?

Marianne Zückler, geboren 1960, lebt als Autorin in Berlin.

Vorstellung
im OhrCast auf YouTube

Meine Wertung: + + + +


WDR 3
Freitag, 1. Februar 2013, 23:05

Maldoror, den alten Ozean grüßend
von Isidore D. Lautréamont

Bearbeitung: Heinz von Cramer
Regie: Heinz von Cramer
WDR 1982
67 Min.

Mit:
Maxence Mailfort, Franck Oger, Catherine Oudin, Phillys Roome, Jean Negroni, Jutta Graeb, Ingrid van Bergen, Daniel Kasztura, Rolf Becker, Peter Lieck

Heinz von Cramer; Bild: WDR Brigitte Friedrich
Heinz von Cramer; Bild: WDR Brigitte Friedrich

„Les chants de Maldoror – Die Gesänge des Maldoror“ von Lautréamont lagen lange unveröffentlicht im Keller von Lautréamonts Verleger, der das Buch, aus Angst vor dem Staatsanwalt, nicht ausliefern wollte.

Erst die Surrealisten haben es wiederentdeckt und an die Öffentlichkeit gebracht. Lautréamont besingt das Böse; das Schlüsselwort „Nacht“ bezeichnet hier mehr als eine Tageszeit. André Gide hat Lautréamont den „Schleusenmeister“ der Literatur von morgen genannt. Der Titel „Sprengmeister“ wäre wohl angebrachter.

Lautréamont (Isidore-Lucien Ducasse), 1846 in Montevideo geboren, erlebte als Kind und Jugendlicher die langwierige Belagerung der Stadt, den Hunger, die alltäglichen Gewalttätigkeiten. Am Ende seines Lebens ist er Zeuge der Pariser Commune. Er starb unbekannt mit 24 Jahren.


DLF
Samstag, 2. Februar 2013, 00:05

Der Blutstropfen
von Emilia Pardo Bazán

Bearbeitung: Edmund Steinberger
Regie: Edmund Steinberger
BR 1966
55 Min.

Mit:
Herbert Bötticher, Marlies Schoenau, Norbert Naegele, Georg Kostya, Christian Marschall, Alexander Malachovsky, Walter Ladengast, Wolfgang Dörich, Fritz Wilm Wallenborn, Christof Nel, Percy Adlon u.a.

Emilia Pardo Bazán hat mit ihren Werken wesentlich zum Spanischen Naturalismus beigetragen. Mit Der Blutstropfen folgte sie ihrer Leidenschaft für Verbrechen und das Mystische und schrieb einen der ersten Kriminalromane Spaniens. Ignacio Selva, angetrieben durch seine Leidenschaft für Krimis, beginnt als Detektiv tätig zu werden. Dabei muss er ein Verbrechen innerhalb seines Freundeskreises lösen, um seine eigene Unschuld beweisen zu können.

Emilia Pardo Bazán (1851-1921), spanische Schriftstellerin. Gedichte, Essays, Theaterstücke, Romane u.a. La Tribuna (1882), Los pazos de Ulloa (1886), La madre Naturaleza (1887).


105.5 Spreeradio
Samstag, 2. Februar 2013, 02:00

Die Hörspielreihe

Bekanntgabe des jeweilgen Hörspiels erfolgt unmittelbar vor der Ausstrahlung
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


OE 1
Samstag, 2. Februar 2013, 14:00

Kein Platz für Idioten
von Felix Mitterer

Regie: Franz Höbling
ORF 1976
50 Min.

Mit:
Albert Peychär, Felix Mitterer, Helmut Heidacher, Margit Hartmann, Helmut Maurer, Franz Paul Mattes u. v. a.

Der ehemalige Hufschmied Platzl-Hans nimmt einen geistig und körperlich behinderten Jungen zu sich, ein geschlagenes, verängstigtes, verwahrlostes Kind. Es stellt sich heraus, dass der «Mandl» nur scheinbar behindert ist. Elternhaus und Schule haben ihn zum Idioten gemacht.

Sobald sich aber jemand liebevoll um ihn kümmert, entwickelt sich der Bub. Er lernt lesen und schreiben, vieles «normalisiert» sich. Aber er ist bereits gezeichnet, hat den Stempel des Versagers, des Hilflosen auf der Stirn. Und als er in aller Unschuld einem Mädchen zu nahe kommt, wird er unbarmherzig aus der Dorfgemeinschaft entfernt, und in eine Anstalt eingewiesen.


WDR 3
Samstag, 2. Februar 2013, 15:05

Alfred C. Aus dem Leben eines Getreidehändlers
von Herrmann Bohlen

Regie: Judith Lorentz und Hermann Bohlen
DLR / hr 2012
57 Min.

Hörspielpreis der ARD 2012

Mit:
Harald Halgardt, Hans Kahlert, Bettina Kurth, Hermann Bohlen, Otto Sander, Matthias Matschke, Ingo Hülsmann, Gottfried von Einem, Hannes Stelzer, Edgar Bessen u.a.

Harald Halgardt; Bettina Kurt, Hermann Bohlen, Bild: Dradio / Sandro Most
Harald Halgardt; Bettina Kurt, Hermann Bohlen, Bild: Dradio / Sandro Most

Ein alter Getreidehändler wird zum Leben wiedererweckt. Alfred C. hat sein Leben lang alles gegeben, um dem Gemeinwesen zu dienen, hat mehrere hundert Millionen Mark gespendet, eine Naturpark-Bewegung ins Leben gerufen und Wochenende für Wochenende in der Lüneburger Heide Bonbonpapierchen gesammelt. Sein Bild findet sich auf allen Veröffentlichungen der Stiftung, die er gegründet hat, sein Name wird überall genannt. Aber wieso hört oder liest man nirgendwo einen Ausspruch von ihm, wieso ist nicht ein Trinkspruch übrig geblieben, wieso ist von seinen Schriften alles getilgt? Hermann Bohlen ist der Sache nachgegangen und hat dem Toten die Zunge gelöst.


WDR 5
Samstag, 2. Februar 2013, 17:05

Ein Schmarotzer weniger
von -ky

Regie: Albrecht Surkau
Musik: Thomas Preißler
WDR 1989
53 Min.

Mit:
Ballmann: Matthias Ponnier
Annette: Sabine Postel
Catzoa: Gottfried Mehlhorn
Lienhosp: Friedrich Karl Praetorius
Piepsi: Martin Semmelrogge
Modrawa: Bernhard Baier
Frau Mahlow: Gisela Keiner
sowie
Hans-Peter Thielen, Karlheinz Tafel, Katharina Palm, Franziska Grasshoff, Rudolf Jürgen Bartsch, Thomas Biehl, Reinhard Schulat, Angelika Steinborn, Uwe Diederich, Thomas Höhne; Josef Quadflieg, Gerd Mayen, Bernd Schmidt, Ludger Buhrmann, Walter Gontermann, Gregor Höppner, Ruth Schliefenbusch und Lilly Towska

Auf dem Sozialamt gerät das Gespräch zwischen Dieter Modrawa und seiner Sachbearbeiterin Anette Niehaus so außer Kontrolle, dass nur das beherzte Eingreifen des Amtsleiters die Beamtin vor ernsthaften Verletzungen bewahren kann. Doch Ballhaus hat mit dem Locher ein wenig zu fest zugeschlagen Modrawa ist tot. Panisch versuchen die beiden Kollegen, den Mord zu vertuschen. Aber die Leiche wird gefunden …

Krimis von -ky bestechen durch ihre besondere Art. Die Fälle, die oft im Verwaltungsmilieu spielen, sind genauso spröde, wie es erforderlich ist. Das ist kein Makel, sondern zeugt von einer besonderen Detailtiefe, die –ky eben besitzt und auch vermitteln kann.

Auch bei „Ein Schamrotzer weniger“ begibt sich der Autor in die Amtsstube und lässt diesen Krimi im Dunstkreis des Sozialamts spielen. Den Plot an sich kennt man auch aus anderen Krimis, unter anderem auch vom Autor selbst: Ein versehentlicher Mord wird zu vertuschen versucht, und dabei geraten die Protagonisten durch diverse Widrigkeiten immer mehr in die Zwickmühle.
Auch wenn der Grundsatz nicht originell ist, die Details sind es auf jeden Fall.

Richtiges Leben bekommt der Fall nicht zu geringem Teil durch die Sprecher. Sabine Postel und Matthias Ponnier überzeugen als Verzweiflungstäter ebenso, wie der Rest der sehr gut besetzten Riege. Ein Highlight ist sicherlich Martin Semmelrogge, der als „Piepsi“ nahezu eine Idealbesetzung ist.

Bei der Untermalung fällt die Musik aus der Feder Thomas Preißers auf. Das sehr gut passende Score ist zwar nur als Trenner zwischen einzelnen Szenen im Einsatz, kann aber hier die Pointen der einzelnen Szenen unterstreichen und zudem ein schönes Krimifeeling vermitteln.

„Ein Schmarotzer weniger“ ist ein typischer –ky-Krimi – im besten Sinne. Die bitterböse Geschichte kann ich jedem Krimifan nur ans Herz legen.

Meine Wertung: + + + + +


DLF
Samstag, 2. Februar 2013, 20:05

Alkestis
von Euripides

Bearbeitung: Walter Jens
Regie: Kurt Reiss
Musik: Hans Poser
NDR 1959
67 Min.

Mit:
Heinz Klevenow, Herbert A. E. Böhme, Joseph Offenbach, Marlene Rahn, Volker Lechtenbrink, Udo Wulff, Marianne Hoppe, Bernhard Minetti, Elisabeth Flickenschildt, Friedrich Domin, Richard Lauffen, Will Quadflieg, Anneliese Römer, Hermann Schomberg

Das Drama des Euripides wurde im Jahre 438 vor Christus zum ersten Mal aufgeführt und ist seitdem, von Hans Sachs bis Thornton Wilder, von Wieland bis Hofmannsthal, von Goethe, T.S. Eliot bis Walter Jens immer wieder bearbeitet worden.

„Die Alkestis ist ein Gleichnisspiel von der Liebe, die den Tod überwindet – einer Liebe unter Ehegatten, von denen sich einer opfert, damit der andere lebe. Der Mythos von der Frau, die ihr Leben hingibt ist uralt. Er verliert sich im Dunkeln der Sage. Erst Euripides hat die junge Liebende in eine reife Frau verwandelt, ihr Kinder gegeben und sie auf der Höhe ihres Lebens sterben lassen. Größer noch als die Legende erschien damit das Opfer, und das Mysterium der Liebe verwandelt sich in ein Hohelied ehelicher Treue.“ (Walter Jens)


NDR-Info
Samstag, 2. Februar 2013, 21:05

Der Russe aus Nizza
Teil 1

von Leif Davidsen

Bearbeitung: Sven Stricker
Regie: Sven Stricker
Musik: Jan-Peter Pflug
NDR 2009
42 Min.

Radio:Tipp

Mit:
Marcus Hoffmann: Fabian Busch
seine Frau: Katerina Poladjan
Vater: Felix von Manteuffel
Victor: Ulrich Gebauer
Sascha: Leve Kühl
sowie Anne Moll, Anne Weber, Sandra Borgmann, Anna-Maria Kuricová, u.a.

Marcus Hoffmann, ein erfolgreicher dänischer Geschäftsmann, scheint sein Leben im Griff zu haben, bis seine Frau Nathalie, eine Russin, ihn zu einer Kreuzfahrt auf der Wolga überredet. Die Reise von St. Petersburg nach Moskau beginnt vielversprechend, doch dann ist Nathalie auf einmal verschwunden. Obgleich er kein Russisch spricht, will Marcus die Geliebte selber suchen und findet sich konfrontiert mit einem Land, das von kriminellen Banden und der Mafia unterwandert und vom Krieg in Tschetschenien gezeichnet ist. Er wird ausgeraubt und zusammengeschlagen, schließt Freundschaft mit einem Straßenjungen und einem zwielichtigen Oligarchen und muss erkennen, wie wenig er von der Geliebten weiß. Sogar sein Vater, ein bekannter Schriftsteller mit Erfahrung im Geheimdienst, scheint über Natalies Geschichte besser informiert. Ein Thriller, der mitten ins neue Russland führt.

Leif Davidsen, 1950 in Otterup geboren, arbeitete 25 Jahre lang als Journalist, unter anderem als Korrespondent in Spanien und Moskau und als Nachrichten-Redakteur im Fernsehen, bis er sich 1999 als freier Schiftsteller in Kopenhagen niederließ. Für seine literarischen Arbeiten erhielt er zahlreiche Preise.

„Der Russe aus Nizza“ fand ich in der Buchvorlage etwas mühsam und nur wenig gefällig. Auch der Plot an sich wirkte konstruiert und so blieben letztlich auf der positiven Seite die gute Grundidee und die interessante Schilderung der Verknüpfungen zwischen Politik, Gesellschaft und Kriminalität in Russland. Sven Stricker gelingt es aber, die Geschichte so im Hörspiel zu erzählen, dass die kleinen formalen Schwächen – oder sagen wir besser Geschmacklichkeiten – etwas kaschiert werden. Er beschränkt sich gut auf das Wesentliche des Plots und erzählt diesen Entführungskrimi in einem stets adäquaten Tempo.

Ein weiterer großer Vorteil des Hörspiels ist, dass man den Figuren allein durch die Sprecher einen speziellen Charakter zuweisen kann. Hier hilft es insbesondere der Hauptrolle, dass Fabian Busch in der Lage ist, den etwas merkwürdigen Spagat zwischen dem erfolgreichen Geschäftsmann auf der einen, und dem hilflosen Opfer auf der anderen Seite, zu meistern. Ähnliche Probleme hat hier auch Leve Kühl, der den Wechsel vom Saulus zum Paulus deutlich glaubwürdiger wirken lässt, als es die Vorlage selbst hergibt. Auch die anderen Darsteller, von Felix von Manteuffel bis Anne Moll, sorgen dafür, dass die Geschichte gut belebt wird.

Bei der akustischen Ausgestaltung zeigt das Team um Sven Stricker, dass man auch hier in der Lage ist, dem Stoff eine Kulisse zu geben, die sowohl Handlungsorte, als auch das Tempo und die Spannungstiefe darzustellen, beziehungsweise zu unterstützen weiß. Grundlage sind auch hier wieder die tollen Scores, die Jan-Peter Pflug dem Stück beigesteuert hat.

Mit der Hörspielumsetzung von „Der Russe aus Nizza“ beweist man, dass man aus einer „nur“ soliden Vorlage, ein durchweg spannendes und interessantes Hörspiel machen kann. Die Beteiligten setzen die richtigen Akzente und sorgen so für für beste Thrillerunterhaltung.

Meine Wertung: + + + +


WDR 5
Samstag, 2. Februar 2013, 23:05

Ein Schmarotzer weniger
von -ky

WDR 1989
53 Min.

sh. 2. Februar 2013, 17:05 Uhr, WDR 5


mdr-figaro
Sonntag, 3. Februar 2013, 07:05

Die Kinder des Kapitän Grant
von Jules Verne

Bearbeitung: Kurt Vethake
Regie: Kurt Vethake
DSB 1991
54 Min.

Cover

Mit:
Peter Schiff, Eberhard Krug, Heinz Rabe, Monika Ogerek, Santiago Ziesmer u. a.

Der 13-jährige Robert Grant und seine drei Jahre ältere Schwester Mary sind fassungslos: Eine Flaschenpost, die im Magen eines harpunierten Hammerhais gefunden wurde, enthielt Dokumente, die die Hoffnung nähren, dass ihr totgesagter Vater – der Kapitän Grant – womöglich noch am Leben sein könnte. Sollte der kühne schottische Kapitän Grant den Untergang seines Dreimasters – der »Britania« – wider alles Erwarten überlebt haben? Wo mag er sich jetzt befinden? Das in Englisch und Französisch abgefasste Papier in der Flasche ist nur lückenhaft zu entziffern… Dennoch setzt eine Suchexpedition alles daran, ihn zu finden. Für Robert und Mary, die mit an Bord gehen, knüpfen sich alle Hoffnungen an diese abenteuerliche Reise, denn seit dem Tode ihrer Mutter leben die Geschwister ein trostloses Leben als Waisenkinder.

Als Jule Verne diese Geschichte aufschrieb, war er Ende Dreißig. Wie halbwüchsige Kinder empfinden und wofür sie sich entflammen können – das hatte der 1828 geborene phantasiebegabte Erzähler auch als erwachsener Schriftsteller noch parat.


SRF 3
Sonntag, 3. Februar 2013, 11:10

Philip Maloney
von Roger Graf

NN
ca. 30 Min.

Die Bekanntgabe, welche Folge aus den „haarsträubenden Abenteuern des Philip Maloney“ gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm


SRF 1
Sonntag, 3. Februar 2013, 14:00

La Boutique Teil 5
von Francis Durbridge

Bearbeitung: Hans Hausmann
Regie: Hans Hausmann
Musik: Hans Moeckel
DRS 1968
ca. 40 Min.

Mit:
René Deltgen, Hans-Helmut Dickow, Gerti Wiedner, Günter Erich, Maximilian Wolters, Anne-Marie Blanc, Mac Bachmann, Elmar Schulte, Sibylle Brunner, Jürgen Czielsa, Sigrid Hausmann, Michael Arco, Getrud von Bastineller, Maria-Magdalena Thiesing, Giovanni Früh

Im Londoner Modesalon «La Boutique» geschieht ein Mord. Ein geheimnisvoller Gürtel aus eben diesem Modegeschäft spielt dabei eine entscheidende Rolle. Er wird in der Manteltasche des Mordopfers gefunden: Einen ähnlichen Gürtel hat man auch bei einem bekannten Popsänger entdeckt. Und Robert Bristol, Chef-Inspektor bei Scotland Yard, muss zum ersten Mal ein Verbrechen aufklären, in das seine eigenen Geschwister und Verwandten verwickelt sind.

Francis Durbridge (1912 – 1998) war 30 Jahre lang bei der BBC als Hörspiel-Autor tätig. Mit seinem Hobbydetektiv Paul Temple schaffte er 1938 den internationalen Durchbruch. Im deutschsprachigen Europa wurde Durbridge vor allem bekannt mit den Fernseh-Strassenfegern «Das Halstuch» und «Melissa».


DLR Kultur
Sonntag, 3. Februar 2013, 14:05

Johnny Hübner greift ein
von Hartmut El Kurdi

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Musik: Frank Merfort
DLR 2006
48 Min.

Cover

Mit:
Johnny Hübner: Jürgen Holtz
Kapitän Braunbart: Harry Rowohlt
Olga: Carla Hagemann
Baumann: Hans Teuscher
Giovanni: Axel Wandtke
Jan-Pelz: Hartmut El Kurdi
Braunbarts singende Mama: Gundula Ulbrich
Piraten- und Geschichtenretter-Ritualchor: Herbert Sand, Lars Eidinger, Steffen Scheumann

Stellen Sie sich vor: Eine abenteuerhungrige Leseratte rutscht direkt – und im wahrsten Sinne – in eine Geschichte. Das kann gefährlich werden, lebensgefährlich, dann gibt’s nur noch einen, der helfen kann: Johnny Hübner vom ‚Mobilen-Geschichten-Rettungs-Einsatzkommando‘. Olga ist, rums, mitten auf einem Piratenschiff und schaut Käpt’n Braunbart ins einäugige Gesicht. Wäre nicht eine zu kapernde Kogge aufgetaucht, hätte Braunbart, der Schrecken aller Meere, sie sofort über Bord geschmissen. Olga flüchtet in die Kombüse zum Smutje. In allerletzter Minute holt Johnny Hübner sie zurück.

Dieses Hörspiel wurde mit Lobeshymnen überhäuft. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Leider konnten diese nicht ganz erfüllt werden, denn die Geschichte lebt hauptsächlich von der Idee, dass der Leser in seine Geschichte physisch eintaucht. Das ist nicht wirklich neu und originell. ——Was die Geschichte sonst zu bieten hat, ist zwar sehr ansprechend, reißt aber die Wertung nicht mehr deutlich nach oben.——Ein echter Hinhörer ist natürlich Harry Rowohlt als mürrischer Pirat, aber auch die anderen Sprecher können sich wirklich hören lassen – in diesem Punkt gibt es wirklich nichts zu kritisieren.———Insgesamt eine nette Geschichte, die allerdings etwas origineller hätte ausfallen dürfen, um ihrem guten Ruf gerecht zu werden.

Meine Wertung: + + +


hr 2
Sonntag, 3. Februar 2013, 14:05

Errötende Mörder
von Brigitte Kronauer

Bearbeitung: Hans Gerd Krogmann
Regie: Hans Gerd Krogmann
NDR 2008
74 Min.

Mit:
Ingo Hülsmann, Christian Redl, Gerd Baltus u. a.

Eine ausgelassene Greisengesellschaft ist auf einer Ausflugsfahrt zu den Rapsfeldern auf Fehmarn. Sven Strör, ein in Lederkluft gekleideter und vor Virilität strotzender jüngerer Mann, hat sich, in der Annahme, es handele sich um einen Linienbus, in die fidele Runde verirrt. Er will sein neues Motorrad abholen. Außerdem ist er frisch verliebt. Die schrulligen Alten machen Andeutungen, lächeln weise über seine der Jugend geschuldete Überheblichkeit. Strör fühlt sich wie im falschen Film und altert – ohne es zu bemerken – wie im Zeitraffer mit. Am Ende erwartet den Newcomer in der wissenden Runde Gevatter Tod.

Schwarzhumorig, satirisch überzeichnet und dabei höchst unterhaltsam behandelt die Schriftstellerin in ihrem Roman (2007) die ebenso brisante wie aktuelle Thematik einer alternden Gesellschaft.


BR 2
Sonntag, 3. Februar 2013, 15:00

Zorro – Der Fluch von Capistrano
Teil 2

von Johnston McCulley

Bearbeitung: Helmut Peschina und Peter Michel Ladiges
Regie: Peter Michel Ladiges
Musik: Anatol Regnier
BR 1999
55 Min.

Mit:
Matthias Ponnier
Morgens von Gadow
Ingeborg Schöner
Muriel Baumeister
Ulrich Noethen
Wolfgang Menadi
, Michael Maertens
u. v. a.

Zorro, der Schrecken aller tyrannischen Gesetzeshüter, korrupten Beamten und ausbeuterischen Grossgrundbesitzer, der Held aller Geknechteten, ist wieder unterwegs!

Wer kennt ihn nicht, den wilden Reiter mit dem flatternden Umhang und der schwarzen Maske, vor dessen Degen seine Feinde erzittern? Aber wer steckt wirklich hinter dem Rächer der Unterdrücker, der sich vor nichts und niemandem fürchtet und der das Herz der bildhübschen Lolita in bedingungsloser Liebe zum Brennen bringt? El Zorro – der als «Markenzeichen» bei seinen Gegnern ein mit dem Degen geritztes Z hinterlässt.

Die Geschichte spielt in Kalifornien zu Beginn des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der spanischen Kolonialherrschaft. Als der ehemalige Reporter Johnston McCulley im Sommer 1919, in einem fünfteiligen Groschenroman, die Figur «Zorro» schuf, ahnte er nicht, dass damit eine der populärsten Abenteuerfiguren geboren wurde.

Vorstellung im OhrCast auf YouTube

Meine Wertung: + + +


slangradio
Sonntag, 3. Februar 2013, 17:00

Hörspiele für Kinder
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SR 2
Sonntag, 3. Februar 2013, 17:04

Alfred C. Aus dem Leben eines Getreidehändlers
von Herrmann Bohlen

Regie: Judith Lorentz und Hermann Bohlen
DLR / hr 2012
57 Min.

Hörspielpreis der ARD 2012

Mit:
Harald Halgardt, Hans Kahlert, Bettina Kurth, Hermann Bohlen, Otto Sander, Matthias Matschke, Ingo Hülsmann, Gottfried von Einem, Hannes Stelzer, Edgar Bessen u.a.

Harald Halgardt; Bettina Kurt, Hermann Bohlen, Bild: Dradio / Sandro Most
Harald Halgardt; Bettina Kurt, Hermann Bohlen, Bild: Dradio / Sandro Most

Ein alter Getreidehändler wird zum Leben wiedererweckt. Alfred C. hat sein Leben lang alles gegeben, um dem Gemeinwesen zu dienen, hat mehrere hundert Millionen Mark gespendet, eine Naturpark-Bewegung ins Leben gerufen und Wochenende für Wochenende in der Lüneburger Heide Bonbonpapierchen gesammelt. Sein Bild findet sich auf allen Veröffentlichungen der Stiftung, die er gegründet hat, sein Name wird überall genannt. Aber wieso hört oder liest man nirgendwo einen Ausspruch von ihm, wieso ist nicht ein Trinkspruch übrig geblieben, wieso ist von seinen Schriften alles getilgt? Hermann Bohlen ist der Sache nachgegangen und hat dem Toten die Zunge gelöst.


Stadtfilter
Sonntag, 3. Februar 2013, 17:30

Hörspiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


mdr-figaro
Sonntag, 3. Februar 2013, 18:00

Die Klette
von -ky

Regie: Otto Düben
SWF 1985
58 Min.

Mit:
Christian Brükckmann, Reinhild Solf, Susanne Uhlen, Felix von Manteuffel, Walter Renneisen und Friedrich Briesemeister

An seinem 40. Geburtstag zieht Hans Ulrich Lachmund die Bilanz seines Lebens – sie fällt überwiegend positiv aus. Kein Wunder, hat er es doch schließlich zu etwas gebracht! Examen mit Auszeichnung; Promotion zum Dr. jur.; einige Jahre lang Leiter einer Justizvollzugsanstalt, dann Professor für Zivil- und Strafrecht an der Hochschule für öffentliche Verwaltung. Und dabei fühlt er sich durchaus noch nicht am Ende seiner Karriere. Er strebt die Präsidentschaft der Hochschule an, vielleicht sogar ein Abgeordneten-Mandat oder die Stellung eines Staatssekretärs im Justizministerium. Obendrein ist er glücklich verheiratet und Vater zweier Kinder. Eine rundum geordnete, erfolgreiche, ja man möchte sagen: glückliche Existenz. Und dann wird er, ausgerechnet an seinem Geburtstag, auch noch zum Lebensretter! Im letzten Moment kann er ein lebensmüdes junges Mädchen, das sich vor einen Zug werfen wollte, packen und zurückziehen. Leider hat diese selbstverständliche Tat für ihn unerwartete Folgen. Die Gerettete erweist sich als außerordentlich anhänglich. „Wer ein Leben rettet, ist für dieses ein Leben lang verantwortlich,“ sagt ein chinesisches Sprichwort.


SWR 2
Sonntag, 3. Februar 2013, 18:20

Die Lehrerin
von Laila Stieler

Bearbeitung: Judith Lorentz und Juliane Schmidt
Regie: Judith Lorentz
rbb 2012
54 Min.

Mit:
Andrea Liepnitz: Christina Große—Katja: Anna Böttcher—Weininger: Devid Striesow—Conny: Catherin Stoyan—Frau Mohn: Nele Rosetz—Anja Schade: Claudia Eisinger—Herr Kaiser: Jaecki Schwarz—Ärztin: Lena Stolze—Psychologe: Winfried Hochholdinger—u.v.a.

Christina Große spricht die Rolle der Andrea Liepnitz; Bild: rbb/Gregor Baron
Christina Große spricht die Rolle der Andrea Liepnitz; Bild: rbb/Gregor Baron

Eigentlich hatte Andrea Liepnitz, Fachlehrerin für Biologie und Chemie, längst den Schuldienst quittieren wollen. Sie ist seit 20 Jahren Lehrerin. Sie fühlt sich ausge-brannt. Sie kann nicht mehr. Es gibt vielleicht nur eine Person, die sie zurückhalten könnte, ihre Freundin und Kollegin Katja Schäfer. Es ist der erste Schultag nach den großen Ferien. Im allgemeinen Chaos tauschen Andrea und Katja die erste Stunde. Der Unterricht beginnt, doch plötzlich fallen Schüsse. Ein Schüler der 8. Klasse zielt auf seine Mitschüler und auf seine Lehrerin Katja Schäfer. Sie wird lebensgefährlich verletzt und fällt in ein Koma. Ob sie je wieder daraus erwacht, ist ungewiß. Zurück bleiben verstörte und verängstigte Schüler, ein fassungsloses Kollegium und Andrea Liepnitz, selbst tief traumatisiert. Für alle stellt sich die Frage: Wie umgehen mit ei-nem solchen Erlebnis? Wie weitermachen? Wie soll man überhaupt weiter unterrich-ten? Und wozu? Andrea Liepnitz soll fürs erste die Schüler der 8. Klasse überneh-men. 25 traumatisierte Kinder. Für sie und ihre Schüler beginnt eine Bewährungs-probe.

Laia Stieler, geboren 1965, ist Drehbuchauorin, Dramaurgin und Producern. Sie drehte Filmemit Regisseuren wie Andreas Dresen (u. a. „Die Poizistin“), Dagmar Hiz („Mein Mann seine Geliebte und ich“), Maria Schrader („Liebesleben“) und Dors Dörrie („Die Friseuse“). Sie erhielt zahlreiche Preise, u. a. 2000 den Fernsehpreis der Deutschen Akademe der Dar-sellenden Künste undden Adolf-GrimmePreis für „Die Polizstin“.


DLR Kultur
Sonntag, 3. Februar 2013, 18:30

Dichten in Fahrtrichtung
oder
Leckermänner

von Ginka Steinwachs

Regie: Götz Naleppa
Musik: Natascha Nikeprelevic
DLR / RB 2012
76 Min.

Mit:
Natascha Nikeprelevic, Martin Engler, Ginka Steinwachs

Götz Naleppa, Ginka Steinwachs; Bild: DLR / Jonas Maron
Götz Naleppa, Ginka Steinwachs; Bild: DLR / Jonas Maron

»meine männer sind viele. mehr als einer. sie werden auf der strasse herangezoomt. kamera des blicks. manchmal, nicht immer, gelingt es, im aussen auch deren inneres zu erfassen. dann gewinnt der text röntgenblick. meine männer sind blind, kahl, fett. klingt das nach lecker? doch wohl nicht. sie fallen als leckerbissen für mein schriftmaul zunächst auch darum nicht auf, weil sie besonders positiv, sondern bloss, weil sie anders sind. sie sind a n d e r s & stellen ihr anderssein gegen eine angepasste & jeansgesellschaft auch mehr oder minder bewusst zur schau. das gilt jedenfalls für jack, den blinden sticker-mann, und für paul, den kahlvioletten vertreter der marke x-trax. und für die fette dragqueen wim –schallplatte auf dem kopf, darauf die rote bommel – wie sie am ende mehr dragking ist. ein er also.« (Ginka Steinwachs)


WDR 5
Sonntag, 3. Februar 2013, 19:30

Stuarts Cape
Teil 5

von Sara Pennyacker

Bearbeitung: Ulla Illerhaus
Regie: Christoph Pragua
Musik: Matthias Hornschuh
WDR 2011
ca. 10 Min.

Stuart ist mit seiner Familie nach Punbury gezogen und muss in eine neue Schule gehen. Dass seine wertvolle Sammlung – der Arm einer Schaufensterpuppe, eine Ofentür, ein vertrockneter Weihnachtsbaum, eine Klobrille mit Sprung, eine Schachtel mit verbogenen Kleiderbügeln und ein Gebiss – beim Umzug im Müll gelandet ist, war ja schon schlimm genug. Aber noch schlimmer ist die Sorge: Was, wenn keiner sein Freund sein will? Was soll man außerdem tun, gegen Langeweile? Stuart findet die Lösung. Aus 100 Krawatten und einer lila Socke bastelt er sich ein Cape. Und diese Cape ist magisch!


Radio Corax
Sonntag, 3. Februar 2013, 20:00

Freispiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


NDR-Info
Sonntag, 3. Februar 2013, 21:05

Die Lehrerin
von Laila Stieler

rbb 2012
54 Min.

sh. 3. Februar 2013, 18:20 Uhr, SWR 2


890RTL
Sonntag, 3. Februar 2013, 22:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


DRadio
Montag, 4. Februar 2013, 00:05

Sacht bescheid, denn com…ic!
Kantomias rettet die Welt
Teil1
Der Angriff der Klonkrüger

von P. R. Kantate, Robert Ohm, Paul Plamper

Regie: Paul Plamper
Musik: P
EIG / DLR / SWR 2004
53 Min.

Hörspiel des Monats September 2004

Mit:
P. R. Kantate, Andreas Schmidt, Kathrin Angerer u. v. a.

Die Mitglieder des Country e.V. Berlin haben nur ein Ziel: Deutsch-Country den ganzen Tag. Ihre religiösen Erweckungs-Erlebnisse hatten sie mit Kenny Rogers und Truck Stop. Diese Cowboystiefelträger arbeiten erbarmungslos an der Hybridisierung aller Musikstile mit Countryeinflüssen.

Wird es Kantomias gelingen, hier mal ordentlich Staub zu saugen? Und wer sind überhaupt die Klonkrüger? Die Welt schreit nach einem Superhelden, einer muss dafür herhalten: Kantomias!

Paul Plamper, geboren 1972, Regisseur und Hörspielmacher. 2009 Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Ruhe 1“ (WDR/Museum Ludwig 2008).

P.R. Kantate, geboren 1974, Sänger, Texter, Entertainer. Sommerhit 2003 mit „Görli, Görli“.

Robert Ohm, geboren 1975, Songwriter, Produzent („Görli, Görli“) und Komponist für Theaterprojekte.“

Wer nur Hörspiele von Paul Plamper der jüngeren Vergangenheit kennt, wird vielleicht über „Kantomias“ etwas erstaunt sein. Sehr skurril geht es in diesem Hörcomic schon zu, aber die Qualität schimmert deutlich durch die Schrägheit hindurch. Sicherlich ist das mit dem Humor immer so eine Sache, gerade wenn man den Boden des Massenkompatiblen etwas verlässt. Auch hier ist der Witz sehr speziell und wird so nicht unbedingt einen Großteil der Hörer erreichen. Wer sich aber auf diesem Niveau einfinden kann, der wird eine sehr vergnügliche und nachhaltige Radiostunde erleben.

Meine Wertung: + + + +


SRF 1
Montag, 4. Februar 2013, 14:00

Der Ketzer von Aussersihl
von Manfred Schwarz

Regie: Hans Jedlitschka
DRS 1986
50 Min.

Mit:
Charlotte Joss, Peter Kner, Walter Hess

Es gibt Menschen, die man immer wieder in die Gegenwart holen muss, da sie Massstab dessen sind, was die Gesellschaft vermag – oder eben nicht. Einer dieser Menschen ist sicher Fritz Brupbacher. In einer Biografie steht: geboren 30. Juni 1874, gestorben 1. Januar 1945, Zürich, Arzt und Anarchist. Anarchist ja, wenn Anarchie für eine Lebenshaltung steht, deren Grundpfeiler freiheitliches Denken und hundertprozentiges Engagement für eine bessere Welt bedeutet.

Fritz Brupbacher liess sich nie in eine Ideologie einbinden, er war und blieb, trotz allem sozialen Engagement, zeitlebens ein Unabhängiger – und ein Utopist, der bis zuletzt glaubte, dass, wenn die negativen Auswüchse einer selbstgerechten Funktionärskaste eliminiert werden könnten, die Arbeiterbewegung Modell und Motor einer neuen Gesellschaft sein würde.

Brupbachers Vater, den er einmal als «personifizierten Kleinbürger» bezeichnete, führte ein Hotel, an der Bahnhofstrasse notabene. Seine Mutter entstammte einer aufgeklärten, dem Liberalismus verpflichteten Familie, so dass der kleine Fritz in der Bibliothek seines Grossvaters die ersten Anregungen erhielt, die seinen ungewöhnlichen Lebensweg prägten. Manfred Schwarz, selber sozial engagierter Autor, zeichnet diesen Weg in seiner Hörspiel-Reportage nach.


DLR Kultur
Montag, 4. Februar 2013, 21:33

Drei Bagnaresi
von Hans Siebe

Regie: Horst Liepach
Rundfunk der DDR 1981
47 Min.

Mit:
Hans-Joachim Hanisch, Klaus Bamberg, Ulrich Voss, Werner Troegner, Doris Abeßer u.v.a.

Eine Kleinstadt in der DDR, Ende der 70er-Jahre: Im Zirkus „Hansa“ läuft gerade die Nachmittagsvorstellung. Direktor Glaubtreu muss das Programm umstellen, denn Bärendompteur Kardos kann ohne seine Partnerin nicht auftreten. Linda, mit der er auch verheiratet ist, war mit dem Auto unterwegs und ist noch nicht zurück. Panne oder Unfall?

Zur selben Zeit ereignet sich auf der Transitautobahn ein schwerer Unfall. Kurz vor der Grenze Marienborn fährt ein Fiat mit zwei italienischen Artisten auf einen LKW auf. Signore Bagnaresi stirbt, seine Frau überlebt schwer verletzt. Es gibt jedoch Zweifel an ihrer Identität.

Ein Hörspiel des Rundfunks der DDR, in dem der Fluchtversuch eines DDR-Bürgers in den Westen mit tragikomischen Mitteln gestaltet wurde.

Hans Siebe (1919-2001) hat sich als Autor vorwiegend der Kriminalliteratur gewidmet. Verfasste Romane und Erzählungen sowie Fernsehdrehbücher („Polizeiruf 110“). Für den Rundfunk der DDR hat er über 40 Hörspiele geschrieben.


mdr-figaro
Montag, 4. Februar 2013, 22:00

Der Reigen
von Arthur Schnitzler

Regie: John Olden

Mit:
Heli Servi, Lotte Ledl, Peter Weck, Christiane Hörbiger, Fred Liewehr, Elfriede Ott, Wolch Albach-Retty, Wolfgang Gasser, Helmuth Lohner, Susi Nicoletti, Hans Hagen

In zehn frech-frivolen, melancholischen Dialogen zwischen Personen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten läßt Schnitzler seine Figuren das aussprechen, was sie vor und nach der intimen Umarmung bewegt. Geheuchelte und echt empfundene Gefühle, Banalitäten, Sentimentalitäten und Brutalitäten. Das zweimalige Auftreten jeder Figur verkettet die Szenen: Die Dirne lockt den Soldaten zu sich heran, der danach zu dem Stubenmädchen geht, welches seinerseits heimliche Schäferstündchen mit dem jungen Herrn unterhält, dessen Verhältnis eine luxuriöse Frau ist, deren Ehegatte sich heimlich mit dem „süßen Mädel“ trifft, welches einem Dichter angehört, der sich andererseits einer Schauspielerin widmet, die wiederum einen Grafen verführt, um ihn dann, im Morgendämmern schließlich, an die Dirne weiterzureichen. Im letzten Paar schließt sich der Reigen.

Arthur Schnitzler (1862-1931), als Sohn eines Medizin-Professors in Wien geboren, praktizierte nach dem Medizinstudium selbst als Arzt, bevor er sich ausschließlich seinen literarischen Arbeiten widmete. Sein erster Theatererfolg gelang ihm mit „Liebelei“, uraufgeführt 1895 am Wiener Burgtheater. Als Arthur Schnitzler im Winter 1896/97 den „Reigen“ schrieb, glaubte er nicht an eine baldige Aufführung. Seinen Privatdruck versah er mit dem Vermerk: „Ein Erscheinen der nachfolgenden Szenen ist vorläufig ausgeschlossen.“ Rund 20 Jahre später wurde das Stück von Max Reinhardt im Berliner Kleinen Schauspielhaus uraufgeführt. Die Folge war ein berühmter Skandalprozess, bei dem bereits „kulturpolitische“ Argumente des Dritten Reichs anklangen. Die Produktion des NDR war die erste Rundfunkaufführung des Stücks überhaupt.


nordwestradio
Montag, 4. Februar 2013, 22:05

Abendstunde im Spätherbst
von Friedrich Dürrenmatt

Regie: Ernst Schönwiese
Musik: Otto Walter
ORF 1957
42 Min.

Prix Italia 1958

Mit:
Autor: Hanns Ernst Jäger
Besucher: Kurt Sowinetz
Sekretär: Fritz Holzer
Hoteldirektor: Willi Schumann

Bei dem mit dem Nobelpreis ausgezeichneten berühmten Schriftsteller Korbes erscheint ein Mann, der ihm nachweist, dass alle in Korbes‘ Büchern begangenen Morde von diesem selbst verübt worden seien; Korbes lehnt den Versuch einer Erpressung ab und weist darauf hin, dass die Leser in Ermangelung aller eigenen Abenteuer diese eben in der Literatur erleben wollen. Der Erpresser wird ein weiteres Opfer des Schriftstellers, der daraufhin ein neues Hörspiel, das eben gesendete, schreibt.

Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), Sohn eines protestantischen Pfarrers, studierte in Bern und Zürich Literatur, Philosophie und Naturwissenschaft. Den Wunsch, Zeichner und Maler zu werden, gab er zugunsten des Schreibens auf. Er arbeitete zunächst als Theaterkritiker, Kriminalautor, verfasste Sketche für das Kabarett und hatte dann erste größere Erfolge mit Theaterstücken und Hörspielen, die ihm zahlreiche Preise einbrachten.

Wer eine gute Geschichte erzählen kann, der braucht für deren Umsetzung nicht viel. Hier sind es (fast) nur zwei ordentliche Schauspieler, die die bekannte Geschichte um den Literaten Korbes hörbar machen.

Viel mehr ist auch nicht – Geräusche? Minimal. Musik? Keine – Trotzdem wird man in dieser dreiviertel Stunde gut unterhalten.

Wer es eher mal ruhig angehen lassen und dennoch gut unterhalten werden möchte, ist bei dieser hintersinnigen Geschichte genau richtig.


SRF 1
Montag, 4. Februar 2013, 23:00

Schreckmümpfeli: Es ist angerichtet
von Renato Salvi

DRS 2006
10 Min.


WDR 3
Montag, 4. Februar 2013, 23:05

Riot Girls
von Sabine Bernardi und Annette Blaschke

Regie: Leonhard Koppelmann
WDR 2009
53 Min.

„I want to be the girl with the most cake“, grölte Courtney Love 1994 in „Doll Parts“. Klar wollten sie und die anderen selbst ernannten „Riot Girls“ auch ein Stück vom großen Showbusiness-Kuchen abhaben. Voll aggro war das – aber irgendwie auch nur Show. Längst vergessen. Denn heute regieren die echten Riot Girls das urbane Tagesgeschehen. Kratzen, beißen, Haare ziepen – das war gestern. Heute wird geprügelt, getreten, gekifft und flashgemobbt, und das am liebsten im Team mit den besten Freundinnen.

In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der jugendlichen Gewalttäterinnen in Deutschland mehr als verdoppelt. Jede fünfte Körperverletzung bei Jugendlichen geht laut Kriminalstatistik auf das Konto eines Mädchens. Wer Glück hat, landet per Gerichtsbeschluss irgendwann im Anti-Aggressivitäts-Training und lernt dort, dass frau das Stück Kuchen auch anders bekommen kann. Wer Pech hat, macht weiter bis zur Strafmündigkeit.

Annette Blaschke, Jahrgang 1974, volontierte beim SFB in Berlin. Danach freie Autorin mit Schwerpunkt Popkultur und Gesellschaft. Im WDR wurde zuletzt ihr Feature „Warum mein Vater Madonna von der Wand riss“ (DKultur 2006) gesendet. Seit 2006 arbeitet sie als Redakteurin bei WDR 3.

Riot Girls sind längst keine Randerscheinung mehr, die nur selten und in irgendwelchen trüben Gebieten Deutschlands auftreten. Insofern kann die Produktion diesbezüglich nicht viel Neues erzählen. Man stellt sich zwar hier umfassend dem Thema, wirklich darüber hinaus Überraschendes kann man allerdings nur denjenigen Hörern bieten, die – wie auch immer – bislang an diesem Thema vorbeigeschrammt sind.

Insofern konnte mich diese Produktion nur als Bestandsaufnahme überzeugen – das große Aha-Erlebnis blieb leider aus.

Meine Wertung: +


890RTL
Dienstag, 5. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SWR 2
Dienstag, 5. Februar 2013, 19:20

Schifoan
von Jan Decker

Regie: Iris Drögekamp
SWR 2013
ca. 40 Min.

Nichts ist mehr so wie es mal war in Sankt Ganghart im schönen Tirol. Der Klimawandel hat den Schnee vertrieben und die Engländer die Russen. Jetzt wird mit schwedischen Schneekanonen beschneit und die Engländer randalieren besoffen auf der Piste und fahren den Sohn vom Bürgermeister zusammen. Dabei ist der der einzige, der schwedische Bedienungsanleitungen lesen kann. Aber das hilft ihm gar nichts, weil er nämlich verletzt durch den Tiefschnee robbt, während es langsam und unerbittlich dunkel wird.


WDR 5
Dienstag, 5. Februar 2013, 20:05

Eis
Teil 2

von James Follett

Regie: Heinz Dieter Köhler
Musik: Matthias Thurow
WDR 1988
ca. 40 Min.

Mit:
Josef Tratnik, Matthias Ponnier, Susanne Tremper, Michael Prelle, Hansjoachim Krietsch u. a.

In einem geophysikalischen Labor in der Antarktis wird ein ungewöhnliches Beben registriert. Der Forscher Glyn Sherwood hat den Verdacht, dass es dadurch zu einer weiteren Naturkatastrophe gekommen sein könnte: Seiner Meinung nach hat sich ein riesiges Eisstück vom Südpol gelöst. Da ihm der Chef der Beobachtungsstation nicht glauben will, begibt Sherwood sich mit zwei Kollegen heimlich auf eine Expedition zur fraglichen Stelle. Sie entdecken eine riesige neue Bucht, doch von dem Eisberg ist nichts zu sehen. Erst auf der Schiffsreise nach Hause finden die Wissenschaftler zufällig den Beweis: Ihr Schiff kollidiert nur einen Segeltag von Kapstadt entfernt mit dem Eisberg und kentert. Die Medien sind zunächst begeistert von diesem neuen ‚weißen Atlantis‘. Doch nach einiger Zeit erkennt man die Bedrohung: Die Eisinsel von der Größe Grönlands bewegt sich auf das amerikanische Festland zu. Manhattan ist in Gefahr ­ eine Kollision würde katastrophale Auswirkungen haben. In einem verzweifelten Großeinsatz werden zivile und militärische Schiffe zur Kurskorrektur der überdimensionalen Eisscholle eingesetzt, aber der Erfolg bleibt bis zur letzten Minute ungewiss.

James Follett, geboren 1939 im englischen Tollworth, arbeitete bis 1976 als Schreibkraft beim britischen Verteidigungsministerium, ehe er sich ganz der Schriftstellerei widmete. Er schrieb über 20 Romane (zuletzt ‚Return of the Eagles‘, 2004), mehre

Das Thema und die Produktion wirken ein bisschen dünn geraten. Die Geschichte hat zwar grundsätzlich viel Spannung, die aber größtenteils von der Produktion nicht vermittelt werden kann. Etwa zu unspektakulär geht es hier zur Sache. Sicherlich hat das Hörspiel zwanzig Jahre auf dem Rücken, aber der Produktionsstandard hätte auch damals schon deutlich mehr möglich gemacht. Die Geschichte schreit gerade zu danach, sie mit Sound zu füllen. Die trockene Art passt leider rein gar nicht zum Inhalt.

Schade, die Story bietet sich wirklich für einen spannenden Zweiteiler an, leider lässt man dieses Potential zu ungenutzt. Man kann sich zwar an den guten Sprechern und der guten Geschichte erfreuen, aber hier wäre deutlich mehr möglich gewesen.

Meine Wertung: +


DLF
Dienstag, 5. Februar 2013, 20:10

Und dann
von Wolfram Höll

Regie: Cordula Dickmeiß
Musik: Tilman Ehrhorn
DLR 2012
39 Min.

Mit:
Fabian Busch, Florian Lukas u. a.

Das Kind zählt die Plattenbauten, die Steine am Spielplatz, die Stockwerke und Klingelknöpfe. Immer fehlt etwas und nichts kann das Verlorene zurückholen.——Hölls „und dann“ ist ein traurig zarter Text über das Erinnern an eine ferne Zeit des Übergangs von einem System ins andere, immer am gleichen Ort: den Plattenbauten am Rande der Stadt. Ein Text über den Verlust. Tastend, langsam, in Wortreihungen entsteht ein Erinnerungsraum, eine akustische Projektion.——Deutschlandradio Kultur wählte „und dann“ beim „Stückemarkt‘ des Berliner Theatertreffens 2012 zum besten „Theatertext als Hörspiel“. ca. 57 Min. Wolfram Höll, 1986 in Leipzig geboren, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut Biel, lebt heute in Bern. Schreibt und inszeniert Theaterstücke. Für „und dann“ erhielt er den erstmals vergebenen Nachwuchspreis beim Heidelberger Stückemarkt 2012.

James Follett, geboren 1939 im englischen Tollworth, arbeitete bis 1976 als Schreibkraft beim britischen Verteidigungsministerium, ehe er sich ganz der Schriftstellerei widmete. Er schrieb über 20 Romane (zuletzt ‚Return of the Eagles‘, 2004), mehre

Das Thema und die Produktion wirken ein bisschen dünn geraten. Die Geschichte hat zwar grundsätzlich viel Spannung, die aber größtenteils von der Produktion nicht vermittelt werden kann. Etwa zu unspektakulär geht es hier zur Sache. Sicherlich hat das Hörspiel zwanzig Jahre auf dem Rücken, aber der Produktionsstandard hätte auch damals schon deutlich mehr möglich gemacht. Die Geschichte schreit gerade zu danach, sie mit Sound zu füllen. Die trockene Art passt leider rein gar nicht zum Inhalt.

Schade, die Story bietet sich wirklich für einen spannenden Zweiteiler an, leider lässt man dieses Potential zu ungenutzt. Man kann sich zwar an den guten Sprechern und der guten Geschichte erfreuen, aber hier wäre deutlich mehr möglich gewesen.

Meine Wertung: +


OE 1
Dienstag, 5. Februar 2013, 21:00

Käfergräber
von Thmoas Arzt

Regie: Andreas Jungwirth
ORF 2013
ca. 60 Min.

Mit:
Daniel Straeßer, Dorothee Hartinger, Markus Hering und Marlena Keil

Er zählt ohne Frage zu den Shootingstars der jungen, deutschsprachigen Theaterszene.

Sein im Wiener Schauspielhaus uraufgeführtes Stück „Grillenparz“ entwickelte sich zum Dauerbrenner, zwei der Schauspieler, Franziska Hackl und Max Mayer, wurden jeweils mit einem „Nestroy“ ausgezeichnet. 2012 gewann Thomas Arzt mit seinem Stück „Alpenvorland“ überdies den Heidelberger Stückemarkt. Nun hat der 1983 in Schlierbach geborene Oberösterreicher sein erstes Hörspiel geschrieben: „Käfergräber“. Wie schon in seinen Theaterstücken verleugnet Thomas Arzt auch in dieser Arbeit sein Interesse an den dunklen Seiten des Landlebens nicht. Tito, ein offenbar verkrüppeltes Wesen, verlässt seine Familie und zieht sich in den Wald zurück. Während seine Schwestern nach ihm suchen, verwächst Tito zunehmend mit der Natur und geht allmählich in einen anderen Aggregatzustand über.

In einer hochmusikalischen Sprache, ebenso rural wie artifiziell, legt Thomas Arzt das Mythische und Archaische seiner Figuren frei. Die Grenze zwischen Mensch und Natur verwischt sich, verschwindet, verrottet – um gerade dadurch scharf und klar sichtbar zu werden.


SWR 2
Dienstag, 5. Februar 2013, 23:03

Dialoge zur Anthropologie
von Jan Jelinek

Regie: Jan Jelinek
Musik: Jan Jelinek
SWR 2013
ca. 54 Min.

Als 1971 der Tasaday-Stamm erstmalig ins Licht der Öffentlichkeit trat, glich dies einer weltweiten Sensation: Manuel Elizade, exzentrischer Millionärssohn und Kopf der Philippines Presidential Assistance on National Minorities (PANAMIN), verkündete die Entdeckung einer in Höhlen lebenden Gruppe von »Steinzeitmenschen« in einer bis dato unerforschten Region des philippinischen Regenwalds. Die Presse sprach von einer anthropologischen Jahrhundertentdeckung. Und als wenige Monate später die Zeitschrift National Geographic eine Titelgeschichte über die Tasaday veröffentlichte, wurde diese Ausgabe zur meistverkauften in der Geschichte des Blattes. Das Interesse war groß, doch PANAMIN, von nun an offizieller Protektionist der Tasaday, folgte dem launigen Reglement Elizades: Prominente, wie etwa Charles Lindbergh, Gina Lollobrigida und John Rockefeller IV, wurden spektakulär via Helikoptershuttle zu den Höhlenbewohnern geflogen, dem Großteil der Journalisten oder gar ernsthaften Wissenschaftlern blieb der Zutritt jedoch verwehrt. Die Aufdeckung des Schwindels sollte 1986 folgen: Nach dem Sturz der Marcos-Diktatur unternahm der Anthropologe Oswald Iten eine unautorisierte Expedition zu den Tasaday. Was er fand, waren verwaiste Höhlen. Die Stammesmitglieder, einst noch mit nichts als einem Lilienblatt bekleidet, posierten in Jeans und T-Shirt auf dem regionalen Wochenmarkt. Die Anthropologie als ernstzunehmende Wissenschaft befand sich in der Krise … Dialoge zur Anthropologie oszilliert zwischen Hörspiel und Hörstück. Den narrativen Rahmen bildet die Geschichte der Entdeckung der Tasaday, sowie die Geschichte des darauf folgenden Anthropologenstreits. Kaleidoskop gleich werden Textbruchstücke und Zitate eingeblendet, welche sich jedoch in ihrer Abfolge einer stringenten Narration entziehen. Die Textcollage spiegelt die Vielstimmigkeit der damaligen Rezeption wider, bleibt abstrakt. Ausgangsmaterial hierzu sind Tonbandaufzeichnungen von Gesprächen der Tasaday, welche von dem Linguisten Lawrence A. Reid in Lautschrift transkribiert und in die englische Sprache übersetzt worden sind. Reids Textdokumente werden spekulativ nachinszeniert, von diversen Text-To-Speech Programmen gesprochen, jedoch nicht in der englischen Übersetzung, sondern in der zuerst verfassten Lautschrift. Auch das im Hintergrund rauschende Dschungelszenario bleibt spekulativ und synthetisch. Klandestin ist die Lebenswelt der Tasaday. Sie entzieht sich dem romantisch- idealisierten, authentischen Naturparadies. Wind ist kein Wind, Vogelgesang kein Vogelgesang: Alles bleibt spekulativ und ist Synthese.


DLR Kultur
Mittwoch, 6. Februar 2013, 00:05

Kurzstrecke 10

mit

Später
von Heike Fröhlich und Krister Schuchardt

Manche sagen, ich hätte Ähnlichkeit mit einem Meerschweinchen
von Christine Kewitz

Iota Mikro
von Aurelie Liermann
von Div.

DLR 2013
55 min.


890RTL
Mittwoch, 6. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SRF 2 Kultur
Mittwoch, 6. Februar 2013, 20:00

Alfred C. Aus dem Leben eines Getreidehändlers
von Herrmann Bohlen

Regie: Judith Lorentz und Hermann Bohlen
DLR / hr 2012
57 Min.

Hörspielpreis der ARD 2012

Mit:
Harald Halgardt, Hans Kahlert, Bettina Kurth, Hermann Bohlen, Otto Sander, Matthias Matschke, Ingo Hülsmann, Gottfried von Einem, Hannes Stelzer, Edgar Bessen u.a.

Harald Halgardt; Bettina Kurt, Hermann Bohlen, Bild: Dradio / Sandro Most
Harald Halgardt; Bettina Kurt, Hermann Bohlen, Bild: Dradio / Sandro Most

Ein alter Getreidehändler wird zum Leben wiedererweckt. Alfred C. hat sein Leben lang alles gegeben, um dem Gemeinwesen zu dienen, hat mehrere hundert Millionen Mark gespendet, eine Naturpark-Bewegung ins Leben gerufen und Wochenende für Wochenende in der Lüneburger Heide Bonbonpapierchen gesammelt. Sein Bild findet sich auf allen Veröffentlichungen der Stiftung, die er gegründet hat, sein Name wird überall genannt. Aber wieso hört oder liest man nirgendwo einen Ausspruch von ihm, wieso ist nicht ein Trinkspruch übrig geblieben, wieso ist von seinen Schriften alles getilgt? Hermann Bohlen ist der Sache nachgegangen und hat dem Toten die Zunge gelöst.


BR 2
Mittwoch, 6. Februar 2013, 20:03

M – eine Stadt sucht einen Mörder
von Thea von Harbou

Bearbeitung: Michael Farin
Regie: Bernhard Jugel
Musik: Kalle Laar, Georg Zeitblom
BR / DLF 2003
56 Min.

Mit:
Erzähler: Gert Heidenreich—Frau 1: Alexandra Maetz—Frau 2: Eva Gosciejewicz—Mädchen: Pamina Füting—Kommissar: Axel Milberg—Verteidiger: Burchard Dabinnus—Peter Lorre, Gustaf Gründgens

In ‚M‘ werden neuinszenierte Szenen durch die Originalstimmen von Peter Lorre in seiner Rolle als Kindermörder Beckert und Gustaf Gründgens ergänzt und zusammen mit einer zwischen historischen Stilzitaten und elektronischen Clicks & Cuts oszillierenden Musik zu einer zeitgemäßen Erzählform verwoben. Ins Hörspiel eingefügte Auszüge aus Polizeiakten weisen darauf hin, dass die Filmhandlung auf einem historischen Kriminalfall beruht.——‚M‘ skizziert mit suggestiven Bildern, wie eine Mordserie an Kindern eine Stadt in Angst und Schrecken versetzt, wie dadurch Verfolgungswahn und latenter Hass freigesetzt werden. Da der Mörder die alltägliche Ordnung, auch die der Kriminellen, auf das Empfindlichste stört, wird er nicht nur von der Polizei, sondern auch von der Unterwelt gejagt – und gefasst. Die Verbrecher inszenieren ein Tribunal, das sich bis hin zur Bestellung eines Pflichtverteidigers an den Regeln einer ordentlichen Gerichtsverhandlung orientiert, um der beabsichtigten Lynchjustiz zumindest äußerlich den Anstrich von Legitimität zu geben.

Braucht die Welt eine hörgerechte Umsetzung dieses Filmklassikers? Nein, ich glaube nicht, schon gar nicht, wenn man hier nur einen drögen Erzählpart über den Filmton legt. Meine Empfehlung, Radio auslassen und sich lieber den Film, der ja ständig irgendwo wiederholt wird, ansehen.

Meine Wertung: – –


NDR-Kultur
Mittwoch, 6. Februar 2013, 20:05

Homer & Langley
von E. L. Doctorow

Bearbeitung: Martin Heindel
Regie: Martin Heindel
hr 2012
89 Min.

Inspiriert durch eine wahre Geschichte erzählt
E. L. Doctorow von zwei Brüdern: Homer, der
Erzähler, ist blind und hochsensibel, Langley, der
ältere der beiden, durch seine Erlebnisse in den
Schützengräben des Ersten Weltkriegs verrückt
oder zum Genie geworden – sie beide ziehen sich
in ihr Elternhaus zurück und versammeln dort
Bücher, Musikinstrumente, Möbel, sogar ein Ford
Model T, und horten in immer größeren Stapeln
sämtliche täglich gekauften Zeitungen, die Langley
für sein grandios-absurdes Projekt – die Herstellung
einer ewig aktuellen Zeitung – benötigt.
Während sich die beiden immer mehr abschotten,
kommt das Jahrhundert zu ihnen ins Haus: Prostituierte,
Gangster, Jazzmusiker, Polizisten, Hippies;
es gibt Liebesgeschichten, politische Kämpfe und
technische Errungenschaften. Aber gibt es wirklich
einen Fortschritt? Oder wiederholt sich alles nur
in anderer Form?—Doctorow stellt in seinem Roman ganz nebenbei die großen Fragen der Menschheit und schafft
damit ein wirkliches Meisterwerk.

Edgar Lawrence Doctorow, 1931 als Sohn russischjüdischer
Eltern in New York geboren, arbeitete als
Lektor und ab 1964 als Chefredakteur der Zeitschrift
»The Dial Press«. 1971 erschien sein Roman »Das
Buch Daniel«, der zu seinem ersten großen Erfolg
wurde.


hr 2
Mittwoch, 6. Februar 2013, 21:30

Alles Gold was glänzt
von Mario Salazar

DLR 2012
54 Min.

Arbeitslos seit einem Jahr? Anarchisten auf der Straße proben Revolution? Post vom Gerichtsvollzieher? Mutter Iris kontert mit einem Masterplan zum Geldverdienen, der banaler und brutaler nicht sein könnte – und doch ist die Atmosphäre dabei eher heiter als dramatisch.—Ganz nebenbei treibt der Autor ein wirbelndes Spiel mit Versatzstücken politischer Systeme: Sozialismus wird von den Alten verteidigt, Kapitalismus von der nächsten Generation bejaht und von den Jüngsten in den Extremen gelebt.—Deutschlandradio Kultur wählte „Alles Gold was glänzt“ beim „stückemarkt“ des Berliner Theatertreffens 2011 zum besten „Theatertext als Hörspiel“.

Mario Salazar, 1980 in Berlin geboren, arbeitete nach dem Abitur in verschiedenen Berufen. Studierte in Berlin und Santiago de Chile Politikwissenschaft, Lateinamerikanistik und Nordamerikastudien, dann am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, assistierte am Maxim Gorki Theater Berlin.


DLR Kultur
Mittwoch, 6. Februar 2013, 21:33

Das Rätsel der Qualia
von Sabine Worthmann

Regie: Sabine Wortmann
hr 2011
56 Min.

Mit:
Hille Darjes, Stefan Kaminski, Rainer Homann

Die heutige Hirnforschung hat Konjunktur – und in den vergangenen Jahren mächtig an der Hegemonie der Geisteswissenschaften gerüttelt. Es stellt sich freilich die Frage, ob zu recht, denn schließlich fährt das Gehirn kein Fahrrad.

Karl Lukowski, ein in die Jahre gekommener Drogeriefachberater, wird seit dem Tod seiner Mutter von unerklärlichen Poltergeistphänomenen heimgesucht. Ein Fall für die so renommierte wie passionierte Hirnforscherin Dr. Karosinskaya. Lukowski ist angeflanscht an das hochpotente Express-35-Brain- Interface; es ermöglicht die Übertragung komplexer neurophysiologischer Prozesse in 5.1 Surround und 3D. Feinmolekulare Strukturen werden enthüllt, Innengeplapper erlauscht, Ich-Modelle, Gefühle und selbst Träume werden im neuronalen Netz dingfest gemacht. Frau Doktor kreist beim Durchkämmen der Hirnlappen auch die letzten Schlupfwinkel des subjektiven Geistes ein. „Wo ist denn nun Ihr Selbst?“ bellt sie den Levitationskörper ihres Probanden an, der gerade eine „taggebläute Reise in sein Innengehäuse“ unternimmt.


Stadtfilter
Donnerstag, 7. Februar 2013, 00:00

Hörspiel
von NN

NN
NN

Wiederholung des Hörspiels vom Sonntag, 17:30 Uhr


890RTL
Donnerstag, 7. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


BR 2
Donnerstag, 7. Februar 2013, 21:03

M – eine Stadt sucht einen Mörder
von Thea von Harbou

BR / DLF 2003
56 Min.

sh. Mittowch, 6. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


SWR 2
Donnerstag, 7. Februar 2013, 22:03

Hawaii
Szenen aus einer hellen Nacht

von Naomi Schenck

Regie: Oliver Sturm
SWR 2009
59 Min.

Mit:
Sascha Icks und Ulrich Noethen

Bild: SWR/Monika Maier

Bild: SWR/Monika Maier

Die Schriftstellerin Onda und der promovierte Altphilologe Belm starten ein gemeinsames Experiment. Wer dabei Versuchsleiter ist und wer »Laborratte«, bleibt lange ungewiss. Ondas Vertragsbedingungen an den ihr noch kaum bekannten Belm sind simpel. Sie wird ihm Briefe schreiben, er soll ihr antworten – und ab und an mit ihr schlafen. Belm ist als Muse und Inspiration für ihr neues Projekt auserkoren: »Hawaii. Szenen aus einer hellen Nacht. 22 protokollierte Versuchsanordnungen, mit dem Ziel, Liebe künstlich herzustellen«. Über ebendieses Ziel scheint sich Belm bis zum Ende nicht im Klaren. Ihn lockt das Weib, der eigenartige Versuch und die Freiheiten, die er sich nehmen soll. Nicht zuletzt auch die Aussicht auf eine Honorarhälfte für jenes Buch, an das er erst nicht glaubt. Die Machtposition, in die ihn Onda bringt, scheint er zu genießen, und dennoch hat er das Spiel, das sie miteinander treiben, zugleich oft satt. Als Onda ihren Freund verlassen will, um enger mit Belm zusammen zu sein, schreckt der zurück. Schließlich seien sie »nur« Vertragspartner in einem Versuchsprojekt. Er habe jedenfalls nicht vor, mit seiner Freundin Francoise zu brechen. Doch dann wird Onda schwanger, das Experiment gerät ins Schlingern und Belm in eine schwierige Situation.

Naomi Schenck, geboren 1970 in Santa Monica/USA, lebt als Autorin und Szenenbildnerin in Berlin. Studium der freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Naomi Schenck ist seit vielen Jahren als Szenenbildnerin für Film- und TV-Produktionen tätig, u. a. »Tatort« sowie Filme von Margarethe von Trotta. Drehbuch-Ausbildung an der »Schreibschule Köln«. 2006 erhielt sie den »Premiere im Netz«-Preis der ARD für ihr Hörspiel »Das Rätsel des Schafes«. 2007 entstand für den SWR das Hörspiel »Hummelflug«.

Das Hörspiel lässt sich etwas spröde an, da der Hörer ebenso wie die Figur „Belm“ vom ungewöhnlichen Anliegen Ondas überrascht wird und dessen Zielsetzung nicht versteht. Während Belm aktiv überzeugt wird und sich nach und nach mit der zwar ungewöhnlichen, aber durchaus gefälligen Machtposition anfreundet, bleibt der Hörer etwas ratlos und – zu Recht – skeptisch. Wie zu erwarten, wendet sich irgendwann das Blatt…

Naomi Schenck erzählt eine originelle Geschichte, die allerdings im Plot etwas konstruiert wirkt. Sie funktioniert mehr, als sie überzeugt, zumal die Motive letztlich nicht nachvollziehbar wirken, da Ergebnis und Einsatz nicht wirklich im Verhältnis stehen.

Mit Sascha Icks und Ulrich Noethen hat man zwei Schauspieler für die beiden Rollen gewonnen, die diese recht gut darzustellen wissen und in den wechselnden Situationen ihre Figuren – soweit es die Geschichte erlaubt – glaubhaft wirken lassen.

„Hawaii – Szenen aus einer hellen Nacht“ ist ein Hörspiel, das deutlich interessanter ist, als es der etwas befremdliche Auftakt vermuten lässt. Dennoch hat man den Eindruck, dass man diese Machtspielerei insgesamt auch deutlich packender hätte darstellen können.

Meine Wertung: + +


1Live
Donnerstag, 7. Februar 2013, 23:00

Gevatter Tod
Teil 2
Die Welt ist aus den Fugen

von Terry Pratchett

Bearbeitung: Leonhard Koppelmann und Robert Steudtner; Andreas Brandhorst (Übersetzung)
Regie: Leonhard Koppelmann
Musik: Alexander Geringas
WDR / SWR 2005
54 Min.

Cover

Mit:
Mort: Andreas Pietschmann
Tod: Peer Augustinski
Prinzessin Keli: Laura Maire
Ysabell: Nina Weniger
Schneidgut/Türklopfer: Juan Carlos Lopez
Albert: Hermann Lause
König Olerve/Terpsic Mims: Viktor Weiß
Lezek: Alexander Grill
Hamesh/Harga: Horst Mendroch
Rincewind: Jens Wawrczeck
Lord Rodley: Heinz Baumeister
Wirt/Wächter: Peter Nottmeier
Liona Keeble: Susanne Dobrusskin
Zeremonienmeister/Hohepriester: Rainer Delventhal
Zofe: Noah Sow
Sportreporter: Werner Hansch

Der junge Mort ist verzweifelt auf der Suche nach einer Lehrstelle. Da kommt ihm das Angebot Gevatter Tods gerade recht: freie Kost und Logie, Nutzung des betriebseigenen Pferdes, Sonderurlaub für die Beerdigung naher Verwandter nicht erforderlich. Mort macht seine Sache so gut, dass Tod sich einen lang ersehnten Wunsch erfüllt und endlich mal Urlaub macht. Doch schon bald gibt es Probleme: Mort sieht einfach nicht ein, warum manche Leute vor ihrer Zeit sterben sollen. Kurz entschlossen rettet er deshalb das Leben der Prinzessin Keli, die bei einem Attentat ums Leben kommen soll. Doch damit setzt er nicht nur seine Lehrstelle aufs Spiel, sondern das Gefüge aus Leben und Tod auf der ganzen Scheibenwelt …

Terry Pratchett, geboren 1948 in Beaconsfield/ England, war Lokalredakteur und Sprecher der zentralen Elektrizitätserzeugungsbehörde. In den achtziger Jahren erfand er eine ungemein flache Welt, die auf dem Rücken von vier Elefanten und einer Riesenschildkröte ruht. Seine „Scheibenwelt“-Romane werden in England weitaus häufiger gestohlen als alle anderen Bücher.


890RTL
Freitag, 8. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


WDR 5
Freitag, 8. Februar 2013, 14:05

Märchentherapie
Teil 2

von Max Urlacher

Regie: Angeli Backhausen
Musik: Rainer Quade
WDR 2013
ca. 55 mIn.

Mit:
Marie-Luise Marjan, Yannick Reinhard, Kathrin Angerer, Daniel Wiemer, Arved Birnbaum, Jens Wawrczeck u. a.

Marie-Luise Marjan, Yannick Reinhard, Kathrin Angerer, Daniel Wiemer, Arved Birnbaum, Jens Wawrczeck; Bild: WDR / S. Anneck
Marie-Luise Marjan, Yannick Reinhard, Kathrin Angerer, Daniel Wiemer, Arved Birnbaum, Jens Wawrczeck; Bild: WDR / Sibylle Anneck

Im Therapiezentrum für sozial unverträgliche Märchenfiguren geht es zu, fast wie im richtigen Leben. Bei entsprechendem Therapieerfolg und guter Führung werden die geläuterten Hexen, Kinderfresser und Übeltäter auf Bewährung in die Menschenwelt geschickt. Das Rumpelstilzchen, den bösen Wolf und Schneewittchens böse Stiefmutter, die dunkle Königin, verschlägt es nach Köln – und das ausgerechnet zur Karnevalszeit. Gemeinsam mit Taxifahrer Micha und seinem Sohn Linus erleben sie hier ihr ganz eigenes Märchen.

Max Urlacher, geboren 1972, ist Schauspieler und Autor. Zuletzt erschien von ihm „Die Putzi Diaries“, die Geschichte einer Reise gemeinsam mit seiner Putzfrau entlang der Romantischen Straße. „Märchentherapie“ ist nach „Willy und das Meermädchen“ (wdr 2011) sein zweites Kinderhörspiel.


nordwestradio
Freitag, 8. Februar 2013, 19:05

Smuggelmeier
von Hans Kobitzsch

NDR / RB 1954
45 Min.

Mit:
Carl Voscherau, Georg Pahl, Hans Fitze, Heinz Roggenkamp, Rudolf Beiswanger, Hartwig Sievers, Heinz Lanker, Otto Schröder, Otto Thiermann, Ludwig Meybert, Günther Siegesmund und Heini Kauffeld

Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Hamburg auch scherzhaft als „Hauptstadt Mecklenburgs“ bezeichnet. So viele Mecklenburger Bauern hatten sich in die große Hafenstadt begeben, weil sie in der Heimat nicht genug Geld verdienen konnten. Einer von ihnen: Willem Meier mit der Hafenarbeiter-Nummer 999, genannt „Smuggelmeier“.

Willem Meier 999 fand schnell Arbeit, erwarb sogar den Bürgerbrief und blieb in Hamburg. Aber ob er jemals ein richtiger Hamburger wurde? Statt einer Schiffermütze trug er einen verbeulten schwarzen Hut, die Angst vorm Wasser verlor er nie, und an seiner großäugigen Naivität erkannte jeder sofort: „Willem, du hest ja Kohschiet an de Feut!“

Die Besetzungsliste liest sich wie ein „Who-Is-Who“ der plattdeutschen Nachkriegsprominenz: Rudolf Beiswanger ist dabei, Heinz Lanker, Günther Siegmund, der unvergessliche Heini Kauffeld – und der Erzähler war Carl Voscherau, Film- und Theaterschauspieler, Vater des späteren Hamburger Bürgermeisters Henning Voscherau und Bruder des Ohnsorg-Stars der frühen Tage Walter Scherau.


SRF 1
Freitag, 8. Februar 2013, 20:00

Nackte Angst
von Charles Maitre

Regie: Robert Bichler
Musik: Hans Moeckel
DRS 1976
57 Min.

Mit:
Wolfgang Schwarz, Jörg Cossardt, Peter Kner, Robert Tessen u. a.

Erpressung ist verwerflich. Besonders dann, wenn sie aus der Angst, den Schwächen und den Fehlern Einzelner Kapital schlägt. Das Hörspiel basiert auf einer Pariser Polizei-Chronik. Es zeigt auf, wie Hass und Aggression geweckt werden, wenn ein Mensch sich in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt oder gefährdet sieht. Und es zeigt auch, wie Angst ihn gleichermassen gefügig wie rücksichtslos machen kann.


SWR 2
Freitag, 8. Februar 2013, 22:03

Handgeschnitzte Särge
Teil 3

von Truman Capote

SDR 1982
53 Min.

sh. 01. Februar 2013, 22.03 Uhr, SWR 2


rbb-kulturradio
Freitag, 8. Februar 2013, 22:04

Ferienwohnung für Vögel
von Mariann Kaiser

Regie: Martin Zylka
WDR 2011
51 Min.

Mit:
Bernhard: Peter Franke
Susa: Susanne Pätzold
Paul: Juan Carlos López
Magda: Lilija Klee
Verkäuferin/Mamira: Camilla Renschke
Moderatorin/Samantha: Demet Fey
Werbesprecher 2/Polizeisprecher: Oliver Krietsch-Matzura
Arzt/Dr. Freeman: Norman Matt
Pflegerin/Erna Gernicke: An Kuohn
Ouizmaster: Max von Malotki
Quizshow-Kandidat: Bert Stevens
Sprecher Magazin: Florian Seigerschmidt
Golgolin: Malte Selke
Nachrichtensprecher: Matthias Wurms
Sprecher Doku: Bernt Hahn

u. a. mit Peter Franke; Bild: WDR / Sibylle Anneck
Peter Franke; Bild: WDR / Sibylle Anneck

Eigentlich hätte sich Bernhard ein Handy kaufen sollen. Nun gut. 82 Jahre, extrem kurzsichtig und deutliche Anzeichen von Altersdemenz – und Bernhard ist stolzer Besitzer eines Diktiergerätes. Dieses begleitet ihn auf seiner letzten Reise zu einem eindeutig uneindeutigen Ziel: Er muss zurück zum Leuchtturm, bevor dessen Geräusche und Gerüche in Vergessenheit geraten. Doch der Weg dorthin ist mit Stolpersteinen seines eigenen Verstandes gepflastert: Das Fernsehen wird immer schwieriger, Dinge verschwinden in schwarzen Löchern, Bernhard geht in seiner eigenen Westentasche verloren und dann hat seine Westentasche auch noch selbst ein schwarzes Loch. Aber das große Vergessen führt Bernhard nicht in absolute Finsternis. Denn da ist ja noch der Leuchtturm.

Mariann Kaiser, 1985 in Viersen geboren, hat Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Kunstgeschichte und Geographie in Köln studiert. „Ferienwohnungen für Vögel“ ist ihr Debüt. Für das Manuskript erhielt sie ein Stipendium der Filmstiftung NRW.

Mariann Kaiser beschreibt den Altag des demenzkranken Bernhard, der sich – weitestgehend – auf dem Band eines Diktiergerätes widerspiegelt. Seine Hilflosigkeit – aber auch die seiner Umwelt – und das Streben auf das eine Ziel, den Leuchtturm, dessen Stimmung er unbedingt noch einfangen möchte, prägen das Stück. Es erzählt nur am Rande die Geschichte vom Weg zum anvisierten Ziel, es beschreibt mehr die Auswirkungen der Krankheit. Der Hörer ist als stiller Beobachter auch von dieser zum Teil überfordert: Man muss auch hier die Irrwege mitgehen.

In der Rolle des Bernhard überzeugt der großartige Peter Franke, dessen Stimme man als Kommissar Laviolette vielleicht noch im Ohr hat. Daneben gibt es viele kleine Rollen, die aber ebenfalls mit sehr guten Sprechern besetzt sind.

Ein interessantes, aber ungewöhnliches Hörspiel, dass den Hörer den Protagonisten auf seiner Reise begleiten lässt, die eben nicht immer gradlinig verläuft und so eine besondere Herausforderung an beide stellt.

Meine Wertung: + + +


DLF
Samstag, 9. Februar 2013, 00:05

Spritztour mit Leichenwagen
von Holger Böhme

Regie: Wolfgang Rindfleisch
DLR 2003
50 Min.

Radio:Tipp

Mit:
Hermann Beyer, Klaus Manchen, Herbert Fritsch, Martin Seifert, Hilmar Eichhorn, Susanne Sachse, Roland Kukulies, Lucas Eichberg

Weil der ehemalige Lehrer Karl-Heinz Jungnickel behauptet, ein Mörder zu sein, landet er in der Psychiatrie. Seine Geschichte will ihm jedoch auch dort keiner glauben. Joe, ein depressiver Polizist, der fernsehkranke Joachim, ‚Glotze‘ genannt, und Eberhardt, ein ehemaliger Offizier, interessieren sich für den Neuzugang. Die Patienten entwickeln einen therapeutischen Spieltrieb, um gemeinsam mit Karl-Heinz die Wahrheit herauszufinden. Ein sächsisch – humorvoller Krimi mit grotesken Zügen.

Wieder einmal kommt Holger Böhme mit einem – im wahrsten Sinne des Wortes – wahnsinnigen Krimi daher. Die Aufklärung eines Kriminalfalles in der Psychatrie durch deren Bewohner hat schon was für sich, wenn auch der Fall an sich, etwas leicht zu durchschauen ist. Dennoch hat das Ganze einige nette Wendungen und ein Ende, das dem ‚Wahnsinn‘, im positiven Sinne, die Krone aufsetzt. —Wer sich von der etwas grotesken Handlung nicht abschrecken lässt, der wird seine Freude an diesem Krimi haben.

Meine Wertung: + + +


105.5 Spreeradio
Samstag, 9. Februar 2013, 02:00

Die Hörspielreihe

Bekanntgabe des jeweilgen Hörspiels erfolgt unmittelbar vor der Ausstrahlung
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


OE 1
Samstag, 9. Februar 2013, 14:00

Radiotatort (41) Blutoper
von Christine Lehmann und Alfred Marquardt

Regie: Mark Ginzler
Musik: Peter Kaizar
SWR 2011 / 2012
54 Min.

Radiotatort

Mit:
Xaver Finkbeiner: Ueli Jäggi
Nina Brändle: Karoline Eichhorn
Sara Bellamonte: Stephanie Kellner
LaMotte: Wolfgang Pregler
Wendelin Krieg: Gerhard Fehn
Fleur Krieg: Franziska Beyer
Jaromir: Jens Wawrczeck
Hörfunkdirektor: Bernhard Hermann
sowie: Eva Behrmann, Tobias Graupner, Gertraud Heise, Peter Kaizar, Bernhard Leute, Sebastian Mirow, Bodo Primus und Andreas Helgi Schmid

Es singt das SWR-Vokalensemble Stuttgart, Kirsten Drope, Rüdiger Linn, Philipp Niederberger und Ute Wille

Stephanie Kellner, Ueli Jaegg und Karoline Eichhorn; Bild: SWR/Mathis Aubert
Stephanie Kellner, Ueli Jaegg und Karoline Eichhorn; Bild: SWR/Mathis Aubert

Wurstfabrikant Wendelin Krieg wird als Sponsor auf der Pressekonferenz der „Blutoper“ begrüßt. Mit ihm auch Sarah Bellamonte, die Hauptdarstellerin. Als sie einen Handyanruf bekommt, verlässt sie wütend den Saal. Im Raum sitzen neben Sicherheitskräften zwei verdeckte Ermittler, weil es anonyme Morddrohungen gegen die Star-Sopranistin gab. Gegen Abend wird im Kaiserdom zu Speyer eine blutüberströmte Frauenleiche gefunden. Hat jemand versucht die „Blutoper“ live zu inszenieren? Hauptkommissarin Anke Held von der Kripo Ludwigshafen ermittelt.

Christine Lehmann, geboren 1958 in Genf, lebt als Autorin und Nachrichtenredakteurin in Stuttgart. Sie schrieb zahlreiche Romane, Sachbücher und Essays. Lehmanns Bücher standen mehrmals auf der KrimiWelt-Bestenliste. „Blutoper“ ist ihr dritter Radio Tatort für den SWR.

Der SWR-Tatort ist ja – nicht nur aufgrund der verwandten Sprache – einer der mit der Region am stärksten verbundenen Ausgaben dieser Reihe. Es gelingt hier auch immer spezielle Örtlich- oder Begebenheiten einzubinden, die dem jeweiligen Fall einen recht reellen Touch geben.
Bei „Blutoper“ nutzt man die „Schwetzinger Festspiele“, eine traditionelle Veranstaltungsreihe, bei der der SWR auch als Veranstalter fungiert. In diesem Kulturmilieu legt man die Geschichte um Operdiven, gekränkte Eitelkeiten und Mord und Totschlag an. „Blutoper“ kommt mit viel Humor und Augenzwinkern daher, was einen interessanten Kontrast zum doch eher ernsten Krimiplot bildet. Die Kluft ist allerdings recht groß, so dass die Glaubwürdigkeit der Geschichte ein wenig auf der Strecke bleibt.

Man gibt sich alle Mühe, das Hörspiel originell und unterhaltsam zu erzählen. Auffälligstes, wenngleich auch befremdlichstes Merkmal ist der Einsatz der singenden Erzählstimmen des Vokalensembles Stuttgart. Das gibt dem Ganzen sogar einen fast albernen Anstrich und unterstreicht den humorigen Aspekt dieser Produktion. Auf der ernsteren Seite stehen die Verbrechen, eine Entführung und zwei Todesfälle, bei denen der etwas verstörte Bühnenarbeiter Jaromir zumindest die Hände im Spiel hat. Dieser wird von Jens Wawrczeck gespielt, der nun mal leider diese Schublade im Radiohörspiel bewohnt; Leider, weil man bei seinem großen Können auch gerne und öfter in anderen Rollen hören würde.

Neben dem schon gut eingespielten Duo Jäggi / Eichhorn sind unter anderem auch noch Stephanie Keller und Gerhard Fehn zu hören. Auch deren Charaktere strotzen vor Klischee, das die beiden Schauspieler aber sehr unterhaltenswert ausfüllen.

Insgesamt ist „Blutoper“ deutlich weniger dramatisch, als es der Titel vermuten lässt. Im Gegenteil, hier geht es schon mit ungewöhnlich viel Humor zur Sache. Der ernste Krimiplot will dazu irgendwie so gar nicht passen und so verliert sich diese Produktion etwas zwischen den beiden Extremen. Hier sollte man künftig etwas mehr Wert auf Stimmigkeit legen. Aber immerhin gelingt es dem SWR, einen etwas anderen Radiotatort zu erzählen.

Meine Wertung: + +


hr 2
Samstag, 9. Februar 2013, 14:05

Die Geschichte vom Ungeheuer
von Lena Hach

Regie: Oliver Sturm
Musik: Sabine Worthmann
mdr 2012
41 Min.

Mit:
Regisseurin: Winnie Böw—Erzähler: Walter Renneisen—Ungeheuer: Tommi Piper—Mädchen: Mathilda Lou Mathesius—Verkäufer: Guido Lambrecht—Trödler: Ingolf Müller-Beck—Kind: Karl Kargut—Mutter des Kindes: Danne Hoffmann—Nachbarin: Cornelia Heyse

Das Ungeheuer hat es satt, dass sich alle vor ihm fürchten. Schon blöd, wenn sich keiner traut, auf eine Partie Schach bei ihm vorbeizuschauen. Oder der Verkäufer aus Angst das Zittern kriegt, nur weil es fünf Tüten Paprikachips kaufen will. Und überhaupt immer alle vor ihm weglaufen, wenn es auftritt. Doch das Ungeheuer hat eine Idee: Es muss unbedingt sein ungeliebtes UN loswerden, schon wird es ein Geheuer sein! Bald stellt sich heraus, dass das leider nicht so einfach ist. Denn niemand scheint mit dem UN etwas anfangen zu können, weder die Nachbarin noch der Trödler auf der Straße. Fast sieht es so aus, als ob das Ungeheuer weiter Schach gegen sich selbst spielen muss. Aber dann tritt das Mädchen in der Geschichte auf. Es kommt beim Ungeheuer auf eine Portion Waffeln vorbei, um sich das UN anzusehen. Ganz unverbindlich, versteht sich. Unglaublich, oder?

Lena Hach, geboren 1982 in Hessen, besuchte die Clownschule in Mainz, anschließend studierte sie Anglistik und Germanistik in Frankfurt/Main und Berlin. Jetzt schreibt sie Journalistisches und Literarisches, unter anderem Stücke für das Kindertheater, so etwa „Nora Drachenbezwingerin“ (Verlag Uwe Weitendorf) und „Tessa und die Sockenrollerei“ (Kaiserverlag). Ihr erstes Kinderhörspiel „Jakob mit dem grünen Ohr“ wurde 2010 vom MDR produziert.


WDR 3
Samstag, 9. Februar 2013, 15:05

Sie und Er
Teil 1

von Georges Sand

Bearbeitung: Maria Franziska Schüller; Liselotte Ronte (Übersetzung)
Regie: Angeli Backhausen
WDR 2004
54 Min.

Mit:
Martina Gedeck, Roman Knitzka, Bernt Hahn, Gisela Claudius u. a.

Roman Knitzka und Martina Gedeck; Bild WDR / S. Anneck
Roman Knitzka und Martina Gedeck; Bild WDR / S. Anneck

Eine ebenso leidenschaftliche wie selbstzerstörerische Liebesbeziehung: Thérèse Jacques genießt als Malerin hohes Ansehen in der Pariser Gesellschaft. Laurent de Fauvel, ein noch unbekannter junger Künstler, wird von ihr protegiert. Aber es gelingt Thérèse nicht, den jungen Dandy vor seinen Ausschweifungen zu schützen. Als Dick Palmer, guter Bekannter der Familie Jacques und Thérèses väterlicher Freund, auf Europareise in Paris auftaucht, erfährt er von der mehr als freundschaftlichen Zuneigung der beiden. In Sorge um Thérèse, die Dick Palmer auf seine Weise verehrt und liebt, ringt er Laurent das Versprechen ab, sie um jeden Preis glücklich zu machen. Ein Chaos der Gefühle aus Liebe, Hass und Eifersucht beginnt. Aus Laurents Launen und unberechenbaren Verhaltensweisen ergeben sich Konflikte und Krisen, die nicht nur Thérèse, sondern dem auch so stark scheinenden Palmer hart zusetzen.

Die französische Schriftstellerin George Sand (1804-1876) rebellierte in ihren zahlreichen Romanen gegen Moralvorstellungen ihrer Zeit und kämpfte für die Gleichstellung von Mann und Frau. Geschätzt, geliebt und verehrt wurde sie von berühmten Zeitgenossen wie Balzac, Hugo, Chopin und Flaubert. Der 1859 veröffentlichte Roman „Sie & Er“ trägt stark autobiografische Züge. Die Vorlage für den Stoff lieferte die stürmische Liebesaffäre zwischen George Sand und dem sechs Jahre jüngeren französischen Schriftstellerkollegen Alfred de Musset.


WDR 5
Samstag, 9. Februar 2013, 17:05

Glaube, Liebe, Mafia
von Mark Zak

Regie: Thomas Leutzbach
WDR 2013
ca. 54 Min.

Mit:
Judith Wendel: Anja Laïs
Josif Bondar: Mark Zak
Jan Babbel: Daniel Schüßler
Anna Hiller: Jasmin Schwiers
Sandini: Bernd Reheuser
Jupp: Herbert Meurer
Hans Pechstein: Matthias Ponnier
Kevin Schellsicks: Matthias Kiel
Klaus, der Prophet: Hans-Martin Stier
Achmed: Özgür Cebe
Christian Pechstein: Jörg Kernbach
Manfred Stock: Daniel Drewes
Rentnerin: Gisela (Gigi) Herr
Petrus-Darsteller: Christian Schramm
Kollege 1: Peter Clös
Kellner (Giovanni): Max Tuveri
Radiosprecherin: Kerstin Fischer
und andere

Mark Zak und Anja Lais; Bild: WDR / Sibylle Anneck
Mark Zak und Anja Lais; Bild: WDR / Sibylle Anneck

Privatdetektiv Josif Bondar nach. Der von der Krim stammende Ex-KGB-Agent und Afghanistan-Veteran schlägt sich mit Charme und Chuzpe durchs Leben. Er hat wenig Lust bei Schwarzgeldübergaben Schmiere zu stehen oder untreue Ehemänner zu beschatten. In seinem Büro im Multikultiviertel Köln-Mülheim spielt er lieber mit dem Taxifahrer Ahmet Backgammon oder diskutiert mit seiner Freundin, der Hauptkommissarin Judith Wendel, über Gott und die Welt. Nach dem Theaterbrand stecken die beiden plötzlich im selben Fall, der sich schnell zur größten Herausforderung ihres Lebens entwickelt.

Mark Zak wurde 1959 in Lemberg (Ex-UdSSR) geboren, wuchs in Odessa auf und wanderte 1974 nach Deutschland aus. In Köln besuchte er die Schauspielschule und war seither in mehr als 100 nationalen und internationalen Filmproduktionen zu sehen. „Glaube, Liebe, Mafia“ ist sein erstes Hörspiel und auch der Titel seines ersten Kriminalromans.


Radio Corax
Samstag, 9. Februar 2013, 20:00

Freispiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


DLF
Samstag, 9. Februar 2013, 20:05

Gnosis
oder
Die Moabiter

von Oliver Sturm

Regie: Oliver Sturm
hr / DLF / BHF-Bank-Stiftung 2011
69 Min.

Der Imam Mahdi wurde in Moabit gesehen! Seine Wiederkunft kündigt dem islamischen Glauben zufolge das Ende der Zeiten an. Die Schiiten glauben, dass er gelegentlich unter uns weile, einem Gottesdienst beiwohne, als seltsamer Einzelgänger am Rand stehe und dann wieder ins Verborgene verschwände. Wie alte überwundene Krankheiten kehren die Religionen in die Gesellschaft zurück, verwandeln sich, nehmen neue Gestalt an. Der Imam Mahdi wurde im Beichtstuhl gesehen, die Physiotherapeutin ist bei den Rosenkreuzern, der sächsische Sozialarbeiter Muezzin bei den Ahmadiyya. Mehr als dreihundert über die Jahre gesammelte Gebete in über sechzig Sprachen liegen dem neuen Hörspiel von Oliver Sturm zu Grunde. Ausgehend vom Stadtteil Moabit taucht es ab in den religiösen Untergrund von Berlin, in ein komplexes und weitverzweigtes gesellschaftliches Netz aus religiösen Gemeinschaften und Sekten, das der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend verborgen bleibt.

Oliver Sturm, geboren 1959 in Holzminden, Promotion über Beckett, arbeitete als Lektor, Dramaturg und Redakteur, war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Literatur in Hannover, ist seit 1996 freier Regisseur und lebt in Berlin.


SRF 2 Kultur
Samstag, 9. Februar 2013, 21:00

In meinem Hals steckt eine Weltkugel
von Gerhard Meister

Regie: Erik Altorfer
Musik: Martin Schütz
SRF 2012
52 Min.

Mit:
Peter Brombacher, Katja Reinke, Sebastian Rudolph, Bettina Stucky

Die Welt wird immer kleiner, ihre Widersprüche immer unausweichlicher. Die Einen leben im Überfluss, die Anderen von gar nichts. Und mit Afrika träumt ein ganzer Kontinent vom besseren Leben in Europa.

Was aber bedeutet das Gefälle zwischen Arm und Reich konkret für mich, mein Denken, Fühlen und Handeln? Soll ich auf mein Handy verzichten, weil ich weiss, unter welchen Bedingungen in Afrika Koltan abgebaut wird? Das benötigt mein Wunderding nämlich, damit es mich jederzeit mit der Welt verbinden kann. Und was kann ich dafür, dass wir hier keine Hungertoten haben und mich die Hundekacke vor der Haustür mehr aufregt als zehn verhungerte Afrikaner? Solche und ähnliche Fragen stellen sich die Figuren in Gerhard Meisters Stück. Sie versuchen den verzweifelt komischen Kraftakt, sich hier und jetzt den Tatsachen ihres Lebens in dieser Welt zu stellen.

«In meinem Hals steckt eine Weltkugel» wurde im Theater Bremerhaven mit grossem Erfolg als Bühnenstück inszeniert. Im Auftrag von SRF bearbeitete Gerhard Meister danach den Text und erstellte eine Hörspielversion.


SWR 4
Samstag, 9. Februar 2013, 21:04

SumSum
von Laura de Weck

Bearbeitung: Reto Ott / Laura de Weck
Regie: Reto Ott
Musik: Malte Preuss
DRS 2010
50 Min.

Mit:
Martin Hug, Yvon Jansen, Katharina von Bock, Kamil Krejci, Christian Heller, Pamela Hunter, Thomas Douglas

Bild: Deutschlandradio/Sandro Most

Jennipher Antoni, Bild: DRadio Kultur / Sandro Most

Die Welt ist zum globalen Dorf mutiert. Internet und Billigflüge haben das Leben ihrer Bewohner grundlegend verändert, bis hin zum Paarungsverhalten.

In Ihrem Stück «SumSum» schildert die junge Schweizer Autorin Laura de Weck den Fall einer interkontinentalen Kontaktaufnahme zwischen Mann und Frau. Dabei sind nicht nur Sprachgrenzen zu überwinden.

Urs-Peter, ein Schweizer mit Beziehungsdefizit, macht sich auf in ein südostasiatisches Schwellenland, wo ihn tropische Temperaturen erwarten. Vor allem aber erwartet ihn dort Selina, die er im Internet kennen gelernt hat. Schon bei der ersten Begegnung am Flughafen wird klar: hier kommen zwei zusammen, denen die kommunikative Basis fehlt. Urs-Peter beherrscht immerhin ein schlichtes Swiss English, Selina hingegen kaum mehr als «Hello». Aber da ist ja noch Selinas Schwester, die Dolmetscherin und Kupplerin im Hintergrund. Sie will mit Hilfe eines Priesters rasch Verbindlichkeiten herbeiführen. Urs-Peter bleibt schliesslich nur die Flucht zurück in die Schweiz.

Laura de Weck ist es gelungen, eine zeitgemässe Komödie zu schreiben, die voller Elend und Verzweiflung steckt. Eine Liebesgeschichte zum Lachen und zum Heulen. Dabei benutzt sie einen verblüffenden Sprachkniff: neben Schweizerdeutsch und Englisch wird in «SumSum» auch Hochdeutsch gesprochen, stellvertretend für die Sprache der Einheimischen. Und so versteht man dreisprachig mühelos die Absurdität einer Begegnung, die ein Missverständnis bleiben muss.

Laura de Weck ist ist ausgebildete Schauspielerin, schreibt aber auch erfolgreich für die Bühne. Ihr erstes Stück «Lieblingsmenschen» erlebte 2007 Uraufführung am Theater Basel. «SumSum» entstand 2008. Für die Hörspiel-Version von DRS 1 hat Laura de Weck auf Wunsch des Regisseurs Reto Ott ihrem Stück eine schweizerdeutsche Variante hinzugefügt.

Ein recht originell erzählte Geschichte, die viel Tragisches, aber auch viel Komisches beeinhaltet. Sehr clever löst man das Problem, zwei Menschen darzustellen, die sich gegenseitig nicht verstehen, in dem man Deutsch und (ein gemäßigtes) Schweizerdeutsch als jeweilige Sprache einsetzt. Die Geschichte nutzt nur soviel Klischee wie nötig, damit sie innerhalb der kurzen Spielzeit funktionieren kann. Das ist hier und da zwar schon mehr als genug, hilft aber letztlich dem Zweck, den Fokus auf dem Kommunikationsproblem zu belassen.

Insgesamt ein clever dargestelltes und unterhaltsames Hörspiel.

Meine Wertung: + + +


NDR-Info
Samstag, 9. Februar 2013, 21:05

Der Russe aus Nizza
Teil 2

von Leif Davidsen

NDR 2009
44 Min.

sh. 2. Februar 2013, 21:05 Uhr, NDR Info


WDR 5
Samstag, 9. Februar 2013, 23:05

Glaube, Liebe, Mafia
von Mark Zak

Regie: Thomas Leutzbach
WDR 2013
ca. 54 Min.

Mit:
Judith Wendel: Anja Laïs
Josif Bondar: Mark Zak
Jan Babbel: Daniel Schüßler
Anna Hiller: Jasmin Schwiers
Sandini: Bernd Reheuser
Jupp: Herbert Meurer
Hans Pechstein: Matthias Ponnier
Kevin Schellsicks: Matthias Kiel
Klaus, der Prophet: Hans-Martin Stier
Achmed: Özgür Cebe
Christian Pechstein: Jörg Kernbach
Manfred Stock: Daniel Drewes
Rentnerin: Gisela (Gigi) Herr
Petrus-Darsteller: Christian Schramm
Kollege 1: Peter Clös
Kellner (Giovanni): Max Tuveri
Radiosprecherin: Kerstin Fischer
und andere

Mark Zak und Anja Lais; Bild: WDR / Sibylle Anneck
Mark Zak und Anja Lais; Bild: WDR / Sibylle Anneck

Privatdetektiv Josif Bondar nach. Der von der Krim stammende Ex-KGB-Agent und Afghanistan-Veteran schlägt sich mit Charme und Chuzpe durchs Leben. Er hat wenig Lust bei Schwarzgeldübergaben Schmiere zu stehen oder untreue Ehemänner zu beschatten. In seinem Büro im Multikultiviertel Köln-Mülheim spielt er lieber mit dem Taxifahrer Ahmet Backgammon oder diskutiert mit seiner Freundin, der Hauptkommissarin Judith Wendel, über Gott und die Welt. Nach dem Theaterbrand stecken die beiden plötzlich im selben Fall, der sich schnell zur größten Herausforderung ihres Lebens entwickelt.

Mark Zak wurde 1959 in Lemberg (Ex-UdSSR) geboren, wuchs in Odessa auf und wanderte 1974 nach Deutschland aus. In Köln besuchte er die Schauspielschule und war seither in mehr als 100 nationalen und internationalen Filmproduktionen zu sehen. „Glaube, Liebe, Mafia“ ist sein erstes Hörspiel und auch der Titel seines ersten Kriminalromans.


mdr-figaro
Sonntag, 10. Februar 2013, 07:10

Die Geschichte vom ersten Geschichtenerzähler
von Davor Hlap

Bearbeitung: Dragutin Horkic
Regie: Ingeborg Milster
Musik: Herwart Höpfner
Rundfunk der DDR 1968
44 Min.

Mit:
Großvater: Friedrich Richter—Geschichtenerzähler: Ezard Haußmann—Fürst: Horst Preusker—Wolf: Maximilian Larsen

Arme Leute warten auf die Geburt eines Sohnes, damit noch zwei kräftige Arme zum Arbeiten ins Haus kommen. Reiche Leute warten auf die Geburt eines Sohnes, damit ihr Geschlecht nicht ausstirbt.—Wenn arme Leute einen blinden Sohn bekommen, sind sie traurig, aber sie verschmerzen es, so gut sie können. Aber was ist mit einem Fürsten, dem ein blinder Sohn geboren wird? Der erste, der allererste Geschichtenerzähler wurde einst am Hofe eines Fürsten geboren und er war blind. – Er sah die Sonne nie, aber er sah mehr und besser als andere mit sehenden Augen…

Tja, es hätte so schön sein können. Die Geschichte verspricht eigentlich recht nett zu werden. Tatsächlich langweilt sie den Hörer aufs Vortrefflichste. Das Stück zieht sich von der ersten Minute an und zu keiner Zeit stellt sich auch nur annähernd etwas wie Hörspaß ein.——Das liegt noch nicht mal so sehr an der Geschichte selbst, aber der Vortrag ist recht mühsam und irgendwie gibt man sich weder bei den Sprechern noch bei der Regie besondere Mühe, den Hörer packen zu wollen.——Eine lustlose Produktion, für die der Gang ins Archiv sich nicht wirklich gelohnt hat.—

Meine Wertung: – –


SRF 3
Sonntag, 10. Februar 2013, 11:10

Philip Maloney
von Roger Graf

NN
ca. 30 Min.

Die Bekanntgabe, welche Folge aus den „haarsträubenden Abenteuern des Philip Maloney“ gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm


SRF 1
Sonntag, 10. Februar 2013, 14:00

Der Sieger. Berichte seiner Zeitgenossen
Teil 1

von Kurt Früh

DRS 1963
ca. 70 Min.

Mit:
Heinrich Gretler, Fred Haltiner, Valerie Steinmann, Flavia Schnyder u. v. a.

Der Bünder Josy Kardaun ist ein Ausnahmetalent auf der Skipiste. Als Aussenseiter holt er sogar Olympia-Gold in der Abfahrt! Der Anfang einer beispiellos steilen Karriere, die allerdings auch ihren Preis fordert.

Die dramatische Geschichte dieses (erfundenen) Sportlers lässt Kurt Früh aus der Sicht von dessen Umfeld erzählen, der Familie, den Freunden, dem Trainer und allen voran von Josys ehemaligem Dorfschullehrer, der unverwechselbar einfühlsam von Heinrich Gretler gespielt wird. «Mancher von uns könnte der ‹Sieger› sein, und es ist selbstverständlich, dass der Hörer viele Parallelen vor allem zur Sportwelt der Gegenwart findet», sagte Kurt Früh in einem Interview anlässlich der Erstausstrahlung der Hörspielreihe im November 1963. Erstaunlich wenig unterscheidet Frühs «Sportwelt der Gegenwart» von der unsrigen, 50 Jahre später.

Kurt Früh (1915 – 1979) drehte in den 1930er Jahren Kurz- und Werbefilme und arbeitete als Montagechef für die Schweizer Filmwochenschau. Er assistierte bei den drei letzten Filmen von Leopold Lindtberg, bevor ihm 1955 mit «Polizischt Wäckerli» der Durchbruch als Spielfilmregisseur gelang. Es folgten u.a. «Bäckerei Zürrer», «Café Odeon», «Hinter den sieben Gleisen» und einige Jahre später «Dällebach Kari». Seine bekannten Hörspiele sind «Bäckerei Zürrer», «Es Dach überem
Chopf» (eine Zusammenarbeit mit Jean-Pierre Gerwig) und «Der Sieger».


DLR Kultur
Sonntag, 10. Februar 2013, 14:05

Eulenspiegel, der Seeräuber
von Holger Teschke

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Musik: Frank Merforth
DLR 2011
47 Min.

Mit:
Jennipher Antoni, Shorty Scheumann, Lars Eidinger, Falk Rockstroh, Udo Kroschwald, Kai Maertens, Klaus Manchen, Stefan Konarske

Till Eulenspiegel hat sich zur Fastnacht über Wulf Wulflam, den mächtigen Bürgermeister von Stralsund lustig gemacht. Dafür hat man ihn im Kerker ausgepeitscht und nun auf dem Marktplatz an den Pranger gestellt. Sein Affe Meerkatz sitzt auf seiner Schulter und weiß auch keinen Rat. Da kommt Nele, eine junge Frau und befreit die beiden in der Nacht. Eulenspiegel soll helfen, ihren Bruder Malte aus dem Kerker zu holen. Doch zunächst müssen sie vor den Wachen fliehen. Ein Boot steht bereit, und damit rudern sie hinaus auf das wilde Meer, geradewegs in die Arme von argwöhnischen Seeräubern. Klaus Störtebeker ist ihr Anführer.


hr 2
Sonntag, 10. Februar 2013, 14:05

81
von Sibylle Lewitscharoff

Regie: Christiane Ohaus
Musik: Michael Riessler
DLR / RB 2005
82 Min.

Mit:
Rosemarie Fendel, Ernst Konarek, Donata Höffer, Samuel Weiss, Eva-Maria Salcher, Gottfried Breitfuß

Angenommen, jemand ist die Traurigkeit in Person und dreht am großen Zeiger einer Uhr, dreht und dreht, bis der Zeiger landet auf der – 9. So wäre er wohl gern ein allwissender Säugling geblieben und ist leider sorgenvoll emporgewachsen, um ein Grübler zu werden, der über die Störung im ursprünglichen Plan der Schöpfung nachdenkt. Über jenen winzigen Anfall von Lachlust, jenes krampfige Öffnen, Schließen und wieder Öffnen, das den Schöpfer überkam und das Chaos auf den Plan rief. Von allen Geschöpfen setzt dieses Chaos dem Menschen am härtesten zu. Er ist leider auch so ein Mensch…. Im Uhrzeigersinn dreht er von Ziffer zu Ziffer alle fünf Minuten weiter. Ein Stafettenlauf.


NDR-Info
Sonntag, 10. Februar 2013, 14:05

Paula und Co
Teil 1

von Angela Gerrits

Regie: Hans Helge Ott
Musik: Serge Weber
NDR 2001
46 Min.

Mit:
Frances Heller, Paula Markert, Lutz Herkenrath, Ulla Evrahr, Jasper Vogt, Marion Breckwoldt, Gerd D. Samariter, Anne Moll und anderen.

Dass ihre Freundschaft durch irgendetwas erschüttert werden könnte, hätten Paula und Corinna, genannt Co, nie geglaubt. Doch plötzlich gerät die Gefühlslage der beiden kräftig durcheinander. Paula ist das erste Mal richtig verliebt – in Jens aus der Parallelklasse. Erzählen kann sie davon nur Co, denn ihre Eltern findet sie ziemlich seltsam in letzter Zeit. Paula möchte unbedingt herausfinden, was mit ihren Eltern nicht stimmt.

Aber auch Co fühlt sich momentan zuhause nicht wohl: Eigentlich macht ihr das Geigespielen Spaß, aber jetzt geht ihr die Antreiberei ihrer Mutter für „Jugend musiziert“ ziemlich auf die Nerven. Und dann passiert eines Tages auch noch das: Paula erwischt Co Arm in Arm mit Jens! Die Freundschaft von Paula und Co wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.


BR 2
Sonntag, 10. Februar 2013, 15:00

Zorro – Der Fluch von Capistrano
Teil 3

von Johnston McCulley

Bearbeitung: Helmut Peschina und Peter Michel Ladiges
Regie: Peter Michel Ladiges
Musik: Anatol Regnier
BR 1999
55 Min.

x

Mit:
Matthias Ponnier
Morgens von Gadow
Ingeborg Schöner
Muriel Baumeister
Ulrich Noethen
Wolfgang Menadi
, Michael Maertens
u. v. a.

Zorro, der Schrecken aller tyrannischen Gesetzeshüter, korrupten Beamten und ausbeuterischen Grossgrundbesitzer, der Held aller Geknechteten, ist wieder unterwegs!

Wer kennt ihn nicht, den wilden Reiter mit dem flatternden Umhang und der schwarzen Maske, vor dessen Degen seine Feinde erzittern? Aber wer steckt wirklich hinter dem Rächer der Unterdrücker, der sich vor nichts und niemandem fürchtet und der das Herz der bildhübschen Lolita in bedingungsloser Liebe zum Brennen bringt? El Zorro – der als «Markenzeichen» bei seinen Gegnern ein mit dem Degen geritztes Z hinterlässt.

Die Geschichte spielt in Kalifornien zu Beginn des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der spanischen Kolonialherrschaft. Als der ehemalige Reporter Johnston McCulley im Sommer 1919, in einem fünfteiligen Groschenroman, die Figur «Zorro» schuf, ahnte er nicht, dass damit eine der populärsten Abenteuerfiguren geboren wurde.

Vorstellung im OhrCast auf YouTube

Meine Wertung: + + +


WDR 3
Sonntag, 10. Februar 2013, 15:05

Sie und Er
Teil 1

von Georges Sand

WDR 2004
54 Min.

sh. 9. Februar 2013, 15:05 Uhr, WDR 3


slangradio
Sonntag, 10. Februar 2013, 17:00

Hörspiele für Kinder
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SR 2
Sonntag, 10. Februar 2013, 17:04

Transsilvanien
von Andreas Jungwirth

Regie: Steffen Moratz
mdr 2012
51 Min.

Mit:
Kurban, Unternehmer: Joachim Król—Dr. Maria Hahn, Personalchefin: Anna Blomeier—Veronika Jacoby: Inga Busch—Kurbans Mutter: Irm Hermann—Robina: Sterica Rein—Hellen Meier: Bärbel Röhl—Richard Koller: Günther Harder—Konrad Wagner: Andreas Keller—Frau Schmidt, Sekretärin: Danne Hoffmann—Marcus Jacoby: Hendrik Duryn

Veronika arbeitet seit zehn Jahren bei Kurban & Söhne. Jetzt steht sie auf der Liste derer, die entlassen werden sollen. Das einstige Familienunternehmen ist zum Spielball globaler Finanzjongleure geworden. Damit für die Investoren ein Weiterverkauf lukrativ wird, soll Personal abgebaut werden. Mit zynischen Angeboten werden Mitarbeiten zur freiwilligen Kündigung gedrängt. ——Dr. Kurban, Geschäftsführer des Unternehmens, fühlt sich zum Vollstrecker degradiert und versucht, seine eigene Haut zu retten. Veronika, deren Beziehung zu Markus seit längerem auf wackligem Fundament steht, wird mit der drohenden Entlassung auch privat einen Schlussstrich ziehen. Eine Rumänin im Stadtpark sagt ihr die Zukunft voraus – vor ihr läge jetzt ein weiter Weg. Die anderen Mitarbeiter von Kurban & Söhne durchschauen indes die Machenschaften und räumen das Feld nicht kampflos. Sie nehmen Dr. Kurban in Geiselhaft, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Dann taucht plötzlich Veronika wieder auf und die Situation eskaliert. Ihr letzter Ausweg ist die Flucht in ein „Gebiet jenseits der Wälder“.


Stadtfilter
Sonntag, 10. Februar 2013, 17:30

Hörspiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


mdr-figaro
Sonntag, 10. Februar 2013, 18:00

Pilgerfahrt zu Beethoven
von Bernard da Costa

mdr 1998
55 Min.

Prix Italia 1998

Ludwig van Beethoven ist im März 1827 in Wien gestorben. Richard Wagner wurde im Mai 1813 in Leipzig geboren. So konnten sie sich nie begegnen. Es sei denn, Richard Wagner hätte sich schon im zarten Alter von dreizehn Jahren auf die Socken gemacht. Nichtsdestoweniger, Ende der dreißiger Jahre, Wagner sitzt in Paris, hat die Arbeit am „Rienzi“ hinter sich, ist bettelarm und versucht mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln sein Überleben zu sichern, fabuliert sich der glühende Beethoven-Verehrer und künftige Erfinder des musikalischen Gesamtkunstwerks eine schicksalsschwere Stafettenübergabe aus. Eines Tages stellt er als blutjunger und völlig unbekannter Musikus fest, dass sein Idol ja noch keineswegs in den Olymp umgezogen ist! Noch weilt er unter den Sterblichen! Also wird er, also muss er dem Meister in persona unter die Augen treten! Und schon macht er sich auf die Reise, natürlich zu Fuß. Indes, was an Geld fehlt, können Hoffnung, Schwärmerei und Idealismus ohne weiteres ersetzen. Doch nicht mit allem Ungemach wird man so leicht fertig. Unterwegs heftet sich ein nicht minder leidenschaftlicher, zur Gesprächigkeit neigender Amateurmusiker englischer Nationalität an seine Fersen. Und der, Wiliam Bowles, weitaus solventer als der deutsche Nachwuchskomponist, hat auch noch das gleiche Ziel wie er!

Deutschland aufgeführt: „Friedrich und Voltaire“, 1991; „Bumerang“, 1995; „Die Duellantinnen“, 1997), Novellen, Essays und drei Romane. Begründer des Café-Theaters. Wärend seines zwölfjährigen Aufenthaltes in Berlin entstanden zwei „Berlin-Romane“, die später dramatisiert wurden.

Wilhelm Richard Wagner (22. Mai 1813 in Leipzig – 13. Februar 1883 in Venedig im Palazzo Vendramin-Calergi), Komponist, Dramatiker, Philosoph, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Mit seinen Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik und die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete und dazu Text, Musik und Regieanweisungen schrieb. Als erster Komponist gründete er Festspiele in dem von ihm geplanten Bayreuther Festspielhaus. Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne.


SWR 2
Sonntag, 10. Februar 2013, 18:20

Alter Ford Escort dunkelblau
von Dirk Laucke

Regie: Matthias Matschke
mdr 2008
54 Min.

Radio:Tipp

Mit:
Jörg Schüttauf, Peter Schneider, Benjamin Schaup, Judith Engel und Samuel Halscheidt

Regisseur Matthias Matschke; Bild: rbb / Hanna Lippmann
Regisseur Matthias Matschke; Bild: rbb / Hanna Lippmann

Schorse hält es zu Hause nicht mehr aus. Seine Ex-Frau Karin hat schon lange kein Verständnis mehr für ihn, und der Knochenjob auf dem Getränkehof fällt auch nicht gerade in die Kategorie Traumberuf. Schorses Kollegen Boxer und Paul kämpfen mit ähnlichen Problemen. Der eine hat Angst vor Frauen und sieht deshalb lieber Strip-Sendungen, der andere soll mal den Getränkehof vom Vater übernehmen. Alle drei wollen einfach nur raus: «Wer jetzt nicht geht, versumpft hier wie in Treibsand.»Eines schönen Tages klettern Schorse, Boxer und Paul in ihren alten Ford Escort, gabeln Schorses Sohn auf und fahren nicht zur Arbeit, sondern Richtung «Legoland». Während Hard Rock aus den Lautsprechern dröhnt, beginnt eine wilde Fahrt durch das Mansfelder Land. Hier blühen für die Ausbrecher noch einmal wilde Träume und weit reichende Pläne, doch die Suche nach der großen Freiheit endet schließlich da, wo sie begonnen hat.

Dirk Laucke, Jahrgang 1982, aufgewachsen in Halle (Saale) begann ein Psychologiestudium in Leipzig, das er abbrach, um seit 2004 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin zu studieren. Im selben Jahr wurde er von Tankred Dorst als Nachwuchsdramatiker zu den Salzburger Festspielen eingeladen. 2005 realisierte er mit den beiden Kommilitoninnen Magdalena Grazewicz und Reyna Bruns am Berliner GRIPS-Theater das Stück „Hier geblieben!“, das sich für das Bleiberecht minderjähriger Flüchtlinge einsetzt und auf einem authentischen Fall beruht. 2007 schrieb Laucke das Drehbuch für den in Halle spielenden Film „Zeit der Fische.“ Für „alter ford escort dunkelblau“ erhielt Laucke den „Kleist Förderpreis für junge Dramatiker 2006“ und wurde mit dem Stück unter anderem zum Autorenworkshop des Berliner Theatertreffens 2006 eingeladen.2007 wurde Dirk Laucke von der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater Heute zum Nachwuchsautor des Jahres gewählt.

Dirk Laucke gelingt mit „Alter Ford Escort dunkelblau“ ein tragisch-komisches Roadhörspiel. Drei Verlierer auf der Flucht vor dem schnöden Leben, dem großen Ausbruch. Unter den Klängen von AC/DC schwänzen sie die Arbeit und fahren – in Richtung Legoland. Natürlich ist auch dies nicht von Erfolg gekrönt und so stehen alle drei am Ende wieder dort, wo alles begann.

Neben Lauckes sehr gut gezeichneten Figuren, ist es insbesondere das tolle Schauspiel der drei Hauptakteuere – Jörg Schüttauf, Peter Schneider und Benjamin Schaup – die das Stück prägen und für einen Gutteil des Unterhaltungswertes sorgen. Eine temporeiche – aber nie gehetzt wirkende – Inszenierung sorgt dafür, dass man diese Radiostunde als gelungen bezeichnen darf.

Gute und originelle Unterhaltung mit gesundem Abstand zum Mainstream.

Meine Wertung: + + + +


DLR Kultur
Sonntag, 10. Februar 2013, 18:30

Die Störenfriede
von Marion Aubert

Bearbeitung: Bettina Arlt (Übersetzung)
Regie: Ulrike Brinkmann
Musik: Hans Schüttler
SR / DLR 2008
56 Min.

Mit:
Leopold von Verschuer, Kirsten Hartung, Falk Rockstroh,
Kirsten Hartung, Effi Rabsilber u.a.

Die schlaffe Königin lässt die Staatsgeschäfte schleifen, drangsaliert ihre Kammerzofe Jacqueline und bestellt Schmeichler, die ihre miese Laune verbessern sollen. Jeanne d’Arc höchstselbst kommt angeritten, um das Königreich zu retten, denn unter der schlaffen Königin wird schlecht geliebt und viel gestorben. Marion Auberts Groteske kommt als burleskes, blutrünstiges, tragikomisches Märchen daher, dessen schlecht erzogenes Personal ständig über die Stränge schlägt, die Grundregeln der Wahrscheinlichkeit in Frage stellt und unseren inneren Frieden stört. Es darf gelacht werden! Aubert bekam 2005 den Auftrag, etwas über „Begierde, Unordnung, Ungehorsam“ zu schreiben, entstanden sind „Die Störenfriede“. „Diese Skizze erzählt das traurige Leben von Kleingeistern, verloren und mickrig. Die Ge schichte derer, die beinah gestorben wären, weil sie sich zu wenig geliebt haben.“ (Marion Aubert)

Marion Aubert, Jahrgang 1977, Schauspielausbildung in Montpellier, wo sie auch lebt. Mit 20 Jahren gründete sie ihre Compagnie „Tire pas la nappe“, mit der sie selbst auf der Bühne steht, aber sie spielt auch für andere Regisseure. Ein Dutzend Theaterstücke hat sie geschrieben, alle wurden in Frankreich aufgeführt, „Les aventures de Nathalie Nicole Nicole“ auch beim Festival PRIMEURS 2007 in Saarbrücken.


WDR 5
Sonntag, 10. Februar 2013, 19:30

Stuarts Cape
Teil 6

von Sara Pennyacker

WDR 2011
ca. 10 Min.

sh. 3. Februar 2013, 19:30 Uhr, WDR 5


Radio Corax
Sonntag, 10. Februar 2013, 20:00

Freispiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


NDR-Info
Sonntag, 10. Februar 2013, 21:05

Watchdog
von Sabine Stein

Regie: Judith Lorentz
NDR 2011
54 Min.

Mit:
Hüseyin Ekici, Matthias Brandt, Janusz Kocaj, Mira Partecke, Jan Breustedt u. a.

Matthias Brandt als Edgar Schacht; Bild: NDR / Anke Beims
Matthias Brandt als Edgar Schacht; Bild: NDR / Anke Beims

Man nennt ihn nur den „Lutscher“. Er ist schmächtiger als die anderen, Zahnspangenträger, ein Außenseiter, den niemand freiwillig zu sich in die Sportgruppe wählt. Mit allen Mitteln kämpft er darum, dazuzugehören. Am liebsten wäre er wie Murat, so cool und kaltschnäuzig. Anfangs dient er sich ihm mit Geschenken an. Dann versucht er, mit einem perfiden Coup seinen Respekt zu ertrotzen. Er sucht sich ein Opfer, das genauso schwach ist wie er selbst: den Physiklehrer. Ihn filmt er. Zunächst bei seinen stets misslingenden Unterrichts-Performances, wenn seine Schulstunden von renitenten Schülern sabotiert werden und ihm die Apfelbutzen um die Ohren fliegen. Dann zu Hause, wenn er sich mit der Büroklammer im Ohr herumpult. Schließlich montiert er ihn in pikante Sexszenerien. Alle Videos stellt er ins Netz. So wächst der Lutscher empor zum heimlichen Drahtzieher einer Entblößungs-Kampagne, eines Schauprozesses, einer öffentlichen Exekution, wird zum selbsternannten „watchdog“ und „cyber warrior“. Derweil gerät Großmaul Murat ins Zentrum der schulinternen Nachforschungen. Ihm traut man die fiesen Filme am ehesten zu. Auf einmal kämpfen alle um ihr Leben: Murat, der unschuldig ist, der Lehrer, der sich wehren muss und Nils, der um jeden Preis siegen will. In einem atemberaubenden show down führt Sabine Stein ihre genauestens recherchierte Geschichte über Cyber-Mobbing einem Ende zu, das im klassischen Sinne tragisch ist.

Ein großartiges Hörspiel über Cybermobbing – Obwohl man sich so mancher Klischees bedient, bleibt Sabine Steins Hörspiel glaubwürdig. Interessant wird es nicht nur durch die bloße Darstellung des Problemkreises, sondern durch die sehr gute Opfer- Täterverschiebung. Die Erkenntnis, dass es hier kein reines Gut und Böse geben muss, und wie schnell aus Tätern eben auch Opfer werden können (ohne dass man dies hier an den Haaren herbeizerren müsste), würde schon für eine Empfehlung ausreichen.

Hinzu kommt eine sehr gelungene, lebendige Inszenierung mit sehr guten Schauspielern u. a. einem herausragenden Matthias Brandt.

Meine Wertung: + + + +


890RTL
Sonntag, 10. Februar 2013, 22:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


DLR Kultur
Montag, 11. Februar 2013, 00:05

Olga la Fong
von Eugen Egner

Regie: Annette Berger
WDR 2008
49 Min.

Radio:Tipp

Mit:
Matthias Matschke, Susanne Jansen, Rene Heinersdorff, Traugott Buhre, Klaus Herm, Thomas Nicolai, Matthias Ponnier, Siemen Rühaak, Mark Oliver Bögel, Klaus-Dieter Klausnitzer, Ulrich Marx, Jochen Langner, Mira Partecke, Lars Schmidtke, Susanne Reuter, Dustin Semmelrogge u. a.

Susanne Jansen; Bild: WDR/Sibylle Anneck
Susanne Jansen; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Fotografieren Sie die Seriennummer auf der Unterseite von Olga La Fong!‘ Es gibt gewiss leichtere Arbeitsaufträge. Zumal man nie wissen kann, ob die Telekommunikationsfirma den Telefonanschluss nicht hinterrücks lahmlegt hat. Und wenn sich zur Unerbittlichkeit der Arbeitswelt in Form des Foto-Auftrags noch der Terror der Massenmedien in Form von dichtenden Schaffnern gesellt, ist die Katastrophe schnell perfekt. Selbst mit einer Reichs-Lochkamera und einem Andersen-Schürfbock ausgestattet wird es unter diesen Umständen höchst schwierig, Olga La Fongs Seriennummer abzulichten. Als schließlich zu allem Überfluss die Texas Rangers folgenschwer ins Zeitgefüge eingreifen, kann nur noch die Staatsmacht helfen. Doch auch die versagt. Polizisten, die an nichts anderem interessiert sind als der Produktion infernalischen Lärms, können den Bürger nicht mehr schützen.

Eugen Egner, geboren 1951, preisgekrönter Meister des Grotesken (Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2003), lebt in Wuppertal, wo er abgründige Geschichten und Zeichnungen anfertigt, u. a. für die Zeitschrift Titanic.

‚Olga la Fong‘ ist ein Hörspiel, das nicht sofort den Hörer packt und in seinen Bann zieht. Dazu braucht es schon ein paar Minuten der Gewöhnung, zumindest für die, die bislang von Autor Eugen Egner noch nichts vernommen haben. Denn ‚Olga la Fong‘ hat einen ganz eigenen Stil. Ist man aber über die Phase der ersten Verwunderung hinaus, dann nimmt einen Egner mit auf eine äußerst unterhaltsame Reise, und man lauscht gebannt und fiebert mit, ob es denn wohl gelingen wird, die Seriennummer auf der Unterseite von Olga la Fong mit der Reichslochkamera zu fotografieren. Ein Mix aus herrlichen Elementen, die, wie es sich für ein ordentliches Humorgefüge gehört, gerne auch immer wiederkehren. ——Ein Mix aus großen, altbekannten Sprechern und jungen, frischen Stimmen sorgt für den passenden Klang. Der Humor wirkt, weil man nicht lustig klingen will. Hier und da unterläuft ein Sprecher dies etwas, was aber den guten Gesamteindruck kaum schmälert, sondern als eigene Facette vertretbar bliebt. ——Eines der ungewöhnlichsten, aber auch eines der unterhaltsamsten Hörspiele, das ich in diesem Jahr gehört habe. ‚Olga la Fong‘ ist ein Muss für alle, die sich von Skurrilitäten nicht zurückschrecken lassen. —

Meine Wertung: + + + +


SRF 1
Montag, 11. Februar 2013, 14:00

Stübi Müüse und Rosa
von Peter Weingartner

Regie: Geri Dillier
Musik: Beat Föllmi
DRS 2006
37 Min.

Mit:
Hans Rudolf Twerenbold, Albert Freuler, Bella Neri, Heiner Hitz, Julia Glaus, Päivi Stalder

Er ist ein Eigenbrötler, der Kleinbauer Kaspar Stübi. In der Schule war er einer der Besten. Aber angepasst hat er sich nie. Jetzt, im Alter, redet er mit seiner Kuh Rosa über Gott und die Welt. Er will ein Buch veröffentlichen: «Das neue Weltgesetz».
Die Gemeinde soll ihn bei diesem Vorhaben finanziell unterstützen. Ein Weltverbesserer, ein Spinner sei er, sagen die meisten. Ein friedlicher Kerl und ein gescheiter Kopf, sagt der Gemeindepräsident. Die einen machen ihm das Leben zur Hölle, der Gemeindepräsident, ein alter Schulkollege von Stübi, nimmt ihn in Schutz. Solange es geht…

Peter Weingartner (1954) lebt mit seiner Familie im luzernischen Triengen und arbeitet als Lehrer und Journalist. Zahlreiche Hörspiele für Radio SRF und Radio Bremen; Theatertexte («Amstutz Konrad, Weltgesetzerfinder», «Couscous und Röschti», «Der Unterbruch») und Erzählungen («Stühle im Zug», «Der Lichtermann»).


rbb-kulturradio
Montag, 11. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 1
Schiller: Wilhelm Tell

von Tom Peuckert

Regie: Beate Bosch
Musik: Dietrich Petzold
rbb 2010
ca. 5 Min.

Mit:
Robert Gallinowski, Karl-Heinz Choynski, Bernd Stegeman, Stefan Kaminski, Axel Werner, Axel Wandtke, Margit Bendokat, Ursula Werner, Steffi Kühnert, Christian Grasshof, Cathleen Gawlich, Jaecki Schwarz, Imogen Kogge, Martin Seifert und Catherine Stoyan

Bild: rbb/Hanna Lippmann
Christian Grashof (li.) und Axel Werner; Bild: rbb / Hanna Lippmann

1 – Schiller „Wilhelm Tell“
2 – Schiller „Die Räuber“
3 – Tschechow „Drei Schwestern“
4 – Goethe „Faust“
5 – Sophokles „König Ödipus“
6 – Becket „Warten auf Godot“
7 – Brecht „Die Dreigroschenoper“
8 – Shakespeare „Hamlet“
9 – Lessing „Nathan der Weise“
10 – Shakespeare “Romeo und Julia”

Wie war das noch mit den Klassikern? Wilhelm Tell – Schweizer Berge und Apfel auf des Sohnes Kopf, Schillers Räuber – die zwei feindlichen Brüder; Tschechow – die Sehnsucht dreier Schwestern nach Moskau – jeder kennt sie, die Klassiker. Irgendwie. Als schwere Stoffe gelten sie und als abendfüllende Veranstaltungen. Doch es geht auch anders: topaktuell und in aller Kürze. Gerade einmal fünf Minuten nimmt sich Tom Peuckert für seine Klassikeradaptionen.

Wie geht es heute einem Dr. Faust? Was ist uns geblieben von Ödipus? Wonach sehnen sich drei Schwestern in unseren Tagen? Warten auf Godot und nie kam er an; die Dreigroschenoper und die Frage, was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank; Hamlet und das Sein oder Nicht-Sein oder Nathan der Weise und das Chaos mit den Religionen. Auf wen oder was warten sie heute, Wladimir und Estragon? In welch verfeindeten Familien leben nun die Romeos und Julias? Und der weise Nathan und seine Ringparabel – ein alter Hut? Keineswegs. Auch in der Gegenwart sind sie zu finden, die klassischen Prototypen und ihre dramatischen Konflikte.

Tom Peuckert, geboren 1962 in Leipzig und dort aufgewachsen. 1984-89 Studium der Theaterwissenschat in Berlin. Theaterinszenierungen. Schreib Theaterstücke, Hörspiele und arbeitet als freier Autor für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Zahlreiche Hörspiele, insbesondere für SFB und rbb.


DLR Kultur
Montag, 11. Februar 2013, 21:33

Aschermittwoch
von Tom Peuckert

Regie: Thomas Werner
WDR 2011
54 Min.

Mit:
Castor Troya, Detektiv: Andreas Pietschmann
Beatrice, Sekretärin: Camilla Renschke
Verena Ziegler: Daniela Bette
Max: Martin Bross
Konrad Bach: Arved Birnbaum
Rezeptionistin: Petra Kalkutschke
Dr. Gansmeyer: Walter Gontermann
Türsteher: Steffen Gräbner
Harald: Rolf Berg
Barbara Witte-Winter: Tanja Haller
Jonas Ziegler: Jonas Baeck

Bild: WDR/Sibylle Anneck
Camilla Renschke; Jonas Baeck und Andreas Pietschmann; Bild:
WDR/Sibylle Anneck

An einem Aschermittwoch ist Jonas Ziegler verschwunden. Privatdetektiv Castor Troya soll den IT-Unternehmer finden. Aber im Büro seiner Firma nimmt man sein Verschwinden nicht sonderlich ernst. Es hat den Anschein, Zieglers Unternehmen „PC Express“ sei nicht mehr als eine Briefkastenfirma und der Grund für sein Verschwinden ein amouröses Abenteuer. Der gut aussehende Ziegler verdient sein Geld offenbar nicht mit Computer-Fachkenntnissen. Unter einem Decknamen bietet er über eine Agentur Liebesdienste an. Zur Kundschaft zählen auch prominente Politiker.

Tom Peuckert, geboren 1962 in Leipzig, studierte Theaterwissenschaft und lebt als Dramatiker und Hörspielautor in Berlin.

Die Castor-Troya-Reihe geht in die sechste Runde. Wieder lässt Autor Tom Peuckert den Detektiv mit dem bemerkenswerten Namen ermitteln. Diesmal gibt er sich in die Untiefen der Berliner homosexuellen Prostitution und knüpft einige „nette“ Verbindungen zur großen Politik. Auch, wenn dies hier mit einem Augenzwinkern geschieht, sind Parallelen zum realen Leben doch durchaus erkennbar und sicherlich nicht ganz zufällig entstanden. Peuckert erzählt die Geschichte sehr glaubwürdig, er bindet die realen Ereignisse geschickt in den fiktiven Plot ein. Heraus kommt ein hörenswerter und unterhaltsamer Krimi.

Die Castor-Troya-Reihe zeichnet sich durch ein Wechselspiel der produzierenden Sender, aber auch der Besetzungen aus. Nach SFB-ORB, dem WDR, dem DLR und zuletzt dem rbb kehrt die Geschichte wieder zum WDR zurück und wird hier von Thomas Werner inszeniert. Die Hauptrolle spielt Andreas Pietschmann, der den Castor Troya schon mal in der Episode „Süßes Gift“ gesprochen hatte. Die Umsetzung gelingt gut, man schafft es, den guten und unterhaltsamen Krimiplot auch angemessen in Szene zu setzen.

Ein unterhaltsamer Krimi mit einigen netten Parallelen zur Realität.

Meine Wertung: + + +


mdr-figaro
Montag, 11. Februar 2013, 22:00

Stevenson unter Palmen
von Alberto Manguel

Regie: Peter Rothin
Musik: Claudio Puntin
WDR 2004
69 Min.

Mit:
Sylvester Groth, Frauke Poolman, Rolf Hoppe, Horst Mendroch, Ernst August Schepmann u. a.

Robert Louis Stevenson verbringt seine letzten Lebensjahre, stark angegriffen von einem Lungenleiden, in Apia auf Samoa. Er ist der weltberühmte Verfasser der „Schatzinsel“ (1883) und von „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ (1886). Die Samoaner nennen ihn den „Geschichtenerzähler“, da er ihnen oft aus seinen Büchern vorliest . Eines Tages trifft Stevenson am Strand einen Mann namens Baker, der sich als Missionar ausgibt. Literatur, sagt Baker, bestehe nur aus erfundenen Geschichten, also aus Lügen. Er aber, Baker, verkünde die einzig wahre Botschaft: Gottes Wort. Den gemeinsamen Strandspaziergängen mit erbitterten Disputen folgen Morde und Brandstiftungen. Der eine könnte es gewesen sein – ebenso wie der andere.

Die Bezüge zu den genannten, aber auch anderen Werken Stevensons sind unverkennbar. Geortet und ganz und gar greifbar ist die Geschichte Manguels auf Samoa, wo Robert Louis Stevenson 1894 im Alter von nur 44 Jahren gestorben ist. Gleichzeitig schaffen ihr exotisches Umfeld, vor allem jedoch die geheimnisvollen Geschehnisse, eine fantastisch-mythische Dimension. Es verwundert also keineswegs, dass der Autor Alberto Manguel ein ausgewiesener Borges-Spezialist ist.

Alberto Manguel wurde 1948 in Buenos Aires geboren und wuchs in Israel und Argentinien auf. Er war lange Jahre Buchhändler und gehörte zum Kreis der jungen Literaturpassionierten, die José Luis Borges nach dessen Erblindung vorlasen. 1998 wurde Manguel für seinen in alle Weltsprachen übersetzten Roman „Eine Geschichte des Lesens“ mit dem Prix Medicis ausgezeichnet. Manguel ist kanadischer Staatsangehöriger


nordwestradio
Montag, 11. Februar 2013, 22:05

Smuggelmeier
von Hans Kobitzsch

NDR / RB 1954
45 Min.

sh. Freitag, 8. Februar 2013, 19:05 Uhr, nordwestradio


SRF 1
Montag, 11. Februar 2013, 23:00

Schreckmümpfli – Die Geburtstagsüberraschung
von Frederic Brown

DRS 2006
8 Min.


WDR 3
Montag, 11. Februar 2013, 23:05

Der Notfall erfordert alles
von Eugen Egner

Regie: Petra Feldhoff
WDR 2003
54 Min.

Mit:
Otto Sander, Heinrich Schmieder, Walter Renneisen, Astrid Meyerfeldt, Cathleen Gawlich u. a.

Hat die Invasion der Bodysnatcher längst stattgefunden? Und haben die Außerirdischen vom Gehirn eines Science-Fiction-Übersetzers Besitz ergriffen? Diese Fragen drängten sich dem Autor auf, als er das Material in die Hände bekam, aus dem „Der Notfall erfordert alles“ entstand – ein Hörspiel, das aus den misslungenen Übersetzungen bekannter Science-Fiction-Romane zusammengesetzt ist.

Der Protagonist Hark leidet unter einer unbestimmten Angst, für die es kein Heilmittel zu geben scheint. Bis zu dem Tag, an dem er einen Mechaniker trifft, der diesen quälenden Zustand als mentales Übersetzungsproblem diagnostiziert und entsprechend „repariert“. Danach ist Hark zwar von seiner Angst kuriert, aber dafür verändert sich die Realität auf unvorhersehbare Weise. Heraus kommt eine Story, die die bekannten Zutaten der Science Fiction enthält: Invasoren von fernen Planeten, Verschwörungen fremder Mächte, wunderbare Technik und vielleicht sogar eine Liebesgeschichte. Der wahre Horror dieser Welt aber lauert woanders: Denn mit diesem Hörspiel kommt einem der normale Sprachgebrauch zunehmend abhanden. „Scharen Sie die volle Wirkkraft des Genius Ihrer Hände zusammen. Der Notfall erfordert alles!“

Eugen Egner, Jahrgang 1951, preisgekrönter Meister des Grotesken (Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2003), lebt in Wuppertal, wo er abgründige Geschichten und Zeichnungen anfertigt, u. a. für die Zeitschrift „Titanic“.


890RTL
Dienstag, 12. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


rbb-kulturradio
Dienstag, 12. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 2
Schiller: Die Räuber

von Tom Peuckert

rbb 2010
ca. 5 Min.

sh. 11. Februar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


SWR 2
Dienstag, 12. Februar 2013, 19:20

Kurze Geschichte von meinem Bruder und mir und unserer Schwester in den Wäldern
von Marjolein Bierens

Bearbeitung: Alois Kindtner (Übersetzung)
Regie: Marlies Cordia, Felicitas Ott
NPS / SWR 2011
20 Min.

Amarante ist mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Kendzo vor dem Bürgerkrieg in ihrer afrikanischen Heimat nach Holland geflohen. Ihre Schwester haben sie auf der Flucht verloren. Jetzt leben sie in einer kleinen Wohnung in Rotterdam. Doch ihre Mutter reist immer wieder zurück nach Afrika, um ihr verschwundenes Kind zu suchen. Als Kendzo von zuhause abhaut und sich auf der Straße durchschlägt, ist Amaranthe ganz allein. Bis ihr Bruder mit einer elektronischen Fußfessel wiederkehrt.


WDR 5
Dienstag, 12. Februar 2013, 20:05

Test
von Stanislaw Lem

Bearbeitung: Johannes Mayr
Regie: Johannes Mayr
Musik: Constantin Popp
DRS 2008
51 Min.

Cover - Test - Stanislaw Lem

Mit:
Florian Lukas, Stjepan Markovic, Herbert Schäfer und Norbert Schwientek

Kadett Pirx macht eine Ausbildung zum Raumfahrer. Er ist ein Träumer und für die vielen Gedanken, die in seinem Kopf herumschwirren, findet er oft nicht die richtigen Worte. Deshalb halten ihn seine Kameraden und Lehrer aus dem Raumfahrinstitut für einfältig. Als ausgerechnet Pirx für den nächsten Testflug ausgewählt wird, erhält er jedoch die Chance, sein Können als Raumfahrer unter Beweis zu stellen. Aber unglücklicherweise hat sich in seinem Raumschiff eine Fliege verkrochen, die alles durcheinander bringt.

Stanislaw Lem erzählt hier eine originelle Geschichte, bei der die SF zwar wichtig ist, damit sie funktioniert, aber doch in Dosen serviert wird, die diejenigen Hörer nicht abschrecken dürfte, die dem Genre sonst eher reserviert entgegenstehen.

Die Geschichte ist sehr erzählerlastig, was ihr fast den Charakter einer szenischen Lesung verleiht. Als handelnde Figur nimmt nur Florian Lukas größeren Raum ein, der hier meist in Selbstgesprächen den Kadetten Pirx in seinen Zweifeln gut darzustellen weiß.

Gewöhungsbedürftig ist Erzähler Stjepan Markovic, seine sehr nüchterne Erzählweise passt zwar sehr gut, allerdings schlägt der deutliche Akzent schon etwas auf den Hörfluss.

Mit „Test“ gibt Johannes Mayr sein Regiedebüt beim DRS. Er setzt die Geschichte in eine glaubhafte Kulisse, die eher zu den ruhigeren Vertreter des Genres gehört. Das nimmt den Stil Lems gut auf, dessen Zielrichtung ja nicht das schillernde Weltraumabenteuer ist, sondern die Figur Pirx eindeutig im Fokus lässt.

Auch wer mit dem Genre der SF sonst kaum etwas anfangen kann, darf hier ruhig mal ein Ohr riskieren. In „Test“ erzählt Lem und das Team des DRS eine unterhaltsame und pointierte Geschichte, in einer – im positivsten Sinne – unspektakulären Umsetzung.

Meine Wertung: + + + +


DLF
Dienstag, 12. Februar 2013, 20:10

Die wundersame Reise des Roman Horn
von Andreas Sauter und Bernhard Studlar

Regie: Reto Ott
Musik: Martin Bezzola
SRF 2012
56 Min.

Mit:
Roman Horn: Kamil Krejci
Fräulein Bächli / Haar: Fabienne Hadorn
Herr Moser: Walter Andreas Müller
Froschgesicht: Markus Scheumann
Lavazza: Michael Schacht
Alge: Inga Eickemeier
Vater: Urs Bihler
Mutter: Lisbeth Felder
Heidi / Auge: Carina Braunschmidt
Frau Hüsch: Trudi Roth
Bronsky / Selbstvertrauen: Peter Hottinger
Fahrgast / Hirn: Jodoc Seidel
Knie: Margret Nonhoff
Fuß: Michael Luisier
sowie Päivi Stalder, Valérie Wacker, Geri Dillier, Max Helfer, Hajo Wunderlich

Bild: SRF / SWR

Roman Horn ist Taxifahrer in Romanshorn am schönen Bodensee. Ein alleinstehender Durchschnittstyp mittleren Alters. Hilfsbereit, beliebt und frei von großen Sorgen. Aber dann kommt der Tag, an dem er seinen neuen Personalausweis abholt – in der Schweiz »Identitätskarte » genannt. Oder kurz: ID. Und Roman Horn, bisher nicht als Grübler bekannt, stellt sich plötzlich eine schicksalhafte Frage: Wer bin ich eigentlich? Das Fräulein von der Passstelle erklärt sich diesbezüglich strikt für unzuständig und schickt den Fragesteller zu einem obskuren Informationsschalter, von dem er mit noch mehr Fragen an ein noch obskureres Büro für Identitätsangelegenheiten verwiesen wird. Roman Horn besteigt einen Fahrstuhl und landet – zu seiner größten Verblüffung – am Grund des Bodensees.

Grenzfälle – Eine länderübergreifende Kooperationsreihe des Südwestrundfunks mit dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF

Gemeinsam Grenzen reflektieren, vielleicht überwinden, aber zumindest mit vorgefundenen oder erfundenen Grenzerfahrungen unterhaltsam spielen – so lautete die Aufgabenstellung, mit der die Hörspielredaktionen des SWR auf deutscher und von SRF auf schweizerischer Seite an etwa vierzig ausgesuchte Autorinnen und Autoren herangetreten sind. Mit dem Ziel und Versprechen, am Ende in enger Zusammenarbeit vier Stücke – zwei von jeder Seite – zur Produktionsreife zu führen, zu realisieren und auf den jeweiligen Unterhaltungswellen DRS1 und SWR4 gebündelt zwischen Ostern und Pfingsten zu senden. Erlaubt waren thematisch und stilistisch zunächst alle Hörspiel-Szenarien, die auf irgendeine Art aus Grenzsituationen interessante, spannende, komische oder tragische Geschichten entwarfen; gewünscht eine regionale und regionalsprachliche Anbindung an den die reale Staatsgrenze übergreifenden alemannischen Sprachraum. Entstanden sind vier höchst unterschiedliche Hörspiele. Sie erzählen von Grenzüberschreitungen in Beziehungsfragen (»Moi non plus«), von realer Grenzenlosigkeit, dem ›Niemandsland‹ Bodensee (»Der Pirat vom Bodensee«), von einer phantastischen Reise über die Grenzen der Realität hinaus (»Die wundersame Reise des Roman Horn«) und von einem tragisch-komischen Grenzzustand zwischen Leben und Tod (»Dazwischen«).

Andreas Sauter geboren 1974 in Zürich.

Bernhard Studlar geboren 1972 in Wien, haben sich 1998 während des Studiums an der Berliner UdK kennen gelernt und seitdem eine Vielzahl gemeinsamer Theaterstücke verfasst. Ihr Stück «A. ist eine andere» wurde 2000 mit dem Kleist-Förderpreis ausgezeichnet und mehrfach im In- und Ausland inszeniert. Das gleichnamige Hörspiel wurde in der Schweiz zum Hörspiel des Jahres 2004 gewählt.

Zugegeben, ein wenig besorgt war ich, dass dieses Hörspiel zu verkünstelt geraten könnte. Aber es gelingt den Autoren, die Geschichte, trotz aller Surrealität, sehr geradlinig zu erzählen. Auch eine ordentliche Prise Humor sorgt dafür, dass das Hörspiel sehr unterhaltsam wird, wobei die Dosierung immer angemessen ist, dass es trotz aller Skurrilität nicht zu sehr ins Alberne abdriftet. Man hangelt sich stets an einer philosophischen Grundlinie entlang, ohne dass man die Arroganz der Allwissenheit an den Tag legt.

Dank der gut besetzten Vielstimmigkeit, dem sehr charismatischen Kamil Krejci und einem einfallsreichen Sounddesign macht das Zuhören hier einfach Spaß.

Meine Wertung: + + +


OE 1
Dienstag, 12. Februar 2013, 21:00

Category 5: Wie ich Fats Domino aus dem Hurrikan Katrina rettete
von David Zaine Mairowitz

Regie: David Zaine Mairowitz
Musik: Fats Domino
SRF 2012
52 Min.

Radio:Tipp

Prix Europa 2012

Mit:
Dudeck: Martin Reinke
Fats Domino: Allan Evans
Officer Black: Robyn Lyn Gooch
Mambo Vera: Hélène Echard
Prediger: Aloysius Itoka
Nachrichtensprecher: Henry Camus
Bergungsarbeiter / 1. Cop: Vincent Leittersdorf
Rezeptionistin: Anikó Donáth
2. Cop: Daniel Ludwig

Als am 29. August 2005 der Hurrikan Katrina die Stadt New Orleans trifft, ist das Ausmass der Katastrophe trotz aller Vorsichtsmassnahmen verheerend. Nahezu die gesamte Stadt steht bis zu sieben Meter tief unter Wasser, Evakuierungszentren sind geflutet, etwa 1’800 Menschen sterben, andere warten tagelang auf den Dächern ihrer Häuser auf Rettung. In all diesem Chaos trifft die Musikwelt ein weiterer Schlag. Fats Domino, der grosse Rhythm and Blues- Sänger und Sohn der Stadt, ist verschwunden. Niemand weiss, wo er ist und ob er überhaupt noch lebt. Diese Nachricht ist für David Zane Mairowitz‘ Protagonisten, den Berliner Dudeck, ein Erweckungsmoment. Er, der alte Rock’n’Roller, der nie etwas gewagt hat, macht sich auf mitten in das Katastrophengebiet, um Fats Domino zu retten. Zu Hilfe kommen ihm dabei nur seine blutdrucksenkenden Mittel und die Fähigkeit, mit seinem grossen Idol in Gedanken zu kommunizieren. David Zane Mairowitz arbeitet mit YouTube- und selbst aufgenommenen Originaltönen. Er macht die Katastrophe akustisch erlebbar und lässt das New Orleans auferstehen, in dem sein unbedarfter Dudeck mit Berliner Schnauze und besessen von Fats Domino mit Alligatoren um die Wette paddelt, Voodoozauber erfährt und mit der völlig überlasteten Polizei von New Orleans aneinandergerät.

David Zane Mairowitz, 1943 in New York geboren, lebt seit 1966 in Europa als freier Schriftsteller, heute in Avignon und Berlin. Er verfasst journalistische Arbeiten, Kurzgeschichten, Bühnenstücke und zahlreiche Hörspiele, für die er u.a. 1996 mit dem Prix Ostankino für «Planet aus Asche», 1997 mit dem Prix Italia für «Der wollüstige Tango» und 2005 mit dem Prix Europa für «Im Krokodilsumpf» ausgezeichnet wurde. .

Fats Domino, 1926 in New Orleans geboren, ist ein US-amerikanischer Rhythm and Blues-Sänger. Die Rock’n’Roll-Zeit der 50er Jahre wurde zu seiner erfolgreichsten musikalischen Phase, in der Songs wie «Blueberry Hill», «Ain’t that a shame» oder «Blue Monday» entstanden. Fats Domino lebt heute zurückgezogen in New Orleans und will die Stadt bis zu seinem Tod nicht verlassen.

David Zaine Mairowitz nimmt das reale Verschwinden Fats Dominos in den Wirren der Katastrophe, die vom Wirbelsturm „Cathrina“ über New Orleans hereinbrach, als Grundlage für seine bitterböse, aber sehr unterhaltsame Geschichte. Sein Protagonist Dudek taugt eigentlich nur wenig zum Helden – Gesundheitlich höchst angeschlagen, kämpft er sich durch das Katastrophengebiet, um sein Idol, Fats Domino, zu retten. Er ringt mit Alligatoren, Polizisten, Plünderen und seinem Bluthochdruck.

Die skurrile Geschichte lebt von einer gelungen Mischung aus bitterer Realität und der abstrusen fiktiven Geschichte. Mairowitz‘ Dudek ist dabei das herausragende Moment. Die Figur wird sehr lebendig von Martin Reinke dargestellt – ich kann mich nicht erinnern, den Schauspieler jemals so großartig erlebt zu haben..

„Category 5: Wie ich Fats Domino aus dem Hurrikan Katrina rettete“ ist ein cleveres und höchst unterhaltsames Hörspiel!

Meine Wertung: + + + +


1Live
Dienstag, 12. Februar 2013, 23:00

Der Notfall erfordert alles
von Eugen Egner

WDR 2003
54 Min.

sh. Montag, 11. Februar 2013, 23:05 WDR 3


WDR 3
Dienstag, 12. Februar 2013, 23:05

Otto Mötö
von Gaby Schaffner

Regie: Gabi Schaffner
hr 2012
59 Min.

Hörspiel des Monats August 2012

Sie kennen Martti Mauri nicht? Eigentlich nicht verwunderlich, doch um so bedauernswerter, denn dieser finnische Eigenbrötler ist Legende und Unbekannter gleichermaßen. Martti Mauri, geboren 1935 auf der Halbinsel Kuokkala bei Jyväskyla, ist passionierter Autodidakt mit einer gewaltigen Leidenschaft für Motoren aller Art. Ein Liebender? Gewiss. Ein Fetischist? Selbstverständlich – wie anders könnte man einen Menschen beschreiben, der es sich schon als Kind lieber auf der noch warmen Motorhaube eines Traktors bequem machte als in einem herkömmlichen Kinderbettchen? Seit Beginn der 50er- Jahre trieb sich Mauri auf Finnlands Rennstrecken herum, besuchte Tarktormessen, Schrottplätze, untersuchte Waschmaschinen, Rasenmäher – und nahm alles mit seinem TK 64 auf. Diese Aufnahmen fanden schließlich in der Szene elektronischer Musik einige Aufmerksamkeit und gelten unter Insidern als Vorreiter des »Industrial Techno«, das gilt besonders für sein berühmtestes Stück, Otto Mötö, das er aus Anlass des 100. Jahrestages des Ottomotors komponierte. 2003 kam Mauri bei einem tragischen Autounfall in seiner Heimatstadt Jyväskyla ums Leben.

Gabi Schaffner, geb.1965 in Offenbach/Main, arbeitet interdisziplinär als Bildende Künstlerin, Kuratorin und Redakteurin. Lebt zwischen Berlin, Helsinki und Lobo/Texas.

Vorstellung im OhrCast

Meine Wertung: + + + +


890RTL
Mittwoch, 13. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


rbb-kulturradio
Mittwoch, 13. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 3
Tschechow: Der Schwestern

von Tom Peuckert

rbb 2010
ca. 5 Min.

sh. 11. Februar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


SRF 2 Kultur
Mittwoch, 13. Februar 2013, 20:00

Rocky Dutschke ’68
von Christoph Schlingensief

Regie: Christoph Schlingensief
WDR 1997
50 Min.

Mit:
Sophie Rois, Bernhard Schütz, Astrid Meyerfeldt, Achim von Paczensky, Kerstin Grassmann, Mario Garzana, Christoph Schlingensief, Ilse Garzana, Kurt Garzana, Rosemarie Bärhold

Luckenwalde, mitten in den 90ern und wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit: Schulfeier. Lehrerfeier. ’68er-Feier. Gedenken an Rudi Dutschke: ‚Sein revolutionärer Kampf begann 17jährig in Luckenwalde und endete tragisch 39jährig im Exil‘ – und ganz und gar und endgültig mit dieser akustischen Abrechnung. Aufstand gegen die ewig Gerechten und politisch Korrekten. 68-er-Treffen im Hörspielstudio. ‚Live geschaltet aus drei Studios‘ hören wir: 12 Redakteure, ausgewählt in einem Preisausschreiben: Wolf Biermann, Margret Kleinert, die Redakteurin für ‚Gedenken ohne Schmerzen‘, schließlich sogar Heiner Müller. Man spricht über Hobbies, Arbeit – und Rudi Dutschke. Auftakt zum Generalangriff auf die Generation der ’68er. Ein Aufstand gegen die ewig richtig Gerechten und politisch Korrekten. In einer furiosen Collage zertrümmert Christoph Schlingensief Bilder und Formeln einer überständigen Epoche; er zerstört die Illusion der ‚Verarbeitung‘ von Geschichte in monströsen Mischungen und emotionsgeladenen Improvisationen. Das Hörspiel, entstanden nach einer Bühnenfassung für die Volksbühne Berlin, wurde von der Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet als ‚Hörspiel des Monats‘ im Januar 1997.

Was erwarte ich eigentlich von einem Hörspiel von Christoph Schlingensief. Vermutlich eine Stunde Groteskes. Insofern kann man sagen, dass meine Erwartungshaltung erfüllt wurde. Das mag einen hohen künstlerischen Anspruch haben, der mir allerdings vermutlich auf ewig verborgen bleiben wird.

Das Stück findet sicherlich seine Fans – immerhin hat man ja einige Auszeichnungen eingeheimst – für mich persönlich bestand diese Hörspielstunde aber nur aus permantem Kopfschütteln.

Meine Wertung: – – –


BR 2
Mittwoch, 13. Februar 2013, 20:03

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

Regie: Walter Adler
SWR 2013
ca. 54 Min.

Radiotatort

Mit:
Ueli Jäggi, Karoline Eichhorn, Jens Winterstein, Thomas Huber, Schirin Brendel, Ramin Yazdani u. a.

Stefan Konarske, Ueli Jäggi und Karoline Eichhorn; Bild: SWR / Alexander Kluge
Stefan Konarske, Ueli Jäggi und Karoline Eichhorn; Bild: SWR / Alexander Kluge

Ein brutaler Mord in Karlsruhe veranlasst die Kripo, Unterstützung beim LKA Stuttgart anzufordern. Das Opfer, ein junger Mann, Student an der Kunsthochschule, wurde aufgehängt an einem Baum in einem Waldstück gefunden. Fast sieht es so aus, als sei er gekreuzigt worden. Ein Ritualmord? Eine Tat im Affekt? Für beides gibt es Indizien. Nina Brändle und Xaver Finkbeiner erfahren, dass es sich bei dem Toten um einen Moslem handelt, dessen Familie aus dem Iran stammt. Angeblich gab es kaum Kontakt zwischen Sohn und Eltern. Dennoch haben sie ihn umgehend als vermisst gemeldet. Aber nicht nur die Familie al Hrab, die vor ihrer Flucht aus dem Iran zum gebildeten Mittelstand zählte, wirft Fragen auf: Ist sie, nach vielen Jahren in Deutschland, tatsächlich so integriert, wie es scheint? Sollte der Mord etwa damit zu tun haben, dass Mustafa al Hrab, das Opfer, eine Heirat mit dem Mädchen Leyla ablehnte, das sein Vater für ihn ausgesucht hatte? Welche Rolle spielt Manfred Müller, der Kommilitone, Mitbewohner und Freund, der sich Umar nennt, seit er zum Islam konvertierte? Und was hat es auf sich mit einer Fatwa, die gegen den Kunstprofessor des Opfers ausgesprochen wurde, nachdem er – angeblich – den Propheten Mohammed in einer Installation verunglimpft hatte? Den Professor scheint die Morddrohung nicht sonderlich zu beeindrucken, Personenschutz lehnt er jedenfalls ab. Finkbeiner und Brändle fragen beim Verfassungsschutz nach. Tatsächlich liegen dort Erkenntnisse vor: Der der tote Mustafa stand lange Zeit unter Beobachtung, die allerdings eingestellt wurde: Es hätten sich keinerlei Verdachtsmomente ergeben …

Katja Röder, geboren 1975. Auf Philosophie- und Jurastudium folgten eine Schauspielausbildung und Theater- und Filmengagements. 2006 übernahm sie die Leitung des Theaters und Musiktheaters des Münchner Kulturzentrums Pasinger Fabrik. Seit 2009 Zusammenarbeit mit Fred Breinersdorfer an Film- Hörspiel- und Theaterprojekten. 2010 Förderpreis für das Filmprojekt »Masernparty«.

Fred Breinersdorfer, geboren 1946 in Mannheim, Studium der Rechtswissenschaften und Soziologie in Mainz und Tübingen. Autor und Rechtsanwalt. Zahlreiche Veröffentlichungen und Filme, auch als Produzent und Regisseur. Diverse Preise und Auszeichnungen, u.a. Nominierung für den Academy Award 2006 für »Sophie Scholl – die letzten Tage«. Für den SWR schrieb das Autorenduo zuletzt den Radio-Tatort „Tödliche Kunst“ (2012)


BR 2
Mittwoch, 13. Februar 2013, 20:05

Der Mann, der nicht rechnen wollte
von Friedrich Christian Delius

Regie: Ulrich Gerhardt
rbb / RB 2010
80 Min.

Radiotatort

Mit:
Jürgen Holtz

Stefan Konarske, Ueli Jäggi und Karoline Eichhorn; Bild: SWR / Alexander Kluge
Stefan Konarske, Ueli Jäggi und Karoline Eichhorn; Bild: SWR / Alexander Kluge

Wie kam es zu dem Gerät, das heute auf allen Schreibtischen steht? Wo hat das digitale Zeitalter seinen Anfang genommen?

Das Hörspiel erzählt die Geschichte des Konrad Zuse, desjenigen Mannes, der den ersten Computer der Welt baute. Es erzählt, wie Zuse die Idee von einer „Universal-Rechenmaschine“ entwickelte und diese unter unvorstellbaren Widrigkeiten umzusetzen begann. Während draußen der 2. Weltkrieg tobte, entstand in einem Kreuzberger Wohnzimmer nach und nach das Wunderwerk einer Maschine aus handgesägten Blechen und 30.000 Einzelteilen. In den letzten Kriegstagen noch gelang Zuse die Flucht mitsamt seiner Maschine aus dem umkämpften Berlin. Doch im Nachkriegsdeutschland fehlte es an Geld und Wissen, um den wahren Wert seiner Erfindung zu erkennen.

Katja Röder, geboren 1975. Auf Philosophie- und Jurastudium folgten eine Schauspielausbildung und Theater- und Filmengagements. 2006 übernahm sie die Leitung des Theaters und Musiktheaters des Münchner Kulturzentrums Pasinger Fabrik. Seit 2009 Zusammenarbeit mit Fred Breinersdorfer an Film- Hörspiel- und Theaterprojekten. 2010 Förderpreis für das Filmprojekt »Masernparty«.

Fred Breinersdorfer, geboren 1946 in Mannheim, Studium der Rechtswissenschaften und Soziologie in Mainz und Tübingen. Autor und Rechtsanwalt. Zahlreiche Veröffentlichungen und Filme, auch als Produzent und Regisseur. Diverse Preise und Auszeichnungen, u.a. Nominierung für den Academy Award 2006 für »Sophie Scholl – die letzten Tage«. Für den SWR schrieb das Autorenduo zuletzt den Radio-Tatort „Tödliche Kunst“ (2012)

F. C. Delius lässt hier Konrad Zuse „sprechen“ – Jürgen Holtz schlüpft in die Rolle des Erfinders des Computers, oder besser der Universalrechenmaschine. Diese bildet den Rahmen der Betrachtungen, die nur um die Zeit kreisen, in der die Arbeiten hieran, Zuse in Anspruch nahmen. Dennoch erfährt man hier viel um das Drumherum, beispielsweise über die gesellschaftlichen und politischen Zwänge, die die Forschung stets beeinflussten.

Dargestellt wird das Ganze, als ob Zuse es für seinen Biografen aufgezeichnet hätte. Daher ist es weniger eine Lesung, als ein echtes Hörspiel, wenngleich die gebotene Sachlichkeit wenig Raum für prägnantes Spiel bietet.

Insgesamt ist „Der Mann, der nicht rechnen wollte, ein inhaltlich interessantes Hörspiel in einer dem Thema angemessenen, nüchternen Umsetzung. F.C. Delius, 1943 in Rom geboren, in Hessen aufgewachsen, lebt heute als Schriftsteller in Berlin und Rom. n Schauspieler Jürgen Holtz bei der Hörspielproduktion, Bild: rbb/Hanna LippmannNDR-Kultur

Meine Wertung: + + +


hr 2
Mittwoch, 13. Februar 2013, 21:30

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


DLR Kultur
Mittwoch, 13. Februar 2013, 21:33

Zazura
von Michael Farin und Raoul Schrott

Regie: Klaus Buhlert
Musik: Klaus Buhlert
BR 1998
53 Min.

Mit:
Mit Edgar Selge, Ignaz Kirchner, Max Raabe und Michael Lucke

Zarzura ist weiß wie eine Taube. Dattelpalmen, Weinpflanzungen und fließende Quellen finden sich dort. Es war der Lebenstraum des ungarischen Grafen László Almásy, Zarzura, die ›Oase der kleinen Vögel‹, wiederzuentdecken. Almásys Expedition findet 1932 die drei Wüstentäler, die einst Zarzura waren. Und die Expedition findet mehr, Zeichnungen aus der Urzeit. 1942 ist Almásy wieder dort. Als Offizier in deutschen Diensten. Es ist Krieg. Nach einem Angriff der Achsenmächte irren vier versprengte Engländer in der Wüste umher. Ohne Nahrung, ohne Wasser. Sie halluzinieren. Die Geschichten verknüpfen sich.


Stadtfilter
Donnerstag, 14. Februar 2013, 00:00

Hörspiel
von NN

NN
NN

Wiederholung des Hörspiels vom Sonntag, 17:30 Uhr


890RTL
Donnerstag, 14. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


rbb-kulturradio
Donnerstag, 14. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 4
Goethe: Faust

von Tom Peuckert

rbb 2010
ca. 5 Min.

sh. 11. Februar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


BR 2
Donnerstag, 14. Februar 2013, 21:03

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


SWR 2
Donnerstag, 14. Februar 2013, 22:03

Nanzen und die Katze
von Hans Zender

Regie: Hans Gerd Krogmann
SR / NDR 1995

Mit:
Rolf Boysen, Josef Tratnik, Werner Eichhorn, Alois Garg, Matthias Ponnier, Peter Lieck u. a.

»Seit Jahren bin ich besonders fasziniert von dem japanischen ZEN-Dichter Ikkyu. Seine poetischen Konzentrate ziehen dem Leser durch eine Häufung unlösbarer Widersprüche bzw. Rätsel den Boden unter den Füßen weg, den Boden der Logik und des Gefühls, auf denen unser Ich beruht. Ich fand ein Gedicht, dessen letzte Zeile »Nanzen schneid‘ die Katz entzwei« lautet. Diese letzte Zeile bezieht sich auf eine bekannte ZEN-Anekdote. « (Hans Zender)

»Wärst Du hier gewesen, hätte ich die Katze retten können. « – Mit diesem Vorwurf empfängt Meister Nanzen den Mönch Joshi, der gerade von einer Reise zurückkehrt, an der Klosterpforte. Im Streit um die Katze entlädt sich ein schon lange schwelender Konflikt zwischen den beiden Parteien des buddhistischen Bettelordens. Die Intellektuellen des Westflügels und die Pragmatiker des Ostflügels beschuldigen sich gegenseitig, sich immer mehr von der reinen Lehre Buddhas entfernt zu haben. Beides, Gedicht und Anekdote, gaben Stoff und Form für Zenders Hörspiel.

Hans Zender geboren 1936 in Wiesbaden, lebt in Freiburg i. Br., ist Dirgent, u.a. ständiger Gastdirigent beim SWR Sinfonieorchester und beim Ensemble Modern, und Komponist im Umkreis der Neuen Musik. Zahlreiche Auszeichnungen: u.a. Preis für Europäische Kirchenmusik (2011).


890RTL
Freitag, 15. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


WDR 5
Freitag, 15. Februar 2013, 14:05

Piratenklinik Sturmhölle 2
von Wilhelm Nünnerich

Regie: Wilhelm Nünnerich
Musik: Wilhelm Nünnerich
WDR 2003
44 Min.

igentlich wollte Kapitän Flitschauge ja nie mehr über Erste Hilfe an Bord der Sturmhölle sprechen. Aber als der Kompass Beruhigungsmittel bekommt, Rouladen mullverpackt wie Mumien serviert werden und am Hauptmast Martinshörner tönen, erkennt der Kapitän, dass Gräte und Bumskopp den Medizinunterricht irgendwie missverstanden haben. – Also geht die ‚Bordarztausbildung‘ mit unerwarteten Folgen ins nächste Semester.

Wilhelm Nünnerich wurde geboren und lebt seit vielen Tagen in Köln, Fuerteventura und manchmal auch auf dem Mond. Er liebt seine Ruhe, und wenn die Katzen sich draußen putzen und satt sind, ist er auch zufrieden. Er macht Wettervorhersagen, dichtet dieses und jenes und singt manchmal leise vor sich hin. Auch sonst ist er sehr tüchtig und hochgradig in Ordnung. Sagt jeder, außer denen, die ihn nicht verstehen.


rbb-kulturradio
Freitag, 15. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 5
Sophokles: König Ödipus

von Tom Peuckert

rbb 2010
ca. 5 Min.

sh. 11. Februar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


nordwestradio
Freitag, 15. Februar 2013, 19:05

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


SRF 1
Freitag, 15. Februar 2013, 20:00

Das Duell
oder
Der unfehlbare Professor

von Fritz Sauter

Regie: Fritz Zaugg
Musik: Dodo Luther
DRS 2000
44 Min.

Prix Suisse 2002

Mit:
Ueli Jäggi, Norbert Schwientek, Katharina Schmalenberg, Hanspeter Müller-Drossaart, Katharina von Bock, Alexander Tschernek

Er ist ein Humorist der besonderen Art – und ein Geheimtipp: Der Schaffhauser Autor Fritz Sauter. Seine Kurzstücke gehören zum Skurrilsten, was der hiesigen Autorenschaft so aus der Feder fliesst.

Von Liebe, Luft und Tod handeln sie, die leicht hingeschriebenen, erfrischend unschweizerischen Stücke und Geschichten. Von Figuren, die stolpern, sich verlieren und abstürzen ist die Rede. Und von Träumen und Wünschen, die nie in Erfüllung gehen. Zum Glück tun sie das nicht, denn schliesslich wollen wir uns freuen am Pech der anderen, an ihrem gnadenlosen Scheitern. Gibt es eine schönere Freude als Schadenfreude?

Fritz Sauter präsentiert uns Unterhaltung der besonderen Art: ein poetisches Spiel mit der Phantasie, das Unwahrscheinliches, Schreckliches, Haarsträubendes und abgrundtief Komisches in den Alltag einbrechen lässt.

Fritz Sauer ist Gestalter und Autor. Ausstellungen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und
Tschechien; Hörspiele für den ARD-Hörfunk und SRF; Prosa für Literaturzeitschriften und
Anthologien.


SWR 2
Freitag, 15. Februar 2013, 22:03

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


rbb-kulturradio
Freitag, 15. Februar 2013, 22:04

Neal und Jack
oder
Walk ahead, we’re on the road to heaven

von Regine Ahrem

Regie: Regine Ahrem
Musik: Michael Rodach
rbb 2012
ca. 54 Min.

Mit:
André Szymanski, Michael Rotschopf, Chris Pichler, Elfriede Irrall u. a.

Jack Kerouacs 1957 erschienener Weltbestseller „On the Road“ wurde zum Portaltext einer Kulturrevolte, die das Amerika der Sechziger und Siebziger Jahre von Grund auf erschüttern sollte und deren Nachwirkungen noch bis heute spürbar sind. Hinter Sal Paradise und Dean Moriarty – so die Namen der beiden Helden in „On the Road“ – lassen sich unschwer Jack Kerouac selbst und sein Freund Neal Cassady ausmachen. Das Hörspiel nun erzählt die Geschichte hinter der Geschichte. Es erzählt von der Rebellion zweier junger Männer gegen eine in Materialismus und Konventionen erstarrte Gesellschaft, es erzählt von Musik, Drogen und Sex und von einem schier unauslöschlichen Glücksverlangen. Aber es erzählt auch die Geschichte einer Freundschaft, die immer mehr zur Besessenheit wird. Und tragisch endet.

Regine Ahrem, geboren in München, Studium der Literatur- und Theaterwissenschaft in Berlin und München. Lebt in Berlin. Hörspieldramaturgin im rbb. Autorin und Regisseurin. Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten.


DLF
Samstag, 16. Februar 2013, 00:05

Puppenstadt
von Bodo Traber und Tilman Zens

Regie: Petra Feldhoff
WDR 2012
53 Min.

Mit:
Barnaby Metschurat, Andreas Laurenz Maier, Peter Davor, Cathleen Gawlich, Janina Sachau u. a.

v.l.n.r Anders (Barnaby Metschurat), Olly (Andreas Laurenz Maier), Bischoff (Peter Davor), Dolly (Cathlen Gawlich), Nadie (Janina Sachau); Bild: WDR/Sibylle Anneck
v.l.n.r Barnaby Metschurat, Andreas Laurenz Maier, Peter Davor, Cathlen Gawlich und Janina Sachau; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Von einem Moment auf den anderen weiß Dr. Anders Allzir nicht mehr, was er tut. Warum hält er dieser fremden Frau eine hölzerne Bohrer-Attrappe in den Mund? Das unheimliche Erlebnis dauert nur einige Sekunden, aber lässt Anders nicht mehr los. Dunkle Erinnerungen steigen in ihm auf. War er einst ein anderer? Erschrocken entdeckt er Narben eines chirurgischen Eingriffs an seinem eigenen Kopf. Und seine Entdeckungen werden immer ungeheuerlicher: Die Stadt, in der er seit Jahren zu leben glaubt, wurde erst vor kurzem errichtet, viele Häuser, Gegenstände und sogar manche ihrer Bewohner sind Attrappen aus einem seltsamen organischen Material. Offenbar sind sie alle Figuren in einer gigantischen Inszenierung. Anders sucht Hilfe beim befreundeten Psychiater Bischoff, doch dieser weiß mehr als er zugibt – über die Welt hinter ihrer Welt und die Anderen, die dies alles kontrollieren.

Bodo Traber lebt als Synchron-, Bühnen-, Drehbuch- und Hörspielautor in Berlin.

Tilman Zens lebt als Regisseur und Autor in Madrid. Sein Langfilmdebüt „Such mich nicht!“ (2004) wurde international ausgezeichnet und vertrieben.

Für ihr Hörspiel „Die Flüsterer“ (2008) erhielten die Autoren den Kurd-Laßwitz-Preis.


105.5 Spreeradio
Samstag, 16. Februar 2013, 02:00

Die Hörspielreihe

Bekanntgabe des jeweilgen Hörspiels erfolgt unmittelbar vor der Ausstrahlung
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


OE 1
Samstag, 16. Februar 2013, 14:00

Duett für eine Stimme
von Tom Kempinski

Bearbeitung: Andreas Pegler (Übersetzung)
Regie: Klaus Gmeiner
ORF 1982
NN

Mit:
Gisela Zoch und Gert Westphal

Die berühmte, sehr erfolgreiche Geigerin Stefanie Liebermann erleidet plötzlich einen Schicksalsschlag und ist nicht mehr in der Lage, ihren Beruf auszuüben. Ihr Gatte rät ihr, einen Psychiater aufzusuchen, um mit der neuen Situation besser fertig zu werden. In den teilweise von Spannungen, aber auch von großer Einfühlsamkeit des Psychiaters geprägten Gesprächen schält sich mehr und mehr die Kernfrage, nämlich jene nach dem Sinn des Lebens, heraus.


WDR 3
Samstag, 16. Februar 2013, 15:05

Sie und Er
Teil 2

von Georges Sand

WDR 2004
55 Min.

sh. 9. Februar 2013, 15:05 Uhr, WDR 3


WDR 5
Samstag, 16. Februar 2013, 17:05

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


Radio Corax
Samstag, 16. Februar 2013, 20:00

Freispiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


DLF
Samstag, 16. Februar 2013, 20:05

Der Rosenkavalier
von Hugo von Hoffmannstahl

Regie: Rudolf Steinboeck
Musik: Richard Strauss
NDR 1962
99 Min.

Mit:
Käthe Gold, Helmut Qualtinger, Albert Rueprecht, Hermann Thimig, Aglaja Schmid, Elisabeth Markus u.a.

Die „Komödie für Musik“, wie das Stück im Untertitel heißt, war das erste Werk, das Hofmannsthal mit dem Komponisten Richard Strauss schrieb (1910). Mehr als die späteren Opernlibretti ist es ein eigenständiges Wortkunstwerk, das seine Aufführung als reines Sprechstück nicht nur rechtfertigt, sondern nahelegt.

Hofmannsthal hat die Komödie in einem halb imaginären, halb realen Wien von 1740 angesiedelt und zeichnet darin das Bild des zur heilen Welt stilisierten altösterreichischen Ständestaates.

In der bunten und turbulenten Handlung mischen sich Melancholie und drastische Komik.

Es kreuzen sich die Geschicke von so verschiedenen Figuren wie der Feldmarschallin, die ihren jungen Geliebten Octavian an ein harmlos-reizendes Mädchen verliert, und ihrem Vetter, dem weibertollen Baron Ochs von Lerchenau, der auf Freiersfüßen wandelt …


SRF 2 Kultur
Samstag, 16. Februar 2013, 21:00

Die Geschichte der 1002. Nacht
Teil 1

von Joseph Roth

Regie: Robert Matejka
DLR / ORF 2009
52 Min.

Mit:
Joseph Lorenz, Stefanie Dvorak, Michou Friesz, Dietrich Siegl, Erwin Steinhauer, Cornelius Obonya und Elisabeth Orth. Regie: Robert Matejka

Der Schah von Persien reist, um seiner orientalischen Langeweile zu entkommen, auf Staatsbesuch nach Wien. Er sehnt sich nach exotischen Ländern und nach exotischen Frauen.

Auf einem Ball, der ihm zu Ehren gegeben wird, begehrt er, in Unkenntnis der hiesigen Sitten, für sein nächtliches Vergnügen die schöne Baronin W., die ihrerseits aber dummerweise mit einem Sektionschef aus dem Finanzministerium verheiratet ist.

Das Krisenkomitee schwitzt, tagt – und handelt. Der junge Rittmeister Alois Franz Baron von Taittinger erkennt, dass die Baronin W. einer gewissen Mizzi Schinagl, die er des öfteren heimgesucht und mit der er einen unehelichen Sohn hat, zum Verwechseln ähnlich sieht. Mit Hilfe der Garderobe des Burgtheaters wird Mizzi als Fürstin ausstaffiert und dem orientalischen Gast zugeführt.

Nach der solcherart glücklich überstandenen gemeinsamen Nacht schenkt der Schah der falschen Baronin zum Dank drei Reihen großer schwerer Perlen – und das Unheil nimmt seinen Lauf. Mizzi gerät in die Hände von Betrügern, ein schmieriger Redakteur deckt den Schwindel auf, Taittinger muss seinen Dienst quittieren. Am Ende fällt ein Schuss …

Pointenreich und gnadenlos decouvriert Joseph Roth in dem 1939, seinem Todesjahr, erschienenen Roman die gesellschaftliche Verkommenheit und doppelte Moral der ausklingenden Donaumonarchie.

Helmut Peschina, der neben der „Strudlhofstiege“ von Heimito von Doderer und Werken von Elias Canetti und Hans Lebert bereits mehrere Romane von Joseph Roth für den Hörfunk bearbeitet hat, hat diesmal, gemeinsam mit seinem Regisseur Robert Matejka, ein besonderes – und besonders raffiniertes – Konzept gefunden, um der Vielzahl der handelnden Personen „Herr“ zu werden.

Musikalisch begleitet von Max Nagl spielen Joseph Lorenz, Stefanie Dvorak, Michou Friesz, Dietrich Siegl, Erwin Steinhauer, Cornelius Obonya und Elisabeth Orth


SWR 4
Samstag, 16. Februar 2013, 21:04

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


NDR-Info
Samstag, 16. Februar 2013, 21:05

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


WDR 5
Samstag, 16. Februar 2013, 23:05

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


mdr-figaro
Sonntag, 17. Februar 2013, 07:10

Ritter Rost
von Jörg Hilbert und Felix Janosa

Conbrio 1994
35 Min.

Mit:
Marc Suesterhenn, Patricia Prawit, Felix Janosa, Fritz Stavenhagen

er, der stärkste, tapferste und schlauste Ritter der Welt zu sein. Dass er sich am liebsten mit der Zeitung auf dem Klo einschließt, wo er sich am sichersten fühlt, lässt er dabei außer Acht. Zum Glück wohnt er zusammen mit dem Burgfräulein Bö, die wie ein Wirbelwind durch die Eiserne Burg saust und der wahre „Mann im Haus“ ist. Sie greift schon mal beherzt zu Pferd und Lanze, um den frechen Drachen Koks, zu bestrafen (zum Beispiel, wenn er die Unterwäsche des Zirkusdirektors auf der Wäscheleine verbrannt hat) und ihr sprechender Hut gibt unpassende Kommentare zu allem, was sie tut. Jörg Hilbert schrieb und zeichnete Geschichten um den „Ritter Rost“ am Anfang seiner Studienzeit und verstaute sie dann in einer Schublade. Als ihn Jahre später der Komponist Felix Janosa fragte, ob er Stoff für ein Kindermusical hätte, zeigte er ihm das Manuskript und dieser fing sofort begeistert an, Songs dafür zu schreiben

Jörg Hilbert ist Autor und Zeichner. Besonders bekannt machten ihn die ‚Ritter-Rost- Kinderbuchmusicals‘, die schon mehrfach ausgezeichnet wurden. Der Autor lebt mit seiner Familie im Ruhrgebiet.

Felix Janosa ist Komponist, Pianist, Kabarettist, Produzent und Autor. Den ursprünglich erlernten Beruf des Schulmusikers übte er zwar nie aus, hat aber als musikpädagogischer Autor mit Schulbüchern, Songbüchern oder Lehrwerken (z.B. zu Jazz, Instrumentenkunde oder Harmonielehre) vielen Musiklehrern trotzdem zur Seite gestanden.


SRF 3
Sonntag, 17. Februar 2013, 11:10

Philip Maloney
von Roger Graf

NN
ca. 30 Min.

Die Bekanntgabe, welche Folge aus den „haarsträubenden Abenteuern des Philip Maloney“ gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm


SRF 1
Sonntag, 17. Februar 2013, 14:00

Der Sieger. Berichte seiner Zeitgenossen
Teil 2

von Kurt Früh

DRS 1963
ca. 70 Min.

sh. 10. Februar 2013, 14:00 Uhr, SRF 2 Kultur


DLR Kultur
Sonntag, 17. Februar 2013, 14:05

Gogoloff und Annabella
von Franz Zauleck

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Musik: Lars Rudolph und Boris Joens
mdr 2011
49 Min.

Sie sind wie Hund und Katze: der dichtende und stubenhockende Hund Gogoloff, der in seiner Hütte nördlich der Alpen vor sich hin lebt. Und die tingelnde Katze Annabella, genauer Annabella von Bauz, die eines Wintertages im dünnen Mantel, verirrt und verfroren an seine Tür pocht. Da kann selbst ein Hund nicht anders als sie hereinzulassen, ihr warme Kartoffeln vom eigenen Acker vor die empfindliche Nase zu stellen und sich sofort angreifen zu lassen. Kartoffeln!

Sie ist eine aus dem Zug geworfene Zirkuskatze, eine äquilibristische Künstlerin, und sie benötigt Pflege, allerhöchste Aufmerksamkeit und vor allem Platz. Sie ist die Katze schlechthin. Eine zart befellte Eroberin die ihrem dick befellten Gastgeber Lebensraum abjagt, Schranken baut und selbst keine Grenzen kennt. Aber auch ein sesshaft friedfertiger, vielleicht ein kleines bisschen sauertöpfischer Gogoloff lässt sich nicht alles gefallen. Zwei skurrile Wesen unterschiedlicher Natur und Kultur spielen Partnerschaftsmodelle durch, bis der Schnee draußen ebenso schmilzt wie der Eispanzer, der Gogoloffs Herz doch schützen sollte vorm Aufgemischt- Werden. Und bis die Katze verschwindet im weiten Feld.

Franz Zauleck, geboren 1950 in Berlin, Bühnenbildner, Grafiker, Illustrator, Kinder-Buch- und -Hörspielautor. Der MDR produzierte 1994 sein Kinderhörspiel „Herr Tannenbaum“. Zahlreiche Stücke bei Deutschlandradio Kultur, so „Eine Wurst für Doktor Boll“ (1997) und „Herr Burczik hat sonst nie Besuch“ (2002). Sein bislang letztes Hörspiel war „Amanda im Schrank“, SWR 2010.


hr 2
Sonntag, 17. Februar 2013, 14:05

Und was machen wir jetzt? Wir machen weiter. Nur weiter.
von Norbert Jochum

Regie: Irene Schuck
hr 2001
41 Min.

Mit:
Friedhelm Ptok, Eckard Winkhaus, Gerd Wameling, Brigitte Röttgers, Felix von Manteuffel, Esther Hausmann, Donata Höffer, Christian Redl

„Erinnerst du dich noch daran?
Aber natürlich erinnere ich mich.
War das nicht wunderbar?
Also wunderbar war das nun ganz und gar nicht. Im Gegenteil, es war ganz grauenvoll. Es war einfach nur grauenvoll. Das kannst du doch nicht ernst meinen. So etwas Wunderbares soll grauenvoll gewesen sein? Du mußt dich doch nur mal erinnern.
Ich erinnere mich ja. Ich erinnere mich sogar sehr genau. Ich erinnere mich noch an alles.
Und jetzt auf einmal findest du es grauenvoll? Da hast du dich aber sehr verändert.
Nein. Ich fand es schon damals grauenvoll, und ich finde es jetzt noch grauenvoll.
Das sah man dir damals aber nicht an.

Es gibt Geschichten, die spielen bei Regen, und es gibt Geschichten, die spielen bei Sonnenschein.
Es gibt Geschichten, die spielen bei Tag, und es gibt Geschichten, die spielen nachts.
Es gibt Geschichten, die spielen auf dem Land, und es gibt Geschichten, die spielen in der Stadt.
Es gibt Geschichten, die spielen in großen Wohnungen, und es gibt Geschichten, die spielen auf freiem Feld.
Es gibt Geschichten, die spielen draußen, und es gibt Geschichten, die spielen drinnen.
Es gibt Geschichten aus dem wirklichen Leben, und es gibt Geschichten aus Sprache und Stimmen.
Die besten Geschichten schreibt, wie Peter Handke sagte, das Leben selbst, nur daß das Leben halt nicht schreiben kann.“ (N. Jochum)


NDR-Info
Sonntag, 17. Februar 2013, 14:05

Paula und Co
Teil 2

von Angela Gerrits

NDR 2001
48 Min.

sh. 10. Februar 2013, 14:05 Uhr, NDR-Info


BR 2
Sonntag, 17. Februar 2013, 15:00

Schliersee
von Andreas Ammer und Gerhard Polt

Regie: Andreas Ammer
Musik: Console
BR 2012
ca. 75 Min.

Mit:
Gerhart Polt

Lässt sich eine Landschaft erzählen? Kann man einen See vertonen? Und wieso redet Gerhard Polt, der sein Geld mit reden verdient, eigentlich so ungern? Gerhard Polt, der am 7. Mai 2012 70 Jahre alt wird, lebt seit einigen Jahrzehnten am Schliersee und weiß deshalb, wieso dort der Bootsverleiher der glücklichste Mensch der Welt ist, was man sah, als man früher im Badehaus durch das Astloch gesehen hat und wo hier der beste Whiskey gebrannt und das größte Schnitzel serviert wird. Und er hat den Leuten zugehört, wenn sie sich über Schweinebraten oder das dritte Reich unterhalten und diskutieren, welches der größere aller Weltkriege gewesen sei. Ansonsten wird sich nicht vieles verändert haben seit dem 65. Geburtstag, wo sich Folgendes zugetragen haben soll: „Ich setz mich hin und ess was, dann steh ich auf und setz mich wieder hin und trink einen Kaffee.“ … nur spielt diesmal Console die Musik dazu (aber nur falls sich ein See vertonen lässt).

Gerhard Polt, geb. 1942 in München. Beginn des Studiums der Politologie, Geschichte und Kunstgeschichte in München, später der Skandinavistik und der Nordischen Sprachen in Göteborg. Arbeit als Dolmetscher, Übersetzer und Lehrer in München. 1976 erstmaliger Auftritt mit einem eigenen kabarettistischen Programm in München.


WDR 3
Sonntag, 17. Februar 2013, 15:05

Sie und Er
Teil 2

von Georges Sand

WDR 2004
55 Min.

sh. 9. Februar 2013, 15:05 Uhr, WDR 3


slangradio
Sonntag, 17. Februar 2013, 17:00

Hörspiele für Kinder
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SR 2
Sonntag, 17. Februar 2013, 17:04

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


Stadtfilter
Sonntag, 17. Februar 2013, 17:30

Hörspiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


mdr-figaro
Sonntag, 17. Februar 2013, 18:00

Der kleine Fallschirmspringer
von Albert Wendt

Regie: Judith Lorentz
mdr 2013
55 Min.

Mit:
Yusuf El Baz, Winfried Glatzeder, Jürgen Holtz, Jule Böwe, Jürgen Thormann u. a.

Falsch macht er nichts, der kleine Fallschirmspringer. Trotzdem passiert es ihm immer wieder, dass er weit weg abgetrieben wird. Und wenn er dann endlich zur Erde sinkt, landet er direkt vor der Nase eines wutschnaubenden Stiers oder mitten in einer Schuhputzer-Olympiade mit prominenten Gästen. In eine Hochzeit schwebt er hinein, die daran zu scheitern droht, dass das Kind der Braut sich hartnäckig weigert, die Kirche zu betreten. Am Film-Set stehen alle Kopf, denn auf dem langen Hals des großen grünen feuerspeienden Drachens sitzt plötzlich ein Junge mit einem Fallschirm. Und der blinde Philosoph und sein Schüler Nussbaum werden am Schwanenteich Zeuge eines Ereignisses, das fast zu schön ist, um nicht erfunden zu sein. ? Für den kleinen Fallschirmspringer ist das alles ebenso abenteuerlich wie für seine neuen Bekanntschaften in ungewohnter Umgebung. Zum Glück hat er einen äußerst verständnisvollen Vater. Und zum Glück ahnt seine Mutter nicht, dass er sich, statt in der Volkstanzgruppe, in den Lüften herumtreibt. Wie es aber dazu kommt, das können sich weder Lehrer noch Schuldirektor erklären. Erklären könnte es höchstens der kleine Wirbelwind ? doch der erklärt nicht, der wimmert und säuselt und summt höchstens eine Geschichte.

Albert Wendt, geboren 1948 in Borsdorf, lebt in Kleinpösna bei Leipzig. Seit 1975 veröffentlichte er Kindergeschichten und Aphorismen, wurde aber vor allem als Dramatiker und Märchendichter bekannt. Zahlreiche Kinderhörspiele, u.a. „Sauwetterwind“, „Prinzessin Zartfuß und die sieben Elefanten“, „Vogelkopp“, „Adrian und Lavendel“, „Betti Kettenhemd“, „Abele und der blasse Moff“, „Padulidu und Lorelei“, „Marta-Maria auf dem Spiegelschrank“. Zuletzt: „Die zartgeflügelte Dampfwalze“ (MDR 2003), „Prinzessin Wachtelei“ (MDR 2005) und „Kleiner Weingarten am Meer“ (MDR/DLF2008)


SWR 2
Sonntag, 17. Februar 2013, 18:20

Das Ohr auf dem Tisch
von Edwin Ortmann

Regie: Hans Gerd Krogmann
SDR / NDR 1990
97 Min.

Mit:
Hermann Treusch, Gottfried John, Friedhelm Ptok u. a.

Hans Gerd Krogmann, Gottfried John und Hermann Treusch; Bild: SWR / Metzger
Hans Gerd Krogmann, Gottfried John und Hermann Treusch; Bild: SWR / Metzger

Drei ebenso geniale wie psychisch ver- und gestörte Künstler treffen – sich gegenseitig verehrend und gleichzeitig bekriegend – in Edwin Ortmanns Hörspiel aufeinander. »Der eine kommt aus dem Bergwerk, der zweite von der Börse, und der dritte sieht sich als ewiges Opferlamm: die Maler Vincent van Gogh und Paul Gauguin sowie der Dichter August Strindberg. Die Wege der drei haben sich tatsächlich gekreuzt – in schwarzer Sternstunde. Ein einziger Dämon beherrscht die drei Biografien, beherrscht die ganze Geschichte, beherrscht Auge, Ohr und Mund. Die so entstandenen Werke sind nicht bezahlbar: Sie stehen im unverletzbaren Zeichen der Armut. Die Geschichte spielt ausnahmslos am Abgrund. « (Edwin Ortmann)

Edwin Ortmann geboren 1941 in München, studierte Sprachen in England, Frankreich und Spanien, arbeitete als Übersetzer aus diesen Sprachen und ist Autor zahlreicher Romane, Erzählungen, Essays und von der gesamten ARD produzieten Hörspiele.


DLR Kultur
Sonntag, 17. Februar 2013, 18:30

Kontakprogramm
von Paul Pörtner

Regie: Paul Pörtner
Musik: George Gruntz
WDR 1971
59 Min.

Mit:
Karin Buchali, Eva Garg, Cosima Rosenbaum u.a.

„Kontakte werden aufgenommen: Kontakte im vieldeutigen Sinn des Wortes. Zuerst geht es um den Kontakt zwischen zwei Personen: um das Zustandekommen einer Kommunikation, die durch Kontaktschwierigkeiten gestört wird.“ (Paul Pörtner)


DLR Kultur
Sonntag, 17. Februar 2013, 19:29

Ole
oder
Hat der Mensch das Recht, Eier zu essen?

von Felix Gasbarra

Regie: Paul Pörtner
BR / ORF / NDR 1962
ca. 30 Min.

Mit:
Gustl Halenke, Fritz Rasp, Christa Berndl, Mila Kopp u.a.

Oles Frage bringt dem Huhn zwar Zustimmung und Beifall, wird aber von dem Herrn Baron sehr lapidar beantwortet. Er lässt das revolutionäre Huhn einfach in den Suppentopf stecken.


WDR 5
Sonntag, 17. Februar 2013, 19:30

Stuarts Cape
Teil 7

von Sara Pennyacker

WDR 2011
ca. 10 Min.

sh. 3. Februar 2013, 19:30 Uhr, WDR 5


Radio Corax
Sonntag, 17. Februar 2013, 20:00

Freispiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


NDR-Info
Sonntag, 17. Februar 2013, 21:05

Schöne Künste
von Ingomar von Kieseritzky

Regie: Irene Schuck
NDR 2010
48 Min.

Mit:
Axel Milberg, Sascha Icks, Marlen Diekhoff, Jens Harzer, Friedhelm Ptok, Marion Breckwoldt, Uwe Friedrichsen, Gerd Baltus, Hedi Kriegeskotte

Eine Mordserie an ambitionierten Repräsentanten des Hohen Kulturbetriebs hält das Ermittlungs-Duo Schwartz und Weiss in Atem. Nach welchem Muster verfährt der oder die Mörder? Die amerikanische Lyrikerin musste ebenso dran glauben, wie die große Hoffnung des österreichischen Literaturbetriebs, Wurmser. Das Kuriose: Alle Opfer tragen Botschaften am Körper. Dem Ton nach sind sie mal freundlicher: „Adé, mein lieb, die Zeit der Mittelmässigkeiten ist abgelaufen“, mal grober: „Genug Wörter geschunden, Musik verhunzt, Servus, du dämliche Punze.“ Zuweilen sind es Selbst-Entäußerungen des Täters, die Rückschlüsse auf seine Identität zulassen. „Ich bin ein Nichts, das nichtet.“ Alsbald beginnt die hermeneutische Fahndungsarbeit der Ermittler. Die Botschaften sind schließlich als lyrische Gedichte zu verstehen. Seinen finalen Mord hat er bereits angekündigt …

Ingomar von Kieseritzky, 1944 in Dresden geboren, lebt seit 1971 als freier Schriftsteller in Berlin. Verfasser von Romanen, Erzählungen und über 100, vielfach preisgekrönten Hörspielen, darunter „Compagnons und Concurrenten oder Die wahren Künste“ (Hörspielpreis der Kriegsblinden, 1996). Der NDR produzierte zuletzt: „Doyles Dilemma“ (2003). Literarische Auszeichnungen u.a.: „Bremer Literaturpreis“ (1989) und „Alfred-Döblin-Preis“ (1997). Stadtschreiber von Bergen 2006/2007.


890RTL
Sonntag, 17. Februar 2013, 22:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


DLR Kultur
Montag, 18. Februar 2013, 00:05

Bier auf dem Teppich
Ein Menschenexperiment

von Ulrich Bassenge

Regie: Ulrich Bassenge
Musik: Ulrich Bassenge
WDR 2012
50 Min.

Mit:
Johannes Mayr (g), JJ Jones (voc), Yogo Pausch (dr) und Georg Karger (b).

Eine Band bereitet sich auf eine lang ersehnte Studioaufnahme vor. Die große Idee: handgemachte Musik, retrospektiv, doch zeitgemäß. Unter dem Druck der Arbeit entfremdet sich das Kollektiv. Zusehends bestimmen außermusikalische Themen den Diskurs im Probenraum. Ein Kampf zwischen Band-Demokratie und Alpha-Anspruch entbrennt: „Irgendwann musst du dich entscheiden: Bist du der Hammer oder der Amboss?“ Alle Mitwirkenden sind Musiker. So entstehen Unschärfen zwischen Leben und Rolle. Reale Biographien treffen auf einen fiktiven Plot. Improvisation kollidiert mit manipulativer Montage. Hörbar wird der raue Sound gesprochener Sprache mit Dialekten und Akzenten, häufig vertont von den Akteuren im Augenblick des Sprechens. Die Projektentwicklung wurde mit einem Stipendium der Filmstiftung NRW gefördert.

Ulrich Bassenge, geboren 1956, lebt als Autor, Komponist, Regisseur und Musiker in Niederbayern. Er schrieb Film- musiken (u. a. „Die Macht der Bilder – Leni Riefenstahl“) und produziert Hörspiele („Walk of Fame“, „Morbus sacer“, „Im Wald da sind die Räuber“, „Der Grausame“).

Ulrich Bassenge widmet sich in diesem Hörspiel den Abläufen innerhalb einer Band. Er lässt seine Sprecher, resp. Musiker, zum Thema Bandalltag im Proberaum improvisieren. Heraus kommt ein hochgradig unterhaltsames und lustiges Hörspiel, das viele, die bereits einige Erfahrungen unter Musikern machen durften, sicherlich oft mit dem Kopf nicken lassen wird. Viele Klischees werden hier aufgefahren, die vielleicht zunächst überzogen wirken, aber tatsächlich ins Schwarze treffen – solche Typen und Marotten gibt es so wirklich.

Bassenge zeigt hier auf, dass so klein und unbekannt die Band auch ist, sie doch immer irgendwie zum Showgeschäft gehört. Dank der Sprecher, die aufgrund ihrer eigenen musikalischen Erfahrung auch wissen, was sie tun, und der authentischen Aufnahme, die ohne die Sterilität einer üblichen Studioproduktion besonders echt wirkt, ist „Bier auf dem Teppich“ ein rundum gelungenes Werk geworden.

Diese Produktion ist mein Lieblingshörspiel von Ulrich Bassenge, ein Pflichtprogramm für Musiker und eine dringende Hörempfehlung für alle übrigen Hörer!

Meine Wertung: + + + +


SRF 1
Montag, 18. Februar 2013, 14:00

Iberfall am Fasnachtszyschtig
von Raoul Baerlocher

Regie: Ulrich Studer
Musik: Franz David
DRS 1976
54 Min.

Mit:
Raoul Baerlocher, Paul Bösiger, Trudi Roth, Yvette Kolb u. v. a.

Mitten in der Basler Fasnacht überfallen fünf Waggis einen Geldtransport und entkommen unerkannt.

Kommissar Maeder und seine Leute tun sich schwer mit diesem seltsamen Überfall, denn es scheint eine unlösbare Aufgabe zu sein, unter den vielen als Waggis verkleideten Menschen die fünf aufzuspüren, die mit zwei Geldkisten verschwunden sind. Und der Fall muss bis spätestens am Morgen nach den «drei schönsten Tagen», also bis Donnerstagmorgen gelöst sein.


rbb-kulturradio
Montag, 18. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 6
Beckett: Warten auf Godot

von Tom Peuckert

rbb 2010
ca. 5 Min.

sh. 11. Februar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


BR 2
Montag, 18. Februar 2013, 20:03

Schliersee
von Andreas Ammer und Gerhard Polt

BR 2012
ca. 75 Min.

sh. 17. Februar 2013, 15:00 Uhr, BR2


DLR Kultur
Montag, 18. Februar 2013, 21:33

Der Zahn des Voltaire
von Christoph Prochnow

Regie: Sven Stricker
DLR 2011
56 Min.

Mit:
Winfried Glatzeder und Almut Zilcher

Paris 1894. Das Voltaire-Museum bereitet eine Ausstellung zum 200. Geburtstag des großen Aufklärers vor. Professor Orieux möchte auch eine der letzten Reliquien des Philosophen präsentieren, den Zahn des Voltaire. Dessen privater Besitzer will ihn jedoch nicht herausgeben. Also beauftragt der Museumsdirektor seinen Angestellten, die Schwester des Widerspenstigen für einen letzten Vermittlungsversuch zu gewinnen. Als Madame de Martigniac am nächsten Morgen das Haus ihres Bruders betritt, findet sie ihn erwürgt vor seinem aufgebrochenen Tresor. Der Zahn ist verschwunden. Daraufhin bietet der Museumsdirektor der Polizei seine Mithilfe beim Aufspüren von Reliquie und Mörder an.


mdr-figaro
Montag, 18. Februar 2013, 22:00

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


rbb-kulturradio
Montag, 18. Februar 2013, 22:04

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


nordwestradio
Montag, 18. Februar 2013, 22:05

Radiotatort (61) Der Schläfer
von Fred Breinersdorfer und Katja Röder

SWR 2013
ca. 54 Min.

sh. 13. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


SRF 1
Montag, 18. Februar 2013, 23:00

Schreckmümpfeli: Achtzehn Minuten zu spät
von Kamil Krejci

SRF 2013
9 Min.


WDR 3
Montag, 18. Februar 2013, 23:05

Brave neue Welt
von Jörn Diernberger

Regie: Jörg Diernberger
WDR 2013
ca. 54 Min.

„Alle für Jeden, Lyon! Und vergessen Sie nicht – finden Sie ein paar schöne, harte Schicksale!“ Der Reporter Primo Lyon (Christian Ulmen) kommt aus der Neuen Welt und soll aus der Sperrzone – d. h. aus unserer Welt – berichten. Zur Tarnung hat er sich einen radebrechenden Akzent zugelegt. Vom Straßenverkehr über das Schriftsystem, die Paarungsrituale bis zur Fortpflanzung – unsere Welt ist ein derber Schrecken für den industriell produzierten Menschen, der Aldous Huxleys „Brave New World“ von 1932 entsprungen sein könnte. Ein heiter-düsteres Gedankenspiel, das zum ersehnten Tod führt.

Jörg Diernberger, geboren 1964, hat unter anderem als Regisseur von MTV´s „Unter Ulmen“ und als TV-Journalist Gero Schorch bei „Stuckrad Latenight“ außergewöhnliche Charaktere entwickelt. Das Hörspiel-Manuskript „Brave Neue Welt“ wurde durch die Film- und Medienstiftung NRW gefördert.


890RTL
Dienstag, 19. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


rbb-kulturradio
Dienstag, 19. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 7
Brecht: Die Dreigroschenoper

von Tom Peuckert

rbb 2010
ca. 5 Min.

sh. 11. Februar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


WDR 5
Dienstag, 19. Februar 2013, 20:05

Ich mag keine Mädchen
von Ich mag keine Mädchen

Regie: Philippe Brühl
Musik: Jérôme Filippi
Mariannick Bellot
SWR 2012

Mit:
Alexander Khuon u. a.

Bild: SWR/Alexander Kluge

Der 10-jährige Raoul ist ein schlechter Schüler – außer beim Fußball, am Klavier und vielleicht in Mathe. Am Konservatorium ist er das einzige »farbige« Kind, und auch der Einzige, der Ravel und Kurtág lieber mag als Chopin. Und er hasst den »Mein Pferdchen«-Walzer – lieber sterben, als den zu spielen, selbst wenn er in der Abschlussprüfung auf dem Programm steht … Raoul ist ein mürrischer Nörgler, mit zarten Momenten, immer leidenschaftlich. Und: absoluter Frauenfeind! Ganz klar, er mag keine Mädchen und versteht nicht, warum sie immer solche Geschichten machen. Am Tag, an dem sein bester Freund sich verliebt, ihm alles anvertraut und als Mittelsmann für seine Liebesbotschaften benützt, bricht eine Welt für Raoul zusammen. Er ist immer öfter mit der Freundin der Geliebten unterwegs, auch sie Vertrauensperson, die ebenfalls kleine Liebesbotschaften weiterleiten muss und wie Raoul von dieser ganzen Geschichte genervt ist. Sie ist eine pummlige Cellistin, feinfühlig und delikat … die rein gar nichts bei ihm wachruft. Was soll man bloß mit einem Mädchen anfangen?
Wenn es regnet, wird Raoul ganz anders: Das Geräusch des Regens lässt ihn an seine Mutter denken, die gestorben ist, als er noch ganz klein war. Er hat keinerlei Erinnerungen, aber der Geruch und das leichte Hämmern des Regens sind wie ein Vorhang, hinter dem er seine Mutter spüren kann. Manchmal, mit der Musik, ist es, als ob er ein wenig diesen Vorhang anheben könnte.

Mariannick Bellot geboren 1973 in Clermont-Ferrand, lebt und arbeitet in Paris. Sie ist Drehbuchautorin und Regisseurin für Dokumentationen und Fiktion in Radio, Kino und Fernsehen. 2011 erhielt sie zum zweiten Mal den Prix Europa. Beim Schreiben des Kinderradiostücks »Ich mag keine Mädchen« ist die Idee eines »musikalischen « Hörspiels für Piano entstanden. Eine französische Hörfunkversion von »J’aime pas les filles« soll 2012 auch vom französischen Radiosender France Culture umgesetzt werden.


DLF
Dienstag, 19. Februar 2013, 20:10

Meine Goldberg-Variationen
von Florian Goldberg

Regie: Heike Tauch
Musik: Jakob Diehl
WDR 2012
53 Min.

Mit:
Jens Harzer, Valery Tscheplanowa, Hildegard Schmahl, Fritz Lichtenhahn u. a.

Bild: WDR/Sibylle Anneck

Jens Harzer und Valery Tscheplanowa; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Ist deine Familie eigentlich jüdisch?“ Als seine Freundin ihm diese Frage stellt, scheint die Antwort klar. „Wir sind keine Juden!“ hatte selbst der humanistisch gesinnte Vater versichert, und Großvater Goldberg, ein vermeintlich strammer Nazi, hatte einen Ahnenforscher beauftragt, das zu beweisen. Spätestens seitdem lebte die gesamte Familie in der festen Überzeugung. Die gesamte Familie? Es beginnt ein Befragen und Erzählen, das sich immer tiefer hinein gräbt in Familienschichten und -geschichten. Dabei entspinnt sich ein ebenso skurriles wie tragisches Panoptikum des 20. Jahrhunderts. Gehörtes, Erinnertes, Erdachtes fließen ineinander, verwirren und entwirren sich wieder. „Wen kümmert’s“, sagt am Ende die Mutter, „ob eine Geschichte stimmt oder nicht – solange sie gut erzählt ist?

Florian Goldberg, geboren 1962, lebt als selbstständiger Coach für Organisationen aus Wirtschaft, Politik und Kultur in Berlin. Er ist Verfasser mehrerer Bücher und Hörspiele, zuletzt für den WDR gemeinsam mit Heike Tauch „Der Russland-Megadeal oder Gulag to Go“.

Eine interessante Familiengeschichte serviert uns Florian Goldberg mit „Meine Goldbergvariationen“. Der Name ist Programm: Eine einzige Wahrheit findet sich nicht, viele Geschichten und Lebensläufe werden unterschiedlich wahrgenommen, interpretiert und wiedergegeben.

Dieser Familienhistorie fehlt lediglich ein wenig das Stehvermögen, über die komplette Spielzeit das Hörinteresse hochzuhalten. Da es auch nicht wirklich ein herausstechendes Finale gibt, läuft das Ganze irgendwann eher aus.

Es fängt gut an, reißt aber den Hörer leider nicht genug mit. Insoweit kann ich hier nur eine eingeschränkte Empfehlung aussprechen.

Meine Wertung: +


OE 1
Dienstag, 19. Februar 2013, 21:00

Unvergessen
von Werner Pöschko und Helmut Hostnig

Regie: Werner Pöschko
ORF 2013
ca. 60 Min.

Das Gefühl, von seinem Vater nicht alles über dessen Vergangenheit erfahren zu haben, begleitet den Wiener Fotografen Werner Norte ein Leben lang. Als er sich nach Südamerika aufmacht um seinen Vater zu besuchen, nimmt seine Reise jedoch ein dramatisches Ende.
Der Vater, ein international anerkannter Archäologe, hat in Peru prähistorische Felsmalereien erforscht und dokumentiert. In unmittelbarer Nähe werden aber auch große und bedeutende Uranvorkommen entdeckt. Um das wertvolle Gestein abbauen zu können, sollen – nach dem Willen eines multinationalen Konzerns – die Felsmalereien geopfert werden. Nortes Vater wird zum Sprachrohr einer Protestbewegung. Er wird kriminalisiert, attackiert und verlässt am Ende Peru um nach Wien zurückzukehren.

Parallel zur Geschichte von Werner Nortes Vater erzählen Werner Pöschko und Helmut Hostnig die nicht minder dramatische Geschichte der ukrainischen Krankenschwester Nataliya Vasilenko. Sie führt Werner Norte schließlich in die Bukowina. Dort kämpfte Nortes Vater als Soldat der Deutschen Wehrmacht gegen die heranrückende Rote Armee. Und dort hatte er eine Schuld auf sich geladen, die er ein Leben lang nicht abschütteln konnte.

In ihrem semidokumentarischen Hörspiel „Unvergessen“ thematisieren die Autoren die Folgen von Kriegstraumata der ersten und zweiten Generation. Sie bedienen sich dabei aller Mittel, die das Radio zu bieten hat: Originalton und Reportage, Fiktion und Musik. Und natürlich darf eine Liebesgeschichte, die den Osten mit den Westen verbindet, nicht fehlen …


1Live
Dienstag, 19. Februar 2013, 23:00

Brave neue Welt
von Jörn Diernberger

WDR 2013
ca. 54 Min.

sh. 18. Februar 2013, 23:05 Uhr, WDR 3


890RTL
Mittwoch, 20. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


rbb-kulturradio
Mittwoch, 20. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 8
Shakespeare: Hamlet

von Tom Peuckert

rbb 2010
ca. 5 Min.

sh. 11. Februar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


SRF 2 Kultur
Mittwoch, 20. Februar 2013, 20:00

Working class hero
von Serotonin

Regie: Serotonin
SWR 2009
25 Min.

Mit:
Marie-Luise Goerke, Matthias Pusch u.v.a.

Was macht den Arbeiter zum Arbeiterhelden? Der Protest. Ausgehend von einem wunderschönen Lied von John Lennon widmen wir unser Hörspiel den vergessenen Ikonen dieser fast ausgestorbenen Spezies: Dem Dampfbohrerbezwinger John Henry, dem Tennisspieler Fred Perry, dem Frühstücksrevolutionär Kellog und einigen anderen mehr…

Eigentlich gibt es heutzutage kaum noch Arbeiter, und – weil die ja ohnehin selten sind – noch weniger Arbeiterhelden. Die meisten Aspiranten scheitern schon beim Versuch, heldenhaft zu wirken. Und falls doch einmal eine Heldentat gelingt – dann merkt es keiner. Was ist überhaupt ein Arbeiterheld? Jemand, der sich zu Tode schuftet? Jemand, der die unangenehmen Arbeiten übernimmt? Oder Menschen, die für den Sieg der Arbeiterklasse kämpfen?

Marie-Luise Goerke, 1964 in Berlin geboren, ist Japanologin und Germanistin; Matthias Pusch, 1963 in Hannover geboren, Ingenieur für Robotik. Beide studierten in Deutschland und Japan und realisieren seit 2002 als freischaffendes Team unter dem Namen «Serotonin» ihre Produktionen für Rundfunkanstalten und Hörbuchverlage.


BR 2
Mittwoch, 20. Februar 2013, 20:03

Paul Temple und der Conrad-Fall
Teil 1

von Francis Durbridge

Bearbeitung: Marianne de Barde und John Lackland
Regie: Willy Purucker
BR 21959
ca. 50 Min.

Mit:
Karl John, Rosemarie Fendel, Fritz Straßner, Adolf Ziegler, Horst Tappert, Inge Birkmann, Jürgen Arndt, Heidi Brühl, Fritz Wilm Wallenborn, Leo Bardischewski u.a.

Der englische Kriminalschriftsteller Paul Temple ist mit seiner Frau Steve nach Garmisch gefahren, um Scotland Yard und die Bayerische Kriminalpolizei bei ihrer Suche nach Betty Conrad zu unterstützen; jener jungen Engländerin, die seit über einer Woche vermisst wird. Betty ist die Tochter eines bekannten Londoner Neurologen und lebt seit längerem in Unterwies, einem exklusiven Pensionat nahe Garmisch. Angeblich war sie einer Einladung der Gräfin Dekker und des Schriftstellers Elliot France auf das benachbarte Gut gefolgt. Seither fehlt von ihr jede Spur. Rätselhafte Hinweise geben ein Cocktailstäbchen und die Benachrichtigung eines Modegeschäftes, in der die Fertigstellung eines blauen Mantels angekündigt wird. Auch die Person des Elliot France wird zunehmend mysteriöser. Und Mr. und Mrs. Temple müssen ihre Bemühungen, Betty Conrad zu finden, beinahe mit dem Leben bezahlen.

Noch gibt es keine konkreten Ergebnisse bei der Suche von Paul Temple und seiner Frau nach Betty Conrad, die seit einer Woche in Garmisch vermisst wird. Neue Personen treten auf, die mit ihr in Beziehung standen: der junge englische Bankbeamte Denys Harper, Elliot France, der eine frühere Begegnung mit Bettys Vater erwähnt, und nicht zuletzt ihr Vater Dr. Conrad selbst, der erst jetzt nach Bayern kommen kann, weil ihn seine verantwortungsvolle Tätigkeit als Nervenarzt so lange in England festhielt. Und wieder findet Paul Temple eines von diesen merkwürdigen Cocktailstäbchen. Im Hotel Römer erhielt man derweil einen seltsamen Anruf für ihn mit der Nachricht, er solle nach Innsbruck kommen und sich an die Adresse Damlstadl 37 wenden. Wer ist die weibliche Stimme mit amerikanischem Akzent, die für Mr. Temple eine Nachricht hinterlässt? Ist es June Jackson, Bettys Freundin im Pensionat Unterwies? Ein später Besuch bei June scheint Paul Temple auf eine Spur gebracht zu haben. Weniger durch das, was June sagte, als dadurch, wie sie aussah.

Rätselhafte Anrufe erreichen das Ehepaar Temple. Mrs. Temple, die einen davon entgegennimmt, ist zunächst der Meinung, mit ihrem Mann zu sprechen, der sie bittet, nach Innsbruck zu kommen. Der Mann am anderen Ende der Leitung versteht es, Paul Temples Stimme täuschend echt nachzuahmen. Doch Steve erinnert sich an einen alten Trick, mit dem sie den Anrufer aus dem Konzept bringt und die Täuschung aufdeckt. Im Laufe der Nachforschungen nach Betty Conrad wird immer deutlicher, dass es sich offenbar nicht allein um das Verschwinden einer jungen Engländerin handelt. Es sieht so aus, als sollte Paul Temple recht behalten, als er sagte, man würde Betty Conrad finden – tot, in einem blauen Mantel. So bringt Inspektor Ollersberg von der Bayerischen Kriminalpolizei schließlich die Nachricht, man habe die Leiche eines Mädchens gefunden, deren Beschreibung ziemlich genau auf die junge Engländerin passt. Kurz darauf erreicht Mr. Temple, der sich noch immer mit seiner Frau in Garmisch aufhält, ein Anruf von Scotland Yard. Sir Graham Forbes teilt ihm mit, dass Betty Conrad lebt.

Betty Conrad lebt, doch wer ist das Mädchen, das man tot gefunden hat? Wie stand sie zu Betty Conrad in Verbindung? Die Rätsel beginnen sich zu häufen und am Abend vor ihrem Abflug zurück nach London besuchen Mr. und Mrs. Temple noch einmal das Hotel Römer. Frau Günther, die Besitzerin, hat sie dazu aufgefordert. Sie will mit Paul Temple für einen Augenblick alleine sprechen. Sie ist sehr aufgeregt. Sie scheint etwas zu wissen, beschränkt sich aber auf Andeutungen und Warnungen. Vor allem vor einem Mann, der sich Captain Smith nennt. Am nächsten Tag, kurz vor dem Abflug der Maschine nach London, bringt die Stewardess einen Blumenstrauß mit Grüßen von Heinz Ollersberg, dem Kriminalinspektor aus München. Als das Flugzeug bereits gestartet ist, findet Mrs. Temple eine angsteinflößende Nachricht, die im Blumenstrauß versteckt ist.

Mr. und Mrs. Temple sind eben erst in ihrer Londoner Wohnung angekommen, als sie ein Anruf der Gräfin Dekker erreicht, die ebenfalls nach England geflogen ist, um – wie sie sagt – eine wichtige Aussage zu machen. Ihre Stimme klingt sehr erregt. Paul Temple fährt am selben Abend noch in das Hotel, in dem die Gräfin abgestiegen ist, aber er kommt zu spät. Jemand hat versucht, sie zu ermorden. Schwer verletzt wird sie in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter ist entkommen. Ob dieser Captain Smith etwas damit zu tun hat, vor dem Paul Temple so eindringlich gewarnt wurde? Ein merkwürdiger Zufall will es, dass Mr. und Mrs. Temple kurz darauf seine Bekanntschaft machen. Am nächsten Tag nehmen sie Kontakt zu Betty Conrad auf, die wieder bei ihrem Vater ist, doch das Gespräch ist ergebnislos, nichts will zusammenpassen. Da ergreifen Mr. und Mrs. Temple die Initiative und kommen an bemerkenswerte Informationen.

Auf einer Konferenz bei Scotland Yard werden die Ergebnisse der letzten Tage zusammengefasst und es wird klar, dass ein Zusammenhang zwischen dem zwielichtigen Captain Smith und dem Fall Conrad besteht. Am Abend erhält Mr. Temple Besuch von Betty Conrads Freund Mr. Harper und zeitgleich einen Anruf von jemandem, der sich mit perfekt imitierter Stimme als ebendieser Mr. Harper ausgibt: Er will Mr. Temple in einer alten Papierfabrik treffen – eine offensichtliche Falle. Paul Temple macht sich mit einigen Kollegen auf den Weg und sie finden den im Sterben liegenden Captain Smith. Es gelingt ihnen gerade noch, aus der in Brand gesteckten Fabrik zu flüchten. Paul Temple weiß nun, wer hinter den Vorgängen steckt und legt eine Falle.

Francis Durbridge (1912–98), britischer Schriftsteller, Theaterstücke, Hörspiele, Drehbücher. Durchbruch 1938 mit der Figur des fiktiven Krimiautors und Hobbydetektivs Paul Temple, aus dessen Fällen umfangreiche englische und deutsche Hörspielreihen entstanden.


NDR-Kultur
Mittwoch, 20. Februar 2013, 20:05

Zweisprache Weiße Rose Sophie
von Jörg Michael Koerbl

Regie: Jörg-Michael Koerbl
Musik: Benjamin Lyko
SFB-ORB 2002
41 Min.

Hörspiel des Monats Februar 2003

Mit:
Michaela Benn, Martin Wuttke

München 1943, 21. Februar. Am Tage vor der Urteilsverkündung und der drohenden Hinrichtung wird Sophie Scholl noch einmal zum Verhör gebracht. Das aber verläuft in völlig unerwarteten Bahnen.

Schäfer, der Gestapo-Vernehmer, macht ihr ein Angebot. Reue soll sie zeigen und sich so retten. Für eine spätere Zeit, nach der Hitler-Barbarei, für eine Zeit, an der er auch teilhaben will. Fast fleht er sie an.

Ein Rettungsangebot für sie? Oder für ihn? Und geht es überhaupt um Rettung? Ein Traum? Oder ein Albtraum?

Zwei Menschen in einer extremen, wie aus den Zeiten fallenden Situation; nah einander und unerhört fern in dieser Zweisprache.

Jörg-Michael Koerbl, geboren 1950 in Stendal, arbeitete zunächst als Bühnenarbeiter und Inspizient am Theater Rudolstadt. Er studierte Schauspiel, Theater und Literaturwissenschaften und ist seit 1978 als Dramaturg, Regisseur, Autor und Schauspieler tätig. Veröffentlichte Dramen, Gedichte und Hörspiele. Lebt in Berlin.


hr 2
Mittwoch, 20. Februar 2013, 21:30

Erbe
von Albrecht Panknin

Regie: Albrecht Panknin
Musik: Albrecht Panknin
hr 2012
ca. 70 Min.

Mit:
Carmen-Maja Antoni, Judith Engel, Peter Fricke u. a.

Eine Tochter hat von ihrem kriminellen Vater ein Vermögen geerbt, ein Sohn von seinem Vater einen Traum, und ein Paar kämpft mit Ereignissen in der Vergangenheit, die den Mann nicht schlafen lassen. In seinem Hörspiel Erbe setzt Albrecht Panknin drei Geschichten nebeneinander. Sie erzählen von dem Willen, mit einem Erbe umzugehen, was immer es auch sein mag. Wie kann man schmutziges Geld zum Wohl vieler einsetzen, wie kann man Ideen weiterführen, selbst wenn sie das eigene Leben kosten, wofür lohnt es sich, die Gespenster der Vergangenheit loszuwerden? In jeder dieser Geschichten finden die Protagonisten unterschiedliche Lösungen dafür, mit dem, was ihnen mitgegeben wurde, umzugehen. Durch die Zusammenstellung der Schicksale schafft Panknin ein Panorama an möglichen Wegen und zeigt auf, was uns in bestimmten Verhaltensweisen festhält und wieviel Spaß es machen kann, das Mitgegebene dem eigenen Sinn nach umzudeuten.


DLR Kultur
Mittwoch, 20. Februar 2013, 21:33

Was geschah mit der Königin der Nacht
von Werner Kofler

Regie: Robert Matejka
SFB / ORF / WDR 1992
41 Min.

Mit:
Dagmar Manzel, Ingel Keller, Ulrike Krumbiegel, Johanna Schall, Friedrich Knili, Wilhelm Matejka u. a.

„Vier Mutmaßungen“ nennt Kofler dieses Hörspiel im Untertitel: In der Nazizeit sind angeblich in Graz, in Breslau, in Salzburg und in Prag Sängerinnen, die die Partie der „Königin der Nacht“ in Mozarts Zauberflöte gesungen haben, verschwunden. Ob etwas wahr ist an diesen Geschichten? Zeugenaussagen, Dokumente, Berichte, Erzählungen und die Musik Mozarts vermischen sich zu einer Nachtmahr, in der die Gespenster einer unseligen, unbewältigten Vergangenheit ihr beängstigendes Spiel treiben. Durch eine einfache Montage, die die Oper mit der politischen Geschichte kontrastiert, wird der schöne Schein der „Zauberflöte“ entzaubert. Über die Musik zieht der Schatten des Grauens auf… Koflers Hörspiel, einfach in seinen Mitteln, aber drängend in seinem kritischen Interesse und spannend von Anfang bis Schluß, ist ein Lehrstück über die ideologische Funktion der Musik. Wer es kennt, wird die „Zauberflöte“ fortan mit anderen Ohren hören.


Stadtfilter
Donnerstag, 21. Februar 2013, 00:00

Hörspiel
von NN

NN
NN

Wiederholung des Hörspiels vom Sonntag, 17:30 Uhr


890RTL
Donnerstag, 21. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


rbb-kulturradio
Donnerstag, 21. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 9
Lessing: Nathan der Weise

von Tom Peuckert

rbb 2010
ca. 5 Min.

sh. 11. Februar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


BR 2
Donnerstag, 21. Februar 2013, 21:03

Paul Temple und der Conrad-Fall
Teil 1

von Francis Durbridge

BR 21959
ca. 50 Min.

sh. Mittwoch, 20. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


SWR 2
Donnerstag, 21. Februar 2013, 22:03

Das grüne Auge von Falun
von Stephan Krass

Regie: Ulrich Lampen
SWR 2013
ca. 55 Min.

Mit den Erinnerungen verhält es sich wie mit den Gedanken. Wir können sie nicht herauf beschwören, sondern sie kommen zu uns und scheren sich nicht um die Frage, ob sie uns gerade im rechten Augenblick antreffen. Sie blitzen am Firmament der Memoria auf und streuen von weit her ein Wort oder ein Bild in unsere Gegenwart. So entsteht ein Netz von Erinnerungssegmenten, die sich keiner chronologischen Ereignisstruktur beugen, sondern eine eigene Ordnung aus verborgenen Verknüpfungen bilden. Mal streifen die Erinnerungssplitter signifikante Ereignisse, mal banale Begebenheiten, mal kreisen sie um biographische Daten, mal um Momente der Zeitgeschichte. Ihre Textur setzt sich aus vielen und oft weit entfernten Partikeln zusammen. Für das literarische Verfahren, die Bewegungsgesetze des Erinnerungsprozesses abzubilden und ihre Segmente mit der wiederkehrenden Formel »Ich erinnere mich« einzuleiten, stehen Georges Perec und Joe Brainard Pate. In dem Hörspiel »Das grüne Auge von Falun« wird diese Vorlage als Einladung verstanden, die Spur der eigenen Erinnerung aufzunehmen.

Stephan Krass Geboren 1951 in Ochtrup/Westfalen. Er lebt in Karlsruhe und New York und arbeit als Literaturredakteur (SWR) und Dozent für Literatur an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Zuletzt erschienen der Band »Konzil der Planeten«. Poetische Konstellation (Berlin 2010) und das Hörspiel »Die Amnesie der Ozeane« (SWR 2009). Für »Ponderabilien. Ein Spiel mit Worten und Werten« (SWR 2007) erhielt er den Hörspielpreis der Akademie der Künste Berlin.


1Live
Donnerstag, 21. Februar 2013, 23:00

Vor Sonnenaufgang
von Bodo Traber

Regie: Petra Feldhoff
WDR 2010
42 Min.

Mit:
Henrik: Tobias Schenke
Ella: Janina Stopper
Spiedermann: Max Mauff
Tamara: Nadia Hilker
Ellas Mutter/Schwester: Cathlen Gawlich
Lehrer: Robert Gallinowski
Polizist/Reporter (TV): Fabian Gerhardt
Polizistin: Helene Grass
Redneck 1: Alexander Hauff
Redneck 2: Peter Davor
Wirt: Udo Kroschwald
Stimme: Alexander Radszun
Arzt 2: Mehmet Merih Yilmaz
Arzt 1: Bodo Traber


DLR Kultur
Freitag, 22. Februar 2013, 00:05

Ovale Fenster
von Dietmar Dath / Hermann von Helmholtz / Thomas Weber / Volker Zander

Regie: Thomas Weber und Volker Zander
Musik: Thomas Weber und Volker Zander
SWR 2011 / 2012
55 Min.

Mit:
Heike Aumüller, Dietmar Dath, Johannes Frisch u. a.

Mit Helmholtz beginnt das Zeitalter des Sounds. Was heute Geräusch ist, kann morgen Musik sein. In seinem 1863 erschienenen Lehrbuch »Die Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik« verfasst der Physiologe Hermann von Helmholtz eine Musiktheorie, die erstmals physikalische Messungen, Phänomene akustischer Wahrnehmung und kulturelle Prägungen einbezieht. Schwingungen, Schwebungen. Kombinationstöne, Klangfarben. Konsonanz, Dissonanz. Was wir hörend empfinden, beruht auf Illusionen, die uns feine, in Schwingung versetzte Härchen hinter einer ovalen Fensteröffnung vorspielen. Für seine Forschungen zur Vokalbildung der menschlichen Stimme baut Helmholtz einen Stimmgabelsynthesizer. Diese metallischen Oszillationen dienen der Karlsruher Musikformation Kammerflimmer Kollektief als Grundlage für synthetische Mixturen freier Improvisationen und mehr.

Dietmar Dath geboren 1970 in Rheinfelden. Lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Freiburg. Er war Chefredakteur der Spex (1998-2000) und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (2001- 2007). Seine Romane, Sachbücher und Artikel unterwandern, überfliegen und durchkreuzen Gattungs- und Vorstellungsgrenzen, und zwar mit System.

Thomas Weber geboren 1969 in Karlsruhe. Lebt und arbeitet in Karlsruhe, komponiert und improvisiert in akustischen und elektronischen Zusammenhängen. Gründer des Kammerflimmer Kollektiefs. Zahlreiche internationale Veröffentlichungen, Tourneen und Festivals.

Volker Zander geboren 1968 in Fulda. Lebt und arbeitet in Köln als Musiker und Produzent. Seit 1998 Bassist in der US-amerikanischen Band Calexico. Tourneen durch USA, Europa, Japan. Betreibt seit 2005 die Musikproduktion Apparent Extent mit zahlreichen Tonträgern, Aufführungen und Ausstellungen.


890RTL
Freitag, 22. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


WDR 5
Freitag, 22. Februar 2013, 14:05

Milo und die Jagd nach dem grünhaarigen Mädchen
Teil 1

von Rudolf Herfurtner

Regie: Angeli Backhausen
Musik: Elvira Ochoa
WDR 2002
30 Min.

Milo wird zufällig Zeuge, wie zwei Männer versuchen, ein grünhaariges Mädchen zu kidnappen. Ein Junge rast in einem Einkaufswagen heran und kann sie gerade noch retten. Beide verschwinden spurlos. Milo versucht verzweifelt, das Mädchen zu finden und den Übeltätern auf die Spur zu kommen. Er findet heraus, dass bereits mehrere Kinder entführt wurden und in einer Spielzeugfabrik verschwanden. Nach und nach deckt Milo ein unglaubliches Komplott auf.

Rudolf Herfurtner, geboren 1947, lebt als freier Autor in München. Seit 1973 veröffentlicht er viele Theaterstücke, Romane und Hörspiele für Kinder und Jugendliche.


rbb-kulturradio
Freitag, 22. Februar 2013, 14:10

Die berühmtesten Dramen der Welt
Teil 10
Shakespeare: Romeo und Julia

von Tom Peuckert

rbb 2010
ca. 5 Min.

sh. 11. Februar 2013, 14:10 Uhr, rbb kulturradio


nordwestradio
Freitag, 22. Februar 2013, 19:05

Ünner den Melkwoold
von Dylan Thomas

Bearbeitung: Jochen Schütt; Hartmut Cyriacks und Peter Nissen (Übersetzung)
Regie: Hans Helge Ott
RB / NDR 2006
51 Min.

Mit:
Walter Kreye, Heidi Mahler, Jochen Schenck, Ursula Hinrichs, Peter Kaempfe, Heino Stichweh,
Jasper Vogt, Sandra Keck, Erkki Hopff u. v. a.

„Üm an’n Anfang antofangen: Dat is Vörjohr, Nacht, keen Maand in de lütte Stadt, keen Steerns un bibel-swatt, de Kattenköppstraten still, un de Leevs-Poren-un Kaninken Woold hinkt duuknackt – nüms süht dat – daal na de kreihenbeer-swatt, swattbeer-swatt, kreihenswatt fischerböötwüppeln See.“

Das weltweit berühmte Hörspiel wurde 1951 bei der BBC produziert, eroberte dann (einmaliger Weise!) auch die Bühnen und wurde sogar mit Richard Burton verfilmt. Eine Handlung gibt es freilich nicht. Es ist nur ein ruhiger Blick auf einen walisischen Küstenort und seine träumenden Bewohner in einer Frühlingsnacht. In der plattdeutschen Fassung kommt Dylan Thomas’ phantastische, lautmalerische Prosa ganz neu zur Geltung!

Dylan Thomas, geboren 1914 in Swansea / Wales, gestorben 1953 in New York, walisischer Dichter, schrieb Gedichte und verschiedene kleine Prosatexte. „Under Milk Wood“ (Unter dem Milchwald), sein Hauptwerk, war eine Auftragsarbeit für die BBC und wurde 1954 mit dem Prix Italia ausgezeichnet. In seinen letzten Lebensjahren lebte Thomas mit seiner Familie in einem umgebauten Bootshaus in der südwalisischen Kleinstadt Laugharne, dem Vorbild für den fiktiven Ort Llaregub, in dem „Under Milk Wood“ spielt.


SRF 1
Freitag, 22. Februar 2013, 20:00

Wie schrecklich schwinden unsere Kräfte
von Daniil Charms

Bearbeitung: Fritz Zaugg
Regie: Fritz Zaugg
Musik: Dodo Luther
DRS 1991
78 Min.

Cover

Mit:
Felix von Manteuffel, Ueli Jäggi, André Jung, Norbert Schwientek, Agnes Dünneisen, Marlise Fischer, Inka Friedrich

Daniil Charms, der russische Meister des Paradoxen, gilt heute als einer der ganz großen Humoristen des letzten Jahrhunderts. Er verknüpfte in seinen Texten abgrundtiefen, grellen und bissig-bösen Witz mit persönlicher Verzweiflung und geistreichem Spott.
In dieser Hörcollage hat Fritz Zaugg nicht nur Kurzstücke, Prosatexte und Gedichte bearbeitet und zu einem Hörspiel montiert, eingefügt sind auch gesellschaftliche Hintergründe sowie die faszinierende und erschütternde Biografie dieses bedeutenden Autors, der 1942 in einem Gefängnis in Leningrad verhungerte, da man ihn in den Wirren des Krieges vergessen hatte.

Daniil Charms (1905-42), russischer Schriftsteller. Prosa, Kurzgeschichten, Anekdoten, Theaterstücke, Gedichte für Erwachsene und Kinder. Hörspieladaptionen seiner Werke u.a. Die alte Frau (SFB/SDR 1991), Einfach Schnickschnack (HR/NDR 2002, Hörspiel des Monats November 2002).


BR 2
Freitag, 22. Februar 2013, 21:03

fm-scenario – Sendesprache – verdeckte Operation – Ansage – Fehler
von Eran Schaerf

Regie: Eran Schaerf
BR 2013
ca. 40 Min.

Dieses Hörspiel wird nach den Nachrichten gesendet, dazwischen könnte folgendes Gespräch stattfinden:

Niklas Luhman: Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.
Eran Schaerf: Und woher wissen die Massenmedien das, was sie wissen?
Bürgerjournalist (der nicht genannt werden möchte): Von uns.
Eran Schaerf: Wer sind wir?
Die Stimme des Hörers: Sender und Hörer zugleich. Wir sind die Nicht-Genannten.

„Bekannt für seine Höreranrufe, die von einem automatischen Moderator moderiert werden, bietet Die Stimme des Hörers nun seinen Hörern die Möglichkeit, eigene Nachrichten zu generieren. Wer sich dafür noch auf der einen oder anderen Pressekonferenz informieren will, aber keinen Presseausweis besitzt, kann sich durch eine Programmfunktion namens Maske einen Zugangscode erstellen und unbemerkt dabei sein. ‚Es handelt sich um eine Art Radio-Ticker des Bürgerjournalismus’, sagt ein Sprecher des Verbands Europäischer Nachrichtenagenturen, der nicht genannt werden möchte. ‚Das ist in Zeiten der Krise der Nachrichtenmedien durchaus sinnvoll. Fragwürdig ist jedoch, dass Die Stimme des Hörers keinerlei Hierarchie zwischen Informationsquellen anstrebt. Hörer werden Berichterstatter und umgekehrt – jeder hat Zugang zu dem Cloud Server des Senders, kann sich dort bedienen, eigene Berichte verfassen und ist bereits während seiner Suche auf Sendung.’“

Das hört sich wie Demokratie an. Sie scheitert spätestens, wenn sie Programm wird und von dem automatischen Moderator eine Stimme erhält: „Ich verstehe Sie nicht. Sie sprechen in einem unbekannten Format. Sie haben das Format Nachrichten eingestellt und sprechen von sich. Oder wollten Sie eine private Nachricht verfassen?“

Während Die Stimme des Hörers eine Fiktion bleibt, in der die Montage der Wirklichkeit durch die Massenmedien wiederaufgeführt wird, bietet das Online-Studio fm-scenario.net Nutzerinnen die Möglichkeit, narrativer Module aus Eran Schaerfs Hörspielarbeit zu ihrer eigenen Version der Stimme des Hörers zusammenzustellen.

fm-scenario – Sendesprache – verdeckte Operation – Ansage – Fehler wurde von Inke Arns, künstlerische Leiterin des Hartware MedienKunstVerein Dortmund, zusammengestellt. Das Hörspiel bildet gleichzeitig den Ausgangspunkt für Eran Schaerfs Ausstellung im Hartware MedienKunstVerein, Dortmund (16. Februar bis 1. April).

fm-scenario – Die Stimme des Hörers ist ein intermediales Projekt, das sich über die Website, Sendungen, Ausstellungen und Publikationen realisiert. Eine Kooperation von: BR Hörspiel und Medienkunst; A Production e. V., Berlin; Hartware MedienKunstVerein, Dortmund; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Les Complices, Zürich; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; ZKM, Karlsruhe; Kulturstiftung des Bundes


rbb-kulturradio
Freitag, 22. Februar 2013, 22:04

Zweisprache Weiße Rose Sophie
von Jörg Michael Koerbl

SFB-ORB 2002
41 Min.

sh. 20. Februar 2013, 20:05 Uhr, NDR-Kultur


SWR 2
Freitag, 22. Februar 2013, 22:33

Wenn die Gondeln Trauer tragen
von Daphne du Maurier

Bearbeitung: Regine Ahrem
Regie: Regine Ahrem
Musik: Michael Rodach
rbb 2007
52 Min.

Radiotipp der HörspielfreundeCover

Mit:
Matthias Scherwenikas, Stefan Kurt, Sascha Icks, Christine Oesterlein, Carmen-Maja Antoni

Um nach dem tragischen Unfalltod ihrer Tochter etwas Abstand zu gewinnen, fahren John und Laura nach Venedig. Gleich nach ihrer Ankunft deuten mysteriöse Vorfälle und Vorzeichen darauf hin, dass ihr Albtraum noch nicht zu Ende ist.

So begegnen sie zwei älteren Schwestern, von denen die blinde behauptet, über das zweite Gesicht zu verfügen und in Kontakt mit der verstorbenen Tochter zu stehen. Außerdem sieht sie eine unbestimmte Gefahr für die beiden voraus. Tatsächlich kommt prompt ein Anruf von zu Hause. Der dort zurückgelassene Sohn scheint schwer erkrankt zu sein. Und gleichzeitig treibt ein geheimnisvoller Mörder sein Unwesen in der Stadt.

Daphne du Maurier (1907-1989) wurde in London geboren. Ihre Romane „Rebecca“ (1938) und „Die Vögel“ (1952) dienten Alfred Hitchcock als Vorlagen für zwei seiner gruseligsten Reißer.

Wer die Vorlage oder den gleichnamigen Film kennt, wird sich sicher zuerst fragen, wie es funktionieren soll, diese Geschichte in ein Hörspiel zu packen. Gerade dann noch, wenn man dies auch noch in einer Radiostunde erzählen will?!

Regina Ahrem hat sich dem Problem gestellt und man kann getrost sagen, dass sie dies sehr zufriedenstellend gelöst hat. Sie packt soviel in die recht kurze Spielzeit, dass man kaum den Eindruck hat, das hier Wesentliches auf der Strecke geblieben ist. Zugleich schafft sie es die düstere und getragene Atmosphäre zu schaffen, die dieses Werk so einzigartig macht.

Das gelingt, obwohl man die musikalische Untermalung nur recht spärlich einsetzt. Vielleicht hätte man den Kompositionen mehr Raum geben sollen, denn dort wo sie eingesetzt wurden, passen sie perfekt – ein Mehreinsatz hätte sicherlich das Hörspiel nicht überfrachtet, sondern vielleicht noch besser gemacht.

Bei den Sprechern lässt man wie zu erwarten nichts anbrennen. Hier setzt man auf viele bewährte Radiostimmen, die perfekt ihre Rollen transportieren.

Die Umsetzung des RBB fängt das Flair der Vorlage perfekt ein und schafft es, die Geschichte ohne große Verluste in eine Radiostunde zu packen. Meines Erachtens eines der besten Radiohörspiele des Jahres 2007 – eine erstklassige Inszenierung des RBB!

Meine Wertung: + + + + +


DLF
Samstag, 23. Februar 2013, 00:05

Räuberzelle
von Christian Winkler

Regie: Peter Kaizar
Musik: Karl Ritter
ORF 2012
ca. 54 Min.

Mit:
Wolfram Berger

Mehr als dreißig Jahre verbringt er in verschiedenen Gefängnissen Europas; länger als sechs Monate ist er selten auf freiem Fuß: Karl – „der Haifisch“ – Haiberger ist ein Edelgauner, ein begnadeter Einbrecher. Wenn er „draußen“ ist, lebt er auf großem Fuß und genießt jede Stunde. Er weiß, dass über kurz oder lang die Handschellen klicken werden. Als Karl mit zweiundfünfzig Jahren aufgrund eines Gehirntumors frühzeitig aus einer weiteren Haftstrafe entlassen wird, entschließt er sich, seine Geschichte aufzuschreiben – die Ärzte geben ihm dafür noch ungefähr ein Jahr an Lebenszeit.

Durch einen Zufall kontaktiert er den österreichischen Autor und Dramatiker Christian Winkler, der aus seiner Lebensgeschichte Literatur machen soll. Aus unzähligen Interviews entstehen mehrere hundert Seiten Text, die der Autor schließlich zu einem Hörspiel verdichtet. Karl erzählt darin von verschiedenen Leben und Lebensabschnitten, von seinem einzigen normalen Beruf als Beate-Uhse-Vertreter, von filmreifen Einbrüchen und Verfolgungsjagden über den Dächern der Stadt, vom Alltag im Knast, von Träumereien und Utopien, von seiner unheilbaren Krankheit und vor allem immer wieder von Strafe und Sühne.

In einer Inszenierung von Peter Kaizar leiht Wolfram Berger dem philosophierenden Einbrecherkönig seine Stimme. Verschlagen und klug, wahnwitzig und weise.


105.5 Spreeradio
Samstag, 23. Februar 2013, 02:00

Die Hörspielreihe

Bekanntgabe des jeweilgen Hörspiels erfolgt unmittelbar vor der Ausstrahlung
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


OE 1
Samstag, 23. Februar 2013, 14:00

Tod in Mestre
von Ernst Wünsch

Regie: Götz Fritsch
ORF 2004
49 Min.

Mit:
Bibiana Zeller, Branko Samarovski , Markus Hering, Nicola Filipelli, Florian Scholz, Hannes Thanheiser, Hilde Sochor, Hermann Scheidleder u.v.a.

Schauplatz Venedig – eine am Massentourismus verröchelnde Diva. Ein paar todessehnsüchtige Individualisten ihre Sterbebegleiter. Tod in Venedig – ein Abgang Erster Klasse, den sich kaum ein Normalsterblicher mehr leisten kann. Für den lebensüberdrüssigen Otto Semrad, einen erfolglosen Ghostwriter, tut’s Mestre, der wenig attraktive Vorort der Serenissima, auch. Irritiert vom venezianischen Karneval, diesem Totentanz auf sinkendem Schiff, und einer lebensbedrohenden Erkältung, die er sich beim Sprung in einen viel zu seichten Canale zuzieht, enden alle seine Selbstmordversuche als Desaster.

Trost findet er bei der Altenpflegerin Ines Ziervogel, die zwecks einer makabren Testamentsvollstreckung ebenfalls gerade in der Lagunenstadt weilt. Ein Eisenbahnerstreik verhindert die gemeinsame Heimreise; eine – im wahrsten Sinn des Wortes – explosive Nacht in der Wartehalle des Bahnhofs Mestre vertieft ihre Beziehung.


BR 2
Samstag, 23. Februar 2013, 15:05

Ein Winter unterm Tisch – L’hiver sous la table
von Roland Topor

Regie: Götz Naleppa
NDR / mdr 1995
71 Min.

Mit:
Christin Marquitan, Sven-Eric Bechtold, Christian Redl, Catrin Striebeck, Matthias Ponnier

Sie ist wirklich zauberhaft, seine Mademoiselle Michalon, findet Dragomir, ihr Untermieter. Der Emigrant ist Schuster und froh, eine so günstige Bleibe gefunden zu haben. Dass er sich in seiner Bewegungsfreiheit etwas einschränken muss, nun ja, das bringt das Leben in der Fremde eben so mit sich. Entschädigt wird Dragomir allerdings durch den Wohnort, den ihm Mademoiselle zugewiesen hat. Der befindet sich nämlich genau unter ihrem Arbeitstisch und manchmal genau zwischen ihren Schenkeln. Da sind die Umgangsregeln, die sonst ein gewöhnliches Mietverhältnis auszeichnen, beim besten Willen nicht immer einzuhalten, etwa dann, wenn Mademoiselle Michalon einen Knopf verliert. Der französische Illustrator, Maler und Dramatiker, bekannt für seine mit schwarzem Humor gewürzte Weltsicht, beleuchtet in seinem Stück die Thematik der Emigration und die Begegnung mit dem Fremden auf ganz persönliche Weise. Auf Überraschungen muss man hier gefasst sein. Das scheinbar so festgefügte System von oben und unten kann auch – so die frohe Botschaft des Autors – von einem armen Einwanderer mitunter im Sturm genommen werden. Die subversive Anleitung, bei der die Erotik nicht ohne Bedeutung bleibt, liefert der Autor in seiner phantasievollen Groteske gleich mit.

Roland Topor, 1938 als Sohn polnischer Eltern in Paris geboren, veröffentlichte 1958 in der Zeitschrift „Bizarre“ seine ersten Cartoons. Bekannt wurde er vor allem durch die Verfilmung seines Romans „Der Mieter“ (1964). Von seinen Theaterstücken wurde „Joko feiert seinen Jahrestag“ unter dem Titel „Der Kongress reitet“ (1988) als Hörspiel produziert.


WDR 3
Samstag, 23. Februar 2013, 15:05

Rolf Hochhuths Der Stellvertreter
von Marianne Wendt

Regie: Marianne Wendt
DLR 2013
ca. 74 Min.

Vor 50 Jahren stellte Rolf Hochhuth in seinem Stück „Der Stellvertreter“ eine Frage, die das Nachkriegsdeutschland der 60er-Jahre erschütterte: Warum schwieg Papst Pius XII. zu den Judendeportationen? Darf der Stellvertreter Gottes nur seinem politischen Kalkül folgen?

Die Theateruraufführung am 20. Februar 1963 führte zum größten Theaterskandal der BRD, und die bloße Ankündigung der Radiofassung provozierte eine Bombendrohung im Rundfunksender.

Der Skandal reicht bis in die Gegenwart: Ein ehemaliger Securitate-General gibt 2007 an, der KGB hätte den Autor Hochhuth instrumentalisiert, um den Ruf Pius XII. zu schädigen. Der Vatikan ist gleichzeitig um die Seligsprechung eben dieses Papstes bemüht.

Die Hörcollage verwendet Auszüge aus der Hörspielinszenierung Erwin Piscators von 1963 und überschreibt diese mit ihrer eigenen Rezeptionsgeschichte.

Marianne Wendt und Christian Schiller leben als Radio-, Film- und Theaterautoren in Berlin.


WDR 5
Samstag, 23. Februar 2013, 17:05

Kreuzeder und der Tote im Wald
von Jörg Graser

Regie: Stefan Dutt
DLR 2012
57 Min.

Mit:
Sigi Zimmerschied, Luise Kinseher, Maria Peschek, Martin Engler, Michaela May, Marian Funk

Sigi Zimmerschied und Michaela May; Bild: ©DLR/Sandro Most
Sigi Zimmerschied und Michaela May; Bild: ©DLR/Sandro Most

Polizeipsychologin März informiert Kriminalrat Kreuzeder, dass in der Nähe zur tschechischen Grenze eine Leiche gefunden wurde. Kreuzeder mag sich am Sonntag nicht mit einem Mord befassen. Außerdem leidet er mal wieder an den Auswirkungen eines Alkoholrausches. Um den Fall nicht bearbeiten zu müssen, schleppt er den Toten über die Grenze nach Tschechien. Doch das hilft ihm nicht. Die tschechische Polizei bittet prompt um Amtshilfe, denn Spuren führen nach Deutschland. Der Tote, Max Krobel, wurde mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Er war Hausmeister einer Schule und wenig beliebt. Die Art und Weise, wie er ums Leben kam, spricht für einen Auftragsmord.

Nachdem der erste „Kreuzeder“ eine wahrlich positive Überraschung war, hat mich der zweite Teil – „Kreuzeder und die Kellnerin“ – kaum begeistern können. Daher war die Spannung groß, wie denn dieser dritte Teil nun ausfallen würde. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Begeisterung ist zurück. „Kreuzeder und der Tote im Wald“ bringt die bekannten Schrullen des untermotivierten Kommissars zurück. Er ist sich beispielsweise nicht zu schade, eine Leiche über die tschechische Grenze zu bringen, damit sich die Kollegen dort mit dem Fall befassen müssen. Natürlich funktioniert das nur bedingt und letztlich muss Kreuzeder dann doch irgendwie ermitteln. Dem dann zu lauschen ist ein Genuss – denn Kreuzeder ist hier wieder so ein wunderbarer Gegenentwurf zum Klischee-Kommissar, dass man sich fragt, warum es diese Art der Figur nicht viel öfter gibt. Natürlich hat Jörg Graser damit nicht einen neue Krimisparte erfunden, aber sein origineller Protagonist bringt zumindest eine sehr rare Facette ins Krimifach.

Das Hörspiel, das die meines Erachtens aktuell beste Krimihörspielredaktion produziert hat, kommt mit viel bayerischem Flair daher. Das bedingt auch eine gewisse Ruhe und Tempoarmut, was aber perfekt ins System passt – Zumal damit auch ein perfektes Timing gewährleistet ist.

Der großartige Kabarettist und Schauspieler Siggi Zimmerschied ist eine perfekte Besetzung dieser besonderen Figur. Aber auch das restliche Ensemble kann sich durchaus hören lassen.

Eine Rückkehr zu alter Stärke – Kreuzeder besticht durch einen ordentlichen Kriminalfall in origineller Kulisse und sehr guter Umsetzung. Das sollte man sich nicht entgehen lassen!

Meine Wertung: + + + +


Radio Corax
Samstag, 23. Februar 2013, 20:00

Freispiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SRF 2 Kultur
Samstag, 23. Februar 2013, 21:00

Die Geschichte der 1002. Nacht
Teil 2

von Joseph Roth

DLR / ORF 2009
55 Min.

sh. 16. Februar 2013, 21:00 Uhr, SRF Kultur


NDR-Info
Samstag, 23. Februar 2013, 21:05

Nebenwirkung
Tom Felskis zweiter Fall

von Thilo Reffert

Regie: Thilo Reffert
Musik: Mike Herting
WDR 2010
54 Min.

Mit:
Tom Felski: Fabian Gerhardt
Wolfhard: Martin Brambach
Sina: Winnie Böwe
Demba: Marc Hosemann
Otto Friedrich: Ulrich Anschütz
Agathe Friedrich: Brigitte Grothum
Jette Hinrich: Joanna-Maria Praml
Frau Peters: April Hailer
Sekretärin Dorn: Ulrike Bliefert
Sänger/Luigi/Wampe: Nic Romm
Snyder: Christian Brückner
Andrea: Anika Mauer

Nachdem der zufällig erfolgreiche Chaot Tom Felski einen Erpressungsfall löste (den er selbst inszeniert hatte), wird er weiterempfohlen: Die Atona Pharma AG wird erpresst. Unerklärliche Nebenwirkungen des erfolgreichen Leistungssteigerers „Cliral“ sind bekannt geworden. Offenbar hat der Erpresser dem Mittel Fremdstoffe beigemischt. Die ersten Spuren führen Felski zurück nach Berlin, wo er im Chaos der Kreuzberger Musikerszene landet. Aber Chaos ist Felskis zweiter Vorname.

Mit Tom Felskis zweitem Auftrag schickt Thilo Reffert seinen Protagonisten in einen neuen Erpressungsfall. Diesmal muss er sich in der Pharmabranche mit Leuten auseinandersetzen, die nicht so wirklich in seine Welt passen – entsprechend schwer findet er sich auch zu Recht. Aber Felski wäre nicht Felski, wenn er sich nicht auch hier erfolgreich durch die Geschichte mogeln würde.

Thilo Reffert erzählt eine vergnügliche Krimigeschichte, bei der der Unterhaltungswert deutlich mehr im Fokus steht, als die Maßgabe, einen perfekt inszenierten, wendungsreichen Krimi vorzulegen. Der Plot ist eher solide, aber durch sehr nette Details, durchaus hörenswert.

Gut auf die Geschichte abgestimmt, ist die Inszenierung von Thomas Leutzbach. Mike Herting sorgt in gewohntem beswingten Stil für eine lockere Kulisse, in der Felskis Abenteuer gut dargestellt werden können. Fabian Gerhardt gefällt mir in der Titelrolle sehr gut, er gibt der etwas chaotischen Figur die nötige Leichtigkeit und Naivität. Er ragt, ebenso wie Marc Hosemann, aus dem ohnehin guten Ensemble heraus.

Ein sehr unterhaltsamer Fall für Tom Felski, der beim Hörer für eine vergnügliche Radiostunde sorgen dürfte. Wer allerdings Wert auf einen originell konstruierten Krimiplot legt, dürfte hier nicht ganz zufriedengestellt werden.

Meine Wertung: + + +


WDR 5
Samstag, 23. Februar 2013, 23:05

Kreuzeder und der Tote im Wald
von Jörg Graser

DLR 2012
57 Min.

sh. 23.02.2013; 17:05 Uhr WDR 5


mdr-figaro
Sonntag, 24. Februar 2013, 07:10

Adrian und Lavendel
von Albert Wendt

Regie: Karlheinz Liefers
FH Berlin 1990
41 Min.

Cover

Mit:
Carmen-Maja Antoni, Klaus Piontek, Wolfgang Brunecker, Klaus Manchen, Axel Werner, u. a.

Adrian, dem Märchendichter flattert eine zargeflügelte Dampfwalze genau vor die Füße. Die Dampfwalze heißt Lavendel und hat Hunger auf Märchen. Adrian füttert sie Seite um Seite mit seinen Geschichten, und sofort steigt ihr Dampfdruck wieder. Adrian und Lavendel werden Freunde. Aber leicht ist es nicht, mit einer zartgeflügelten Dampfwalze friedliche unter einem Dach zu wohnen.

Nachts, wenn alle schlafen, lässt sie laut Dampf ab, schon im Morgengrauen walzt sie einen Weg durch den Garten, und dem mürrischen Nachbarn raubt sie die letzten Nerven. Trotzdem ist es wunderbar, mit ihr befreundet zu sein.

Albert Wendt, geboren 1948, lebt als freier Autor in Kleinpösna bei Leipzig, Er hat Texte für Theater und Rundfunk geschrieben, die mehrfach ausgezeichnet wurden.

Mit „Adrian und Lavendel“ legt Albert Wendt eine sehr phantasievolle Geschichte vor. Vielel witzige Aspekte ergeben sich aus der Besonderheit, dass Lavendel eine Dampfwalze ist und als solche natürlich technische Eigenarten hat, die für genug skurille Situationen sorgt, um die Spielzeit von 41 Minunten unterhaltsam zu füllen.

Das Stück lebt hauptsächlich vom lebendigen Spiel des Ensembles. Insebesondere Klaus Piontek bringt hier als Erzähler und Adrian viel Flair mit hinein.

Die Kulisse ist vielleicht etwas schlicht geraten. Die Geschichte braucht zwar nicht viel um zu wirken, etwas mehr an Musik und Geräuschen hätte die Produktion aber sicherlich etwas mehr abgerundet.

Letztlich ein gutes Hörspiel, das zumindest den wichtigsten Anspruch zur Genüge erfüllt: Gute Unterhaltung

Meine Wertung: + + +


SRF 3
Sonntag, 24. Februar 2013, 11:10

Philip Maloney
von Roger Graf

NN
ca. 30 Min.

Die Bekanntgabe, welche Folge aus den „haarsträubenden Abenteuern des Philip Maloney“ gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm


SRF 1
Sonntag, 24. Februar 2013, 14:00

Der Sieger. Berichte seiner Zeitgenossen
Teil 3

von Kurt Früh

DRS 1963
ca. 70 Min.

sh. 10. Februar 2013, 14:00 Uhr, SRF 2 Kultur


rbb-kulturradio
Sonntag, 24. Februar 2013, 14:04

Gletscher
von Maxi Oberer

Regie: Barbara Plensat
EIG 2011
54 Min.

Mit:
Elisabeth Trissenaar, Inga Busch, Jens Harzer

Die große Hitze vom Sommer 2003 brachte nicht nur guten Wein. Sie ließ auch die Gletscher schneller schmelzen, und manches Opfer, das sich der Gletscher vor vielen Jahren geholt hatte, wurde freigegeben. So geschah es, dass eine Frau nach 54 Jahren ihren jungen Verlobten wiedersehen durfte. Die Geschichte erinnert an ein romantisches Märchenmotiv, an ›Unverhofftes Wiedersehen‹ oder an ›Bergwerk zu Falun‹. Und doch ist sie wahr. In ›Gletscher‹ begegnen wir beidem: der wahren Geschichte und der Weiterführung und Umformung eines Märchenstoffs in einem realistischen und surrealen Setting.


hr 2
Sonntag, 24. Februar 2013, 14:05

Unter Schnee
Teil 1

von Ulricke Ottinger

Regie: Ulrike Ottinger
Musik: Yumiko Tanaka
BR 2012
54 Min.

„In der Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb der Krepphändler Bokushi Suzuki in seinem Buch Schneeland Symphonie des Alltags die Feste und Rituale der Bewohner des japanischen Echigo, einer Gegend, in der es ungewöhnlich viel schneit, der Schnee sich viele Meter hoch auftürmt und bis in den Mai hinein liegen bleibt. Mit diesem Reisebericht im Gepäck begab ich mich im Winter 2010/11 ins Schneeland, um in der Gegenwart die Mythen und Märchen der Vergangenheit aufzuspüren.“ (Ulrike Ottinger) Rahmenhandlung des Hörspiels ist die poetische Geschichte von Takeo und Mako, zweier Studenten, die ihre Neujahrsferien im Schneeland verbringen wollen. Auf ihrer beschwerlichen Reise durch Echigo lockt sie der Geist einer Füchsin in ein einsames Haus. In einer berauschten Neujahrsnacht schlüpft sie in die Gestalt Makos und verwandelt sich in eine wunderschöne Frau, um Takeo zu gewinnen. Beide finden sich in der Edo-Zeit wieder. Die Shamisen-Spielerin begleitet den Tanz der schönen Füchsin mit einem alten Geisha-Lied auf ihrem aus dem Holz des Khaki-Baumes gefertigten und mit Hundehaut bespannten Instrument. Am nächsten Morgen führen Takeo und Mako ihre Reise fort. Dabei begegnen sie Bauern, die ihre Dächer mit großen Schaufeln vom Schnee befreien und Frauen, die aus feinsten Flachsfäden lange Bahnen von Krepp weben. Sie wohnen Ritualen bei, die in Echigo auch heute noch zur gelebten Tradition gehören. Zur Abwehr der Reis pickenden Vögel werden auf den Feldern Opfertürme aus Schnee errichtet. Bei einer Hochzeit findet das traditionelle Bräutigamwerfen statt und im Tempel werden die Vorbereitungen für das Fest der Wegegötter getroffen. Die guten Wünsche für das neue Jahr werden auf bunte Papierschleifen geschrieben, an eine Reisstrohpyramide gebunden und verbrannt.

Der zweite Teil des Hörspiels beginnt mit der Verbannung der Protagonisten auf die Insel Sado, wo sie zum Frondienst in den Goldminen gezwungen werden. Der über tausendjährigen Verbannungsgeschichte der Insel verdanken wir die traurigsten und zugleich schönsten Liebesgedichte. Ebenso alt ist die Geschichte ihrer legendären Gold- und Silberminen, bei deren Ausbeutung schon portugiesische Jesuiten halfen, und von denen schon drei Jahrhunderte zuvor Marco Polo zu berichten wusste. Aus den gesammelten Originaltönen des Alltags, der Feste, Rituale und der fiktiven Erzählung um das Paar aus der Edo-Zeit, musikalisch begleitet vom Gesang zum Shamisen-Spiel Yumiko Tanakas, entsteht eine atmosphärisch dichte Montage.

Ulrike Ottinger, geb. 1942, Filmemacherin, Fotografin, Malerin, Autorin. Filme u.a. Laokoon und Söhne (1972), Berlinfieber (1973), Die Betörung der blauen Matrosen (1975), Madame X – Eine absolute Herrscherin (1977), Bildnis einer Trinkerin (1979), Freak Orlando (1981), Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse (1984), China. Die Künste – der Alltag (1985), Superbia – Der Stolz (1986), Usinimage (1987), Johanna d’Arc of Mongolia (1989), Countdown (1990), Taiga (1992), Exil Shanghai (1997), Südostpassage (2002), Ester (2002), Das Exemplar (2002), Zwölf Stühle (2004), Prater (2007), Die koreanische Hochzeitstruhe (2008), Unter Schnee (2011). Hörspiele: Taiga – Erzählungen aus dem nördlichen Land der Mongolen (SWF/BR/SFB 1994), Exil Shanghai (SWF 1997), Abfahrt ohne Ankunft (HR 2008).


NDR-Info
Sonntag, 24. Februar 2013, 14:05

Anton taucht ab
von Milena Baisch

Regie: Maidon Bader
SWR / WDR 2012
51 Min.

Zugegeben, Campingurlaub mit Oma und Opa ist nicht das Coolste. Doch erst als Anton entdeckt, dass es keinen Swimmingpool gibt, sondern nur einen See, werden diese Ferien zum GAU (größtmöglich anzunehmender Unfall). Wie alle anderen Kinder Arschbomben und Köpper vom Badesteg machen, in diese Ekelbrühe? Niemals! Zum Eigenbrödlerdasein verdammt und vor Langeweile vergehend, macht Anton schließlich eine Bekanntschaft der besonderen Art: mit einem Fisch. Und damit beginnt ein Ferienabenteuer, wie es sich Anton in seinen kühnsten Heldenfantasien nicht ausgemalt hat.


BR 2
Sonntag, 24. Februar 2013, 15:00

Weshalb Forellen in Rapperswil essen, wenn wir im Appenzellerland Speck haben können?
von Robert Walser

Regie: Ruedi Häusemann
Musik: Ruedi Häusemann
DRS 1995
47 Min.

Mit:
Michael Neuenschwander, Zbigniew Bryczkowski

Der Zürcher Literat Carl Seelig hat Robert Walser regelmäßig in der appenzellischen Heil- und Pflegeanstalt Herisau besucht, um mit ihm zu wandern. Einmal war ein Ausflug ins schmucke Städtchen Rapperswil geplant. Obwohl Seelig die Fahrkarten schon in der Tasche hatte, meinte Walser: „Ich bin nun einmal in die Ostschweiz verbannt und bleibe hier. Weshalb Forellen in Rapperswil essen, wenn wir im Appenzellerland Speck haben können?“ Der Komponist und Theatermacher Ruedi Häusermann hat diesen Satz zum Anlass genommen für eine musikalische Collage von Texten Robert Walsers. Die beiden Erzählminiaturen Nervös und Träumen, Gedichte, aber auch Grußformeln aus den Briefen an Walsers große Liebe Frieda Mermet verwebt Häusermann mit Franz Schuberts Streichquartett a-moll, op. 29. Zudem glaubt man in diesem Hörspiel die Stimme des Kameraden Schillinski aus Walsers Roman Jakob von Gunten zu treffen, von dem es heißt: „Er ist von polnischer Herkunft. Er spricht ein hübsches, gebrochenes Deutsch.“

Robert Walser, geboren 1878 in Biel (Kanton Bern), lebte von 1933 bis zu seinem Tod 1956 in der Nervenklinik Herisau bei Zürich. Werke u.a. Die Geschwister Tanner (1907), Der Gehülfe (1908), Jakob von Gunten (1909). Hörspieladaptionen u.a. Ein tödlicher Traum (DRS 1981), Aus dem Bleistiftgebiet (ORF 1986), Die Straße (DRS 2005), Jakob von Gunten (NDR 2008).


slangradio
Sonntag, 24. Februar 2013, 17:00

Hörspiele für Kinder
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SR 2
Sonntag, 24. Februar 2013, 17:04

Gute alte Zeit
von Olivier Choinière

Bearbeitung: Hinrich Schmidt-Henkel (Übersetzung)
Regie: Harald Krewer
SR 2012
ca. 70 Min.

Gutealtezeit.com – so heißt das Rollenspiel, das Vater, Mutter und Sohn im Internet zeitgleich miteinander spielen – ohne jedoch vom anderen zu wissen. Jeder der drei hat einen anderen Grund, den bewegten Bildern in die bäuerliche Gemeinschaft einer vorindustriellen Zeit zu folgen, „wo die Welt noch in Ordnung war“. Denn in der realen Gegenwart existiert diese Kleinfamilie nur noch als Fassade: Wut, Trauer, Schweigen herrschen unter den dreien, seit ein Familienmitglied fehlt. Das Internetspiel hat auf Vater, Mutter und Sohn eine kathartische Wirkung.


Stadtfilter
Sonntag, 24. Februar 2013, 17:30

Hörspiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SWR 2
Sonntag, 24. Februar 2013, 18:20

Domino
von Christoph Buggert

Regie: Walter Adler
mdr / WDR 2012
55 Min.

Hörspiel des Monats Juni 2012

Mit:
Tom Schilling, Natalie Spinell, Wolfram Koch, Lena Stolze u.a.

Martin Kurp ist Lehrer am Gymnasium, für „Politik und Wirtschaft“. Theoretisch beschlagen, ein kritischer Kopf, der die Macht und ihre Machenschaften durchschaut und stolz darauf ist. Im Speckgürtel einer deutschen Metropole feststeckend, nach langer Ehe von seiner Frau verlassen, steht er plötzlich vor der Herausforderung seines Lebens: Seine Tochter Utz ist nicht bloß mit ihrem Freund Pit in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit einer Gang jugendlicher Immigranten geraten. Pit hat sich auch von seiner Freundin mit Gewalt genommen, worauf er Lust hatte. Und Pit ist der Sohn des amtierenden Justizministers, der gerade im Wahlkampf mit verschärftem Vorgehen gegen „Ausländer“ punkten will. Plötzlich fühlt sich Kurp nicht bloß als Familienvater gefragt. Plötzlich steht er mitten drin in den „Schweinereien“ – lauter Exempel seiner skeptischen Diagnosen. Plötzlich kann er sich beweisen. Und muss es. – 72 Statements von 23 Personen, die das Stück montiert, stoßen einander an wie Domino-Steine. „Wer das Leben beschreiben will, muss durch viele Köpfe gehen.“ (Umberto Derra)

Christoph Buggert, 1937 in Swinemünde geboren, lebt in Oberursel. Veröffentlichte außer zahlreichen Hörspielen (u.a. „Vor dem Ersticken ein Schrei“, WDR 1977, ausgezeichnet mit dem „Hörspielpreis der Kriegsblinden“) drei Romane: „Das Pfarrhaus“ (1988), „Lange Reise“ (2002) und „Deutschlandbesuch“ (2006)


DLR Kultur
Sonntag, 24. Februar 2013, 18:30

NICHT HIER
oder
Die Kunst, zurückzukehren

von Kathrin Röggla

Regie: Leopold von Verschuer
Musik: Bo Wiget
DLR 2012
75 Min.

Mit:
Kirsten Hartung, Dorothee Metz, Tony de Maeyer, Christina Weiser, Klaus Wildemuth

Fünf Rückkehrer nach Deutschland treffen aufeinander: Idealisten, deren Verträge ausliefen, Karrieristen, die aus privaten Gründen zur Heimkehr gezwungen wurden, Gestrandete allesamt. Jeder und jede Einzelne hatte irgendwie Teil am immer größer werdenden Arbeitsmarkt des internationalen Engagements von der UNO bis zum deutschen Entwicklungsdienst. Gerade im vermeintlichen Zuhause aber sehen sie sich stärker denn je einer Ortlosigkeit ausgesetzt, die genauso in der deutschen Provinz wie in der großen weiten Welt grassiert – als sei sie ein Virus, der alle Gegenden nach und nach ansteckt. Die Rückkehrer fühlen sich entlassen in eine plötzliche Gleichgültigkeit, die heute sehr dicht mit jeglichem Engagement verknüpft zu sein scheint.


WDR 5
Sonntag, 24. Februar 2013, 19:30

Stuarts Cape
Teil 8

von Sara Pennyacker

WDR 2011
ca. 10 Min.

sh. 3. Februar 2013, 19:30 Uhr, WDR 5


Radio Corax
Sonntag, 24. Februar 2013, 20:00

Freispiel
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


WDR 3
Sonntag, 24. Februar 2013, 20:05

Der Stellvertreter
von Rolf Hochhuth

Regie: Erwin Piscator
hr 1963
130 Min.

Mit:
Papst Pius XII.: Dieter Borsche
Pater Riccardo: Günther Tabor
Julia Luccani: Maria Becker
Luccani Senior: Rudolf Fernau
Dr. Lothar Luccani: Jürgen Thormann
Ordensgeneral: Josef Peter Dornseif
Apostolischer Nuntius: Hans Albert Martens
Kardinal: Hans Nielsen
Graf Fontana: Malte Jäger
Witzel: Martin Hirthe
Salzer: Fritz Tillmann
Gerstein: Siegfried Wischnewski
Jacobson: Ernst Ronnecker

Die Uraufführung von Hochhuths Theaterstück „Der Stellvertreter“ am 20. Februar 1963 in Berlin, in der Regie von Erwin Piscator, löste einen Skandal aus. Es kam zu Protesten und Demonstrationen auf der einen Seite, auf der anderen Seite bewirkte der Theaterstoff eine längst fällige Diskussion über die Rolle der Kirche im Dritten Reich. Das umstrittene Stück handelt von dem Versuch des SS-Offiziers Gerstein und des jungen Jesuitenpaters Riccardo Fontana, den Vatikan über den Holocaust zu informieren und dadurch einen Protest gegen Hitler zu veranlassen. Der Versuch prallt an Papst Pius dem XII. ab, worauf sich der enttäuschte Pater freiwillig einem Transport nach Auschwitz anschließt und dabei ums Leben kommt.

Wegen der Brisanz des Themas wurde Hochhuths „Stellvertreter“ über Deutschland hinaus zu einem vielgespielten Stück. Ein aktuelles Beispiel für das anhaltende Interesse ist die gleichnamige filmische Adaption von Constantin Costa-Gavras, die 2002 in den Kinos zu sehen war.


NDR-Info
Sonntag, 24. Februar 2013, 21:05

Dumala
Teil 1

von Eduard von Keyserling

Regie: Claudia Johanna Leist
WDR 2011
54 Min.

Mit:
Reiner Schöne, Rüdiger Vogler, Chris Pichler, Susanne Barth, Natalie Spinell, Matthias Bundschuh, Josef Quadflieg u. a.

Reiner Schöne und Rüdiger Vogler; Bild: WDR/Sibylle Anneck

Die Winter in Dumala, einem kleinen baltischen Gutsherrensitz, sind hart zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Draußen liegt die Welt in Schnee und Eis erstarrt, drinnen, im Gutshof, freut sich der Baron auf ein wenig Abwechslung, die die Besuche des Pfarrers ihm bringen. Der Pastor kommt gern, sehr zum Leidwesen seiner Frau, die eifersüchtig auf die Baronin ist. Die lebenshungrige Gattin des kranken Barons wartet auf eine Initiative, die sie aus ihrem bedrückenden Dasein reißen soll. Sie kommt schließlich von dritter Seite – von einem benachbarten Adeligen, Baron von Rast, einem Lebemann, der gewohnt ist, sich zu nehmen, was er will. Es sind nicht nur moralische Bedenken, die den Pastor gegen diese Affäre aufbringen. In glühender Eifersucht schmiedet er Mordpläne gegen den draufgängerischen Nebenbuhler.

Graf Eduard von Keyserling (1855-1918) studierte Jura, Philosophie und Kunstgeschichte, lebte als freier Schriftsteller in Wien, in Italien und München und gilt als einer der wenigen bedeutenden impressionistischen Erzähler. Seine psychologisch feinfühligen Schilderungen aus dem Baltikum trugen ihm den Beinamen eines „baltischen Fontane“ ein.


890RTL
Sonntag, 24. Februar 2013, 22:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


DLR Kultur
Montag, 25. Februar 2013, 00:05

Kurzstrecke 11

Paradis
vonTobi Krone

Atacama
von Andreas Bodenhöfer
von sh. Links

NN
ca. 54 Min.


SRF 1
Montag, 25. Februar 2013, 14:00

Kafi Royal
von Stephan Mathys

Regie: Päivi Stalder
Musik: Barblina Meierhans
SRF 2013
38 Min.

Mit:
Martin Hug, Martina Fähndrich, Peter Hottinger, Geri Dillier, Rahel Hubacher und Isabell Schaerer

Armin Neumann zählt alles, was er sieht: Bäume einer Allee, Muster auf dem Teppich, Blumen auf dem Kleid, Fische in der Vitrine…

Diese Leidenschaft und sein Status als überzeugter Single stempeln ihn zum Aussenseiter. Sein Arbeitskollege versucht ihn mit guten Ratschlägen aus der Reserve zu locken. Ohne Erfolg. Armin verliert zunehmend den Überblick: Was passiert wirklich, und was geschieht nur in seiner Fantasie? Er findet seine Traumfrau, verliert sie wieder, reist ihr nach, ohne genau zu wissen, ob es sie tatsächlich gibt. Seine Fantasie nimmt ihn mit, bis er schliesslich in die Wirklichkeit zurück findet – in die Arme einer Frau, die ganz ähnlich tickt wie er.

Stephan Mathys lebt und arbeitet als Kunsttherapeut und Autor in Bern. Er erhielt Förder- und Werkbeiträge des Kantons Aargau und der Stadt Bern. «Kafi Royal» ist sein viertes Hörspiel für SRF.


BR 2
Montag, 25. Februar 2013, 20:03

Weshalb Forellen in Rapperswil essen, wenn wir im Appenzellerland Speck haben können?
von Robert Walser

DRS 1995
47 Min.

sh. Sonntag, 24. Februar 2013, 15:00 Uhr, BR 2


DLR Kultur
Montag, 25. Februar 2013, 21:33

Bello e impossibile
oder
Die Dohmsche Verführung

von Joy Markert

Regie: Alexander Schuhmacher
DLR 2012
ca. 56 Min.

Mit:
Maren Kroymann, Uwe Müller

Vor der Burgruine Honberg im schwäbischen Tuttlingen findet ein Open-Air-Konzert statt. Privatdetektivin Cher Ebinger und Buchhändler Marcel Haug sind im Publikum. Aus dem nahe gelegenen Wald hören sie Schreie, laufen los und finden eine junge Frau, die erstochen worden ist. Auf dem T-Shirt des Opfers erkennt Marcel das Porträt der Dichterin Hedwig Dohm aus dem 19. Jahrhundert. Die Polizei stellt fest, dass es sich bei der Toten um die 22-jährige Studentin Phillis Kahn handelt. Wenig später taucht in Chers Detektei der Manager Stettenheim auf und behauptet, seine junge Frau Jana hätte ein Verhältnis mit Phillis Kahn gehabt.


mdr-figaro
Montag, 25. Februar 2013, 22:00

Ein Mann steht vor der Tür
von Brigitte Reimann

Regie: Theodor Popp
Rundfunk der DDR 1960
65 Min.

Mit:
Erich Franz, Waltraud Kramm, Günther Haack, Walter Richter- Reinick, Ruth Kommerell

Lutz Steiger, ehemaliger Kompressorfahrer in einem großen DDR-Kombinat, steht ein Jahr nach seiner Flucht in die Bundesrepublik Deutschland wieder vor der Tür seines Kaderleiters Jakubartel und zögert anzuklopfen. Rückblickend erinnert er sich. Ebenso seine Freundin Sonja, die er Hals über Kopf verlassen hatte, noch ehe sie ihm von ihrem gemeinsamen Kind, das sie erwartete, erzählen konnte. Jakubartel kümmert sich inzwischen rührend um Sonja und das Kind. Er macht ihr einen Heiratsantrag. Bei aller Dankbarkeit lehnt sie ab, obwohl sie sich ihrer Gefühle für Steiger nicht sicher ist. Lutz Steigers Rückkehr stellt ihre Empfindungen auf die Probe. Als er sich ernsthaft reuig und überglücklich über das Kind zeigt, ist ihre Entscheidung klar.

Brigitte Reimann, 1933 in Burg bei Magdeburg geboren, veröffentlichte mit Anfang zwanzig ihr erstes Buch und lebte von da an als freie Autorin, zunächst in Hoyerswerda, wohin sie 1960 mit Ihrem zweiten Mann, dem Schriftsteller Siegfried Pitschmann, gezogen war und wo sie in einer Reparaturbrigade im Kombinat Schwarze Pumpe arbeitete, später in Neubrandenburg. Mit Büchern wie „Ankunft im Alltag“ und „Die Geschwister“ wurde sie rasch bekannt. Ohne ihren großen Roman „Franziska Linkerhand“ beenden zu können, starb sie 1973 mit 39 Jahren an Krebs.


nordwestradio
Montag, 25. Februar 2013, 22:05

Ünner den Melkwoold
von Dylan Thomas

RB / NDR 2006
51 Min.

sh. 22. Februar 2013, 19:05 Uhr, nordwestradio


SRF 1
Montag, 25. Februar 2013, 23:00

Schreckmümpfeli: Bitter
von Renate Eckert

DRS 2007
9 Min.


WDR 3
Montag, 25. Februar 2013, 23:05

Freaks
von Joey Goebel

Bearbeitung: Philip Specht und Robert Steudtner
Regie: Robert Steudtner
WDR 2013
ca. 53 Min.

„Schlimmer rocken als die große Erdnussbutterkrise“ – das ist das Motto der Rockband „The Freaks“. Fünf Underdogs, die sich mitten in einer verschlafenen Kleinstadt in Kentucky zusammentun, um kompromisslos Musik zu machen. Die 80-jährige Punkerin Opal an der Gitarre, die kleptomane Rotzgöre Ember am Bass, die engelsgleiche Rollstuhlfahrerin Aurora an den Drums, der Ex-Soldat Ray am Keyboard und der exzentrische schwarze Misanthrop Luster am Mikro. Als Embers überforderte Eltern in einen Langzeiturlaub flüchten und ihr Kind Oma Opal überlassen, quartieren sich die Musiker in der Residenz der Eltern ein und proben, was das Zeug hält. Die Freak-WG ist geboren, der erste Gig im Pandemonium, dem hipsten Club der Kleinstadt, steht bevor. Aber sind Kentucky, Amerika und die Welt schon bereit für diese Band?

Joey Goebel, geboren 1980 in Henderson/Kentucky, schrieb mit fünf Jahren seine erste Geschichte. Als Jugendlicher tourte er fünf Jahre als Leadsänger der Punkrockband „The Mullets“ durch den Mittleren Westen der USA, später studierte er Anglistik und kreatives Schreiben. „Freaks“ war sein Roman-Debüt.


890RTL
Dienstag, 26. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SWR 2
Dienstag, 26. Februar 2013, 19:20

Krieg der Köche
von Robert Weber

Regie: Robert Weber
SWR 2013
ca. 25 Min.

Im französischen Dörfchen Eus gibt es eine Bäckerei, ein Cafè, einen Lebensmittelladen und das »Petit Grande« des Meisterkochs Jacques Gustou. Er ist der ungekrönte Herrscher über die Mägen in Eus. Das ändert sich schlagartig mit dem Berliner Bulettenkönig Gustav. Sein »Bulettenparadies«, das er in Eus eröffnet, ist eine Kriegserklärung an die französische Küche, die französische Kultur, an ganz Frankreich aber vor allem an Jacques Gustou. In einer Küchenschlacht, die live vom Fernsehen übertragen wird, soll der bessere Koch ausgemacht werden. Das führt nicht nur zur höchsten Einschaltquote in der Geschichte des Fernsehens, sondern auch zu seiner größten Katastrophe.


WDR 5
Dienstag, 26. Februar 2013, 20:05

Lovegames
von Markus Orths

Regie: Angeli Backhausen
WDR 2013
ca. 54 Min.

Als „Deutschlands verzweifeltster Single“ gecastet worden zu sein, ist nichts, worauf Stefan Schöpf besonders stolz wäre. Damit hat es nun ein Ende: Stefan hat Anna Blum getroffen. Die beiden haben ernste Absichten, heute will er ihr einen Heiratsantrag machen. Wenn nur die lästigen Rundfunkreporter nicht wären, die Stefan und Anna auf Schritt und Tritt verfolgen – sogar nachts, und das schon seit langer Zeit. Die beiden sind Teil einer Real-Life-Radio-Doku und die ewige Radiopräsenz zerrt an ihren Nerven. Nichts bleibt geheim, vor allem Stefans vorübergehende Affäre mit Erika nicht. Eine verdächtige SMS weckt Annas Misstrauen. Zur abendlichen Feier bei Stefan nimmt sie vorsorglich ein scharfes Messer mit.

Markus Orths, geboren 1969, studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik. Seine Erzählungen und Romane wurden vielfach mit Förderpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt 2008 erhielt Markus Orths den Telekom Austria Preis.


DLF
Dienstag, 26. Februar 2013, 20:10

Die Ziege
von Matthias Wittekindt

Regie: Christine Nagel
NDR 2012
ca. 49 Min.

So richtig verstehen kann sie niemand. Da hat Lisa endlich ein erfolgreiches Jura-Examen hingelegt, eine aussichtsreiche Stelle bei einer renommierten Kanzlei in der Tasche, könnte mit Volldampf ihre Karriere starten – und dann bockt sie. Steigt aus. Schwingt sich aufs Motorrad und knattert einem dahergelaufenen Spanier hinterher. Natürlich ist der Mann kein Prinz, und er entführt sie auch nicht auf sein Schloss, sondern in eine unwirtliche Hütte ohne Toilettenspülung inmitten der Berge, unweit eines abgelegenen Fischerdorfs, wo die Sonne die Haare bleicht und der Wind die Haut gerbt. Hier verschwinden Männer hinter versteinerten Mienen und wortkargen Dialogen, im Dunst von Joints und Alkohol. Hier sagen sich Hase und Igel gute Nacht, und zu Besuch kommt gelegentlich eine Ziege: ein aufdringlicher Gast, der nicht eingeladen wurde. Eine flirrende Sommer-Geschichte mit gothic Kolorit, ein poetisches Kammerspiel über einen Aufbruch und die Lust am Fremden.

Matthias Wittekindt, 1958 in Bonn geboren, lebt in Berlin. Er studierte Architektur und schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Hörspiele, u. a. mehrere ARD-Radio-Tatorte für den NDR. Die Produktion von „Das Lewskow-Manuscript“ (NDR 2005) wurde mit dem Kurd-Laßwitz-Preis ausgezeichnet. 2011 erschien sein erster Kriminalroman: „Schneeschwestern“.


OE 1
Dienstag, 26. Februar 2013, 21:00

Geschichten aus der Großdeutschen Metropulle 2:
Der Bunker

von Ingrid Marschang

Regie: Andrea Getto
NDR 2012
54 Min.

Radiotipp der Hörspielfreunde

Mit:
Stefan Kaminski, Gabriela Maria Schmeide, Rainer Homann, Ronald Kukulies, Heinrich Giskes, Linda Olsanksy, Lotta Doll, Stephan Schad, Rodion Levin, Stella Jürgensen, Marc Zippel, Jonas Frank und Isabella Grothe

Johnny ist zurück. Johann Marland, Alkoholiker ohne festen Wohnsitz, ist in einem alten Bunker einquartiert, der zu den geheimen Räumlichkeiten des Hotels Hyatt gehört. Johnnys Einsatzgebiet: das Hotel. ein Auftrag: Die Überwachung des Hoteleigentums. Als Hoteldetektiv überwacht er nun die schillernd dekadente Welt der Gutbetuchten, allerdings auch die hoteleigene Bar mit ihren 100 Whiskysorten. Dabei lüftet er die Geheimnisse des Peng Shui, lungert auf wilden Russenpartys, entdeckt ein altes Bunkersystem und den nackten Daimler- Vorstand. Als Johnny eines Tages im Hotel Hubert Gerstein begegnet, einem Detektivkollegen aus alten Tagen, gerät die Geschichte außer Kontrolle. Denn Gehrstein macht Johnny ein unmoralisches Angebot …

Ingrid Marschang volontierte nach dem Studium der Germanistik und Politikwissenschaft bei der Satirezeitschrift „Titanic“, arbeitete als Cartoonistin und Autorin für Print, Funk und Fernsehen sowie als bildende Künstlerin.

Der grandiose erste Teil der Geschichten aus der großdeutschen Metropulle hat die Latte schon sehr, sehr hoch gelegt. Tatsächlich scheitert dann auch der zweite Teil auch an dieser Marke. Allerdings ist es ein Scheitern auf sehr hohem Niveau, denn das was „Der Bunker“ liefert, reicht immer noch für eine deutliche Empfehlung. Die Geschichte um Johann Marland ist vielleicht nicht ganz so skurril, aber dennoch genauso clever und rund erzählt. Die Diskrepanz zwischen beidem macht bei dieser Reihe ein Gutteil des Interessanten aus. Gewohnt gut ist auch der Humor, der sich in vielen kleinen Details wiederfindet. Er ist speziell, aber handwerklich großartig eingebunden.

Man trägt die Geschichte gut in die Inszenierung. Der Humor findet sich auch in der Umsetzung, ohne dass man es mit Albernheiten überziehen würde. Dank der guten Sprecherauswahl funktionieren auch die Figuren in der Geschichte gut.

Etwas schwächer als der Vorgänger, aber immer noch – auch des gut gesetzten Humors – sehr hörenswert!

Meine Wertung: + + + +


1Live
Dienstag, 26. Februar 2013, 23:00

Freaks
von Joey Goebel

WDR 2013
ca. 53 Min.

sh. 25. Februar 2013, 23:05 Uhr, WDR 3


890RTL
Mittwoch, 27. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


SRF 2 Kultur
Mittwoch, 27. Februar 2013, 20:00

Children’s America
von Alessandro Bosetti

Regie: Alessandro Bosetti
Musik: Alessandro Bosetti
WDR 2009
36 Min.

Eine Klang-Utopie der Vereinigten Staaten, in der die Kinder das Sagen haben: Der italienische Komponist und Klangkünstler Alessandro Bosetti dokumentiert narrative und musikalische Strukturen der kindlichen Sprache. Seine Komposition entstand kurz nach Barack Obamas Amtsantritt 2009.

Bosetti lud US-Bürger unter zwölf Jahren ins Studio ein, um mit ihnen nacheinander über Themen wie Krise, Hoffnung, Umweltschutz, Ernährung oder Krieg zu sprechen. Doch die Kinder hatten eigene Pläne: «Kinder denken eher rhapsodisch und nicht geradlinig. Sie fokussieren etwas, und im gleichen Moment schweifen sie mit ihren Gedanken ab. Wenn du glaubst, dass sie noch über das eine sprechen, bist du schon zu langsam. Und die Kinder sind längst ganz woanders, sprechen andere Punkte an und machen Zusammenhänge auf.» Dabei eignen sie sich die Slogans der Erwachsenenwelt mit grösster Selbstverständlichkeit an.

Bosetti greift den Erzählfluss musikalisch auf: Er fragmentiert die Aufnahmen der Kinder, collagiert und kommentiert ihre Sätze, Wörter oder auch Silben mit Instrumentalklängen von Gitarre und Klavier. In dieser wie in seinen anderen Arbeiten generiert er aus O-Tonaufnahmen eine Musik, die die Welt dokumentiert, erzählt und besingt. So entsteht eine «Weltmusik» in einem ganz anderen, neuen Sinn, denn im Zentrum seines Interesses steht die Musikalität der Sprache.

Alessandro Bosetti wurde 1973 in Mailand geboren, lebt pendelnderweise in Berlin, Mailand und Baltimore und arbeitet als Musiker, Komponist und Soundkünstler. Seine Diskographie umfasst bereits über 20 CDs. Mit seinen Live-Performances tourt er durch die ganze Welt.


BR 2
Mittwoch, 27. Februar 2013, 20:03

Paul Temple und der Conrad-Fall
Teil 2

von Francis Durbridge

BR 21959
ca. 50 Min.

sh. Mittwoch, 20. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


NDR-Kultur
Mittwoch, 27. Februar 2013, 20:05

Das Zimmermädchen
von Markus Orths

Regie: Alice Elstner
NDR 2013
ca. 75 Min.

Lynn Zapatek putzt im Hotel Eden und sie putzt gründlich. Wo andere Zimmermädchen nichts mehr sehen, fängt es bei Lynn erst an. Immer länger bleibt sie in den Zimmern, gebannt von allem, was sie dort sieht und findet: Zettel, Bücher, Kulturbeutel, Medikamente.

Zunächst ist Lynn noch vorsichtig, dann wird sie immer dreister. Sie beschnuppert nicht nur die fremden Kleider, sie zieht sie auch an. An einem Dienstag hört sie den Schlüssel im Schlüsselloch und ihr bleibt nur ein einziger Zufluchtsort: Lynn kriecht unters Bett und verbringt die Nacht dort. Mit dem Gast über ihr.

Von nun an liegt sie jeden Dienstag unter den Betten der Gäste und lauscht auf das, was über ihr geschieht.

Das Zimmermädchen ist die intime Geschichte einer Suchenden, die wissen will, wie den Menschen gelingt, was ihr selbst so schwerfällt – das Leben. Eins ist sicher: Nach der Lektüre des Zimmermädchens wird man nie wieder in einem Hotel übernachten, ohne vorher unters Bett zu schauen.

Markus Orths, 1969 in Viersen geboren, studierte Romanistik, Anglistik und Philosophie. Seine Romane und Erzählungen wurden vielfach ausgezeichnet. Preise unter anderem: „Sir Walter Scott-Preis“ (2006), Telekom-Austria-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Preis (2008). Orths lebt in Karlsruhe.


hr 2
Mittwoch, 27. Februar 2013, 21:30

Rotoradio
von Ferdinand Kriwet

Regie: Ferdinand Kriwet
DLF / WDR 2012
ca. 40 Min.

Hörspiel des Monats Juli 2012

Mit:
Max Woithe, Janusz Kocaj, Janus Torp, Marian Funk, Ilja Pletner

Kriwets Prosadichtung ROTOR von 1961 ist die unaufhörliche Rede eines namenlosen Ich. Der Endlostext lässt viele Lesarten zu. Kriwet selbst hat sich an eine Auswahl und neue Zusammenfügung gewagt. Mit fünf jungen Schauspielern werden extrahierte Textteile rhythmisch überlagert, chorisch arrangiert oder den Redefluss demonstrierend collagiert. Ein Annäherungsversuch an das eigene Erstlingswerk von vor 50 Jahren.

Ferdinand Kriwet, geboren am 3. August 1942 in Düsseldorf, ist Schriftsteller und international ausgezeichneter Mixed Media-Künstler. Seine Radioarbeiten wie „One Two Two“ oder „Apollo America“ zählen zu den Klassikern des Neuen Hörspiels.


DLR Kultur
Mittwoch, 27. Februar 2013, 21:33

Come Back
von Stefanie Gerhold

Regie: Simona Ryser
DLR 2013
ca. 57 Min.

Mit:
Mathias Kahler, Evamaria Salcher, Felix von Manteuffel, Alexander Khuon, Sabin Tambrea, Romanus Fuhrmann

In der Eppendorfer Psychiatrie träumt Paul Abraham von einem Comeback. Der einst umjubelte Komponist bekannter Operettenund Filmmelodien musste 1933 emigrieren und schien vergessen. Vereinsamt und krank lebte er jahrelang in amerikanischen Kliniken, bis ihn Freunde 1956 nach Deutschland zurückholen. Paul Abraham, der eigentlich Ábrahám Pál hieß und den Swing im Blut hatte, soll in Hamburg gesund werden, wo er nach langer Trennung seine Mizzi wiedersieht. Vielleicht erinnert er sich mit ihr an seine eigenen Lieder, die er aus Liebe zu ihr komponierte. In einer fiktiven Annäherung erkundet Stefanie Gerhold die dunklen Geheimnisse dieser Geschichte voller Musik und gestohlenem Glück.


Stadtfilter
Donnerstag, 28. Februar 2013, 00:00

Hörspiel
von NN

NN
NN

Wiederholung des Hörspiels vom Sonntag, 17:30 Uhr


890RTL
Donnerstag, 28. Februar 2013, 02:00

Hörspielnacht
von NN

NN
NN

Die Bekanntgabe, welches Hörspiel gesendet wird, erfolgt kurzfristig im Programm des Senders


BR 2
Donnerstag, 28. Februar 2013, 21:03

Paul Temple und der Conrad-Fall
Teil 2

von Francis Durbridge

BR 21959
ca. 50 Min.

sh. Mittwoch, 20. Februar 2013, 20:03 Uhr, BR 2


SWR 2
Donnerstag, 28. Februar 2013, 22:03

Die Suche nach den Gebeinen
von Tahar Djaout

Bearbeitung: Horst L. Teweleit (Übersetzung)
Regie: Ulrich Gerhardt
DLR 2004
55 Min.

Mit:
Friedhelm Ptok, Timon Sitte, Otto Mellies u. a.

Der Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich ist 1962 beendet. Die algerische Unabhängigkeitsbewegung FLN hat gegen das französische Militär und die algerischen Loyalisten gewonnen und einen eigenen Staat gegründet. Mitten in die Siegesfeier platzt der Befehl zum Aufbruch. Wer einen Verwandten in der Widerstandsbewegung hatte, soll sich auf die Suche nach dessen sterblichen Überresten machen und sie nach islamischem Ritus in den Heimatorten begraben. Auch der 14-jährige Erzähler zieht mit einem Esel und einem Alten aus dem kabylischen Dorf los bis an die Grenze zur Wüste. Mit zunehmender Entfernung vom heimatlichen Dorf, das er zuvor nie verlassen hat, verliert der Junge seine Naivität; seine Kritik am Dorf mit seinen »dummen Zwängen und der Heuchelei«, mit seiner »starrsinnigen, Jahrhunderte dauernden Stille« wird zunehmend klarer, er erinnert, wie Radio, Filme und die Schule ins Dorf kamen, wie sein Bruder zum Widerständler wurde und träumt von einer besseren Zukunft mit Maschinen, die von selber pflügen. Zugleich aber verdeutlicht sich auf der anderen Seite seine Klage über den Verlust der archaischen Schönheit und seiner Nähe zur Natur. Es ist die individuelle Perspektive eines Jungen, der den Krieg nicht mehr aktiv mitgemacht hat und der jenseits von Märtyrermythen steht.

Tahar Djaout geboren 1954 in der Kabylei, gestorben 1993 in Algier, schrieb ab 1975 Gedichte, Erzählungen und Romane. Djaout wurde als einer der ersten Intellektuellen in Algerien von islamischen Fundamentalisten ermordet, da er sich unmissverständlich für Laizität und Demokratie einsetzte.


1Live
Donnerstag, 28. Februar 2013, 23:00

Die vier Söhne des Doktor March
von Brigitte Aubert

Bearbeitung: Beatrix Ackers
Regie: Beatrix Ackers
DLF / SR 2002
55 Min.

Mit:
Brigitte Janner, Lars Rudolph, Philipp Schepmann

Eines Tages geraten dem Hausmädchen Jeanie schockierende Aufzeichnungen in die Hände. Der Schreiber schildert lustvoll die von ihm seit früher Kindheit begangenen Morde. Es kann sich nur um einen der 18jährigen Söhne ihres Arbeitgebers Dr. March handeln – aber welcher der Vierlinge ist das Ungeheuer? Als der Junge bemerkt, dass Jeanie ihm auf den Fersen ist, beginnt er ein makabres Spiel. Er legt Köder aus und genießt es, Jeanie immer einen Schritt voraus zu sein in ihrem Bemühen, ihn zu überführen und dem Morden ein Ende zu bereiten. Steht Jeanie selbst nicht schon auf der Liste seiner zukünftigen Opfer?

Ein Hörspiel aus Tagebucheinträgen – klingt zunächst nicht danach, dass es besonders spannend werden könnte. Doch, kann es aber!

Die Jagd des wahnsinnigen Mörders nach seinen Opfern wird so detailliert beschrieben, dass einem schon der ein oder andere Schauder über den Rücken laufen kann. Die „Unterhaltung“ zwischen dem Mörder und Jeanie macht das Hörspiel zu einer ganz anderen Art von Krimi, die durchaus mal eine Abwechslung zu anderen Produktionen des Genres darstellt.

Zwar ist der Täterkreis recht früh eingegrenzt, die Lösung hat doch ein gewisses Überraschungsmoment übrig.

Ein gutes Hörspiel mit hohem Unterhaltungswert.

Meine Wertung: + + + +


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